Spargel, Blutzucker und Gruppen-Selfie

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Spargel, Blutzucker und Gruppen-Selfie

Die Kampagne „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ hat am 15. und 16. Mai Station in Viernheim gemacht – mit dabei war natürlich auch wieder Starkoch Johann Lafer.

Er ist einer der Menschen, die – egal wo sie in Deutschland auftauchen – erkannt werden, deren Namen dann laut vor sich hin gesagt wird … und bei denen heutzutage natürlich die Handys gezückt werden: fürs Beweisfoto. “Ich hab’ den Lafer getroffen!” Das machen 50-Jährige ebenso wie Kids, die in Viernheim gleich zum Mittel des Gruppen-Selfies greifen.

Lafer: eine gute Fügung

Insofern ist es eine gute Fügung, dass das Unternehmen Sanofi seit mittlerweile 9 Jahren den Starkoch einbezogen hat in die bundesweite Aufklärungsaktion Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7. Denn seine Prominenz nutzt dem Diabetes, nutzt der Aufklärung. Und der Mann hat klare Vorstellungen, wie man den steigenden Diabetikerzahlen begegnen kann: Kurz gesagt geht es um Frische, um Fett-/Zuckerreduktion, um schonende Zubereitung.

Frische Erdbeeren, frischer Spargel

Für eine gesunde und schmackhafte Ernährung benötigt man in seinen Augen nicht viel – “man braucht frische Lebensmittel zur besten Jahreszeit!” Da denkt Lafer in diesen Tagen natürlich an deutschen Spargel, an deutsche Erdbeeren. “Ich habe vieles probiert in der Welt, glauben Sie mir”, sagt er – unübertroffen für ihn frische Erdbeeren und Spargel.

Seine Projekte an Schulen zeigen ihm: Mit Frische kann man Kinder für eine gesunde Ernährung zurückgewinnen: “Machen Sie doch einfach mal ein Joghurt mit kleingeschnittenen frischen Erdbeeren und wenig Honig anstatt Unmengen von weißem Zucker.” Man werde dann sehen, was er meint.

Spargel: dämpfen statt kochen

Ganz wichtig für eine gesunde Küche ist die Art der Zubereitung, so Lafer: “Früher kannten wir das Garen im Wok nur als ein Foto im Buch. Heute ist das normal! Spargel im Wasser kochen? Nein, dämpfen sollten Sie ihn…wegen der Inhaltsstoffe!” Später, beim Show-Kochen im Viernheimer Rhein-Neckar-Zentrum, überzeugen sich Hunderte der Besucher von den Ideen und Künsten des Meisters.

Das gute Leben mit Diabetes

Damit man einen Blutzuckerlangzeitwert (HbA1c) unter 7 erreicht, ist auch die Bewegung im Alltag sehr wichtig. Denn dadurch bestehen gute Chancen, Diabetes-Folgeerkrankungen zu vermeiden wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nieren- oder Fußprobleme. Ganz egal, ob man Typ-1- oder Typ-2-Diabetes hat. Dies erklärte Daniel Schnelting (28), dreifacher Deutscher Meister über 200 m Sprint.

Seit er fünf ist hat er Diabetes – an einem guten Leben hat ihn das nicht gehindert. Menschen treffen, motivieren, Kindern mit Diabetes Mut machen – das ist sein Ding. Und: “den Menschen zu sagen, dass es wichtig ist, seine Blutzuckerwerte zu kennen.”


von Günter Nuber

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstra0e 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße