- Ernährung
„taku“: Taktvoll asiatisch
3 Minuten

Der Echt essen-Blitztipp im Mai: Im eleganten Kölner Restaurant kocht Mirko Gaul asiatisch inspiriert. Nicht gerade preiswert, aber höchst aromatisch und bekömmlich.
Die gehobene asiatische Küche ist in aller Munde – zu Recht: Werden hier doch hochwertige Produkte sanft zu wohlverträglichen Gerichten veredelt. Ein eigenständiger Vertreter des fernöstlichen Genusses ist Mirko Gaul, der seit 2012 das zum Tophotel „Ernst“ gehörende „taku“ leitet. Im Souterrain gelegen, kitschfrei asiatisch eingerichtet, mit einem höflichen, meist fernöstlichen Service gesegnet, garantiert das Restaurant einen entspannten Abend. Das liegt auch am sympathischen, in Köln geborenen Koch, dessen gastronomische Stationen im wesentlichen rund um den Kölner Dom liegen, etwa im Hyatt Regency auf der anderen Rheinseite.
Liegt im Souterrain, wohnt im Himmel: „taku“
Dem Luxushotel gegenüber dem Dom geschuldet, ist es hier nicht gerade preiswert, aber für das gebotene Essen auch nicht überteuert. Wir wählen fünf Gänge, die pro Person 115 Euro kosten. Das Menü des verdientermaßen in den Michelin Sternehimmel gehobenen Kochs startet mit einem kleinen Feuerwerk an aromatischen Köstlichkeiten, etwa einer feurigen Chili/Sesam-Butter zum ausgezeichneten, selbst gebackenen Pflaumenbrot. Es folgen wunderbare Gabelhappen, etwa eine Dashi (japanische Fischsauce) geadelte Garnele und eine kraftstrotzende vietnamesische Brühe.
Geräuchert, gebraten, gebadet: Jakobsmuschel
Ein Gedicht der erste Gang, Sashimi von der rohen Dorade mit Spargel-Salat sowie Dashi- und Kopfsalat-Sud. Gut, dass die Scheiben von der Dorade nicht zu dünn sind, sodass sich ein intensives Geschmackserlebnis einstellt. Ein konzentriertes Geschmackswunder auch die geräucherte, gebratene, Buttermilch-Sud gebadete Jakobsmuschel – gekrönt von sanft gegartem Quinoa-Salat. Gesundheit, wie genussvoll kannst du schmecken! Süß-sauer der dritte Gang, eine mit Miso-Marinade geflämmte Forelle, deren zart-süße Aromen leicht sauer gepickeltes Gemüse, wie Karotte, Kohlrabi, balanciert.
Vorbildlich: Die Forelle stammt aus dem nahen Lambachtal – und Mirko Gaul holt den Fisch auf der Fahrt von seinem Wohnort Gummersbach direkt bei der Zucht. Das alles erzählt der herzlich-charmante Koch unprätentiös und von profunder Sachkunde geprägt. Ein Auftritt, der zum Stil passt, wo er der asiatischen Küche taktvoll Respekt zollt, aber seinen eigenen Weg geht.
USA meets Germany: Lobster, Granny Smith
Das wird deutlich beim besten Gang des Abends, wo er amerikanischen Maine-Lobster mit deutschem Granny-Smith vermählt. Nur leicht temperiert der Hummer und so perfekt gegart. Saftig fleischig, ein leicht süßlicher Traum, kongenial begleitet von einem fein-gehobelten Fenchelsalat mit Fenchelgrün und Olivenöl. Ebenfalls großartig der Tropfen aus der Weinbegleitung (ein Glas zu jedem Gang, für insgesamt leider zu teure 85 Euro): Ein 2016er Gewürztraminer vom Südtiroler Paradeweingut Alois Lageder. Gerät der gewürzte Traminer oft plump und schwerfällig, glänzt hier dieser biologisch-dynamische Wein mit kraftvoller Raffinesse – ein Volltreffer.
Aromatisches Fleisch, würzige Sauce: Entenbrust
Ausgezeichnet gelingt auch der Hauptgang, wo Gauls Liebe zur dezenten Schärfe einen eleganten Auftritt hat: Eine trocken gereifte, auf den optimalen rosa Punkt gebratene Entenbrust, begleitet von einem Entenfond, den Pfeffersud aromatisch intensiviert. Noch eine kleine Rettichrolle, etwas Schnittlauch – und fertig ist ein enorm konzentriertes Gericht, das die bissfeste und sehr aromatische Ente auf das Beste inszeniert. Interessant: Der ohne das Fleisch eher holzige Rioja von Marques de Murietta ist plötzlich der ideale Gegenspieler zur würzigen Sauce. Ein feiner Abschluss eines interessanten Menüs.
Fazit: Eine hochkarätige asiatische Küche, die schmeckt und bekömmlich ist.
„taku“ im Excelsior Hotel Ernst
Adresse: Trankgasse 1-5, 50 667 Köln
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag ab 18 Uhr 30
Kontakt: 0221/2701, Restaurant-Website
ECHT ESSEN
heißt der Blog, in dem ich seit zehn Jahren jeden Monat mindestens ein Gasthaus vorstelle. Wichtiges Auswahlkriterium: Herkunft der Produkte.

von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
Internet: www.lauber-methode.de
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 4 Wochen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße