Skyr – der neue Magerquark

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Skyr – der neue Magerquark

Er schmeckt leicht säuerlich und hat eine cremige Konsistenz. In Fernsehspots wird er als Superfood für sportlich Aktive beworben. Was ist dran am isländischen Milchprodukt “Skyr”?

Einer Legende zufolge waren es die Wikinger, die im 9. Jahrhundert eine Art Quark mit Namen “Skyr” nach Island brachten. Seitdem ist er dort so bekannt wie bei uns handelsüblicher Quark. Allerdings ist seine Konsistenz etwas lockerer als die vom heimischen Sauermilchprodukt.

Das Gute ist seine Kalorienvisitenkarte. Im Schnitt liefern 100 Gramm lediglich 0,2 Gramm Fett, 4 Gramm Kohlenhydrate, 11 Gramm Eiweiß und dabei knapp 62 Kilokalorien. Wer diese Menge löffelt, deckt damit seinen täglichen Kalziumbedarf zu 15 Prozent.

Islands Tradition mit deutscher Milch

Obwohl Skyr natur oder mit Fruchtzusatz nach isländischer Tradition hergestellt wird, stammt die Milch dafür von heimischen Kühen. Denn so viele Kühe gibt es auf der Insel nicht, um der internationalen Produktionsmenge gerecht zu werden.

Zur Herstellung werden entrahmter Milch spezielle Bakterienkulturen und ggf. etwas Lab beigemischt. Dabei ist die verwendete Milchmenge viermal größer als bei der Joghurtherstellung. Nachdem überschüssige Molke abgeschöpft wurde, bleibt ein eiweißhaltiger Bruch übrig. Dieser wird aufgeschlagen und in Portionsbecher abgefüllt, fertig ist Skyr. Die Isländer lieben ihren Eiweißquark mit Blaubeeren.

Neben Produkten ohne Fruchtzusätze wird er hierzulande auch mit Beeren, Honig, Vanille, Aprikosen oder anderen Früchten angeboten. Dabei lohnt der Blick auf die Zutatenlisten, denn fruchtige Varianten sind durch den Zuckerzusatz kohlenhydrat- und kalorienreicher. Der Discounter Lidl hat mit seiner Eigenmarke Skyr natur und mit Früchten im Angebot. Die fruchtigen Sorten sind mit Süßstoff gesüßt. Hier enthalten beispielsweise 100 Gramm mit Beeren 0,2 Gramm Fett, 8,9 Gramm Eiweiß, 4,9 Gramm Kohlenhydrate und gerade einmal 56 Kilokalorien.


von Kirsten Metternich von Wolff

Kirsten Metternich von Wolff hat eine ernährungs­medizinische Ausbildung mit Zusatzqualifikation bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie als freie Journalistin, Buchautorin und Referentin. Gesunde Ernährung bei Diabetes ist einer ihrer thematischen Schwerpunkte.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (9) Seite 33

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  • kety22 postete ein Update vor 5 Tagen, 20 Stunden

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 5 Tagen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?