„Rüssel’s Landhaus“: Idyllisch

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„Rüssel’s Landhaus“: Idyllisch

Das Echt essen-Gasthaus im Mai: Herrlich gelegen ist dieses Juwel von einem Landhotel mit ausgezeichneter Küche in der Nähe von Trier.

Stets ist es eine Freude, zum gastfreundlichen Landhaus St. Urban in den Hunsrück zu fahren. Seit 1992 führen Ruth und Harald Rüssel dieses charmante Mühlenanwesen, wo die eleganten Gasträume und die 14 individuell eingerichteten Hotelzimmer ein behagliches Flair verbreiten. So schön das alles ist, so abgelegen ist es. Da wir kein Auto haben, sind wir mit dem Taxi von Trier ins Waldige gefahren. Das geht 20 Minuten schnell – und ist 50 Euro teuer.

Imposant und einladend: Landhaus St. Urban

Ein Traum ist die direkt an einem kleinen See liegende Terrasse. Wir haben Glück, es ist ein warmer, sonniger Mittag – und wir können mit Blick auf Wasser und Wälder an einem der aus rustikalem Holz gefertigten Tische Platz nehmen. Zwei Gaststuben gibt es: Das seit 1993 mit einem Stern ausgezeichnete, hochgelobte Gourmet-Restaurant und den „Hasenpfeffer“, wo eine lokale Landhausküche gepflegt wird. Die Terrasse gehört zum lokalen Gasthaus, und wir wählen aus der kleinen, feinen Karte.

Hier lässt sich’s Wohlsein: Terrassentisch

Grandios startet das Essen mit einem Glas trockenem und füllig-elegantem Riesling Sekt von Bernhard Kirsten, dem Mosel-Vorzeigegut für Schaumiges (0,1 Liter für 8,50 Euro). Als erster Gang folgt ein Salat von auf den Punkt gegarten grünen und weißen Spargeln mit Blattsalaten, Radieschen, Sellerie, Tomaten, knackigen Brotwürfeln in einer Schnittlauch-Vinaigrette. Alles top-frisch, nur der gebeizte Saibling war mir zu mastig, das darf gerne auch filigran-eleganter sein. Ein ordentliches Gericht für 20 Euro.

Ein Kessel Buntes: Spargelsalat mit gebeiztem Saibling

Ein Gedicht auch der nächste Wein, ein 2018er trockener Riesling vom Paradeweingut Nik Weis, 0,25 Liter für 9 Euro. Frucht und Fülle machen den Wein zum Erlebnis. Ein Hausklassiker sind die selbst gemachten Rehwürstchen für 17,50 Euro. Perfekt gebraten die Würste, die ich mir noch „wildiger“ vorstellen könnte und etwas weniger trocken. Dem Linsengemüse hätte ein Schuss Säure noch mehr Leben eingehaucht, und die raffinierte Senfsaatsauce dürfte einen Hauch weniger süß sein. Tadellos das Spiegelei.

Spannende Kombination: Rehwürstchen, Linsen, Spiegelei

Bewusst im Mai bin ich zu Harald Rüssel gefahren, der selbst Jäger ist. Zwar ist Wildzeit für die meisten erst im Herbst, aber wahre Connaisseurs genießen jetzt, wo die Tiere zarte Kräuter und Blätter fressen, was das Fleisch würzig aromatisiert. Perfekt gebraten ist unsere Rehkeule für 36 Euro, sodass sie saftig im Biss ist. Kongenial begleitet von Wirsing, Kräuterseitlingen, einer feinen Berberitze Sauce und wunderbar fluffigen, kross gebratenen Scheiben vom Semmelkloß.

Ein Gericht, das die weite Anreise lohnt. Vervollständigt wird der Genuss durch den gereiften und trockenen 2014er Spätburgunder vom Weingut Thomas Hermes-Hoffmann aus Trittenheim, der rund und süffig schmeckt, und wo das Viertele 9 Euro kostet.

Trilogie Terroir: Rehkeule, Wirsing, Semmelkloß

Zu loben sind der gut informierte und herzliche Service, der trotz Mundschutz (der Gast muss am Tisch keinen tragen) seine gewohnte Souveränität behält. So wird der Besuch zu einem gelungenen Erlebnis. Es lohnt sich, zum Abschluss einen Blick auf den gepflegten Kräutergarten zu werfen.

Fazit: Eine empfehlenswerte Landhausküche, die Finessen noch optimieren kann.

„Rüssel’s Landhaus“


St. Urban, Restaurant Hasenpfeffer

Adresse: Büdlicherbrück 1, 54 425 Naurath/Wald

Kontakt: 06509/9140-0, www.ruessels-landhaus.de

Bellevue auf Mosel und Trittenheim: Zummethöhe

Tipp: Vom Hotel geht es in rund zwei Stunden über einen lauschigen Wanderweg entlang der Dhron zu einem kleinen Stausee – und danach über einen schattigen Waldweg zum Aussichtspunkt Zummethöhe mit einer spektakulären Sicht auf die Mosel, die Weinberge und Trittenheim. Von der nahegelegenen Haltestelle fährt der Bus 220 in einer starken Stunde nach Trier



ECHT ESSEN
heißt der Blog, in dem ich seit zehn Jahren jeden Monat mindestens ein Gasthaus vorstelle. Wichtiges Auswahlkriterium: Herkunft der Produkte.



von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de

Internet: www.lauber-methode.de

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 4 Wochen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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