Tier oder Pflanze – welches Eiweiß ist gesünder?

2 Minuten

© Yulia Furman - AdobeStock
Tier oder Pflanze – welches Eiweiß ist gesünder?

Gehört ein Stück Fleisch für Sie täglich dazu? Oder sind Sie Flexitarier und verzichten öfter darauf? Stellt sich die Frage, ob tierisches oder pflanzliches Eiweiß besser für die Gesundheit ist.

Eiweiß ist seit einigen Jahren ein viel diskutierter Nährstoff. Es hat einen guten Sättigungseffekt und mit rund vier Kilokalorien weniger als die Hälfte an Energie als Fett. Ob es bevorzugt aus Lebensmitteln tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein soll, ist die Frage.

Viele Studien bestätigen besonders pflanzlichem Eiweiß ein gesundheitliches Plus. Es wird mit einer geringeren Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch weniger Diabetesfällen als tierisches Eiweiß assoziiert. Demnach leben Vegetarier und Veganer gesünder als Menschen, die viel und reichlich tierisches Eiweiß (viel Wurst und Fleisch) essen.

Es kann der Gesundheit bei Diabetes guttun, öfter mal das Stück Fleisch gegen vegetarische Alternativen zu tauschen. Beispiel Suppen und Eintöpfe: Es muss kein Speck und Schinken zum Anbraten hinein. Die Alternative: Zwiebeln in etwas Pflanzenöl anschwitzen. Hochwertiges Pflanzeneiweiß steckt z. B. in Hülsenfrüchten. Essen Sie also, gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, jede Woche einen Eintopf mit Linsen, Erbsen oder Bohnen.

Statt Würstchen aus Fleisch gibt es heute in jedem Supermarkt vegetarische Bockwürstchen, die auch geschmacklich eine gute Wahl sind. So haben Sie Fleisch eingespart, ohne das Gefühl zu bekommen, darauf verzichtet zu haben. Auch in Aufläufen und bei Spießen lässt sich die Fleischmenge einfach und leicht reduzieren, ohne das Gefühl des völligen Verzichts.

Pflanzliches Eiweiß, zum Beispiel aus Soja, Lupinen, Hülsenfrüchten oder Getreide, ist also nicht nur besonders empfehlenswert, sondern versorgt den Körper zusätzlich mit sekundären Pflanzenstoffen und natürlichen Ballaststoffen. Und diese haben wiederum positive Auswirkungen auf den Blutzuckerverlauf. Es spricht also einiges dafür, öfter Lebensmittel mit pflanzlichem Eiweiß zu essen.


von Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE, Redaktion Essen und Trinken,
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf, Tel.: 0 22 34/91 65 41,
E-Mail: info@metternich24.de

Website: www.metternich24.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (12) Seite 9

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Ein Jahr schwarz-rote Regierung: Was ist gesundheitspolitisch passiert?
Am 6. Mai 2025 wurde Friedrich Merz (CDU) zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Am gleichen Tag ernannte der Bundespräsident Rechtsanwältin Nina Warken (CDU) zur Bundesministerin für Gesundheit. Nun ist die schwarz-rote Regierung ein Jahr im Amt und die organisierte Diabetes-Selbsthilfe fragt sich, was seitdem gesundheitspolitisch passiert ist.
Ein Jahr schwarz-rote Regierung: Was ist gesundheitspolitisch passiert? | Foto: Noppasinw – stock.adobe.com

3 Minuten

Diabetisches Fußsyndrom: Geeignete Schuhe zum Vorbeugen und Behandeln
Wer wegen einer Schädigung der Nerven in den Füßen nicht mehr spürt, wenn er sich verletzt oder zum Beispiel durch Reibung eine Wunde entsteht, sollte die Füße schützen. Für ein Diabetisches Fußsyndrom bieten orthopädietechnische Unternehmen daher unterschiedliche Hilfsmittel zum Vorbeugen und Behandeln an. Manchmal reichen auch bereits Schuhe mit besonderen Eigenschaften aus einem Schuhgeschäft.
Diabetisches Fußsyndrom: Geeignete Schuhe zum Vorbeugen und Behandeln | Foto: StudioLaMagica – stock.adobe.com

4 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

Verbände