Wer hat die Kokosnuss geklaut? – Tipps für ein blutzuckerfreundliches Frühstück

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Wer hat die Kokosnuss geklaut? – Tipps für ein blutzuckerfreundliches Frühstück

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Heute soll es um blutzuckerfreundliches Frühstück gehen. Das heißt genauer: Ich habe ein paar Frühstücksideen für euch, die den Blutzucker nicht allzu sehr in die Höhe schießen lassen, sondern gleichmäßig und mit insgesamt weniger Kohlenhydraten ins Blut gehen als „normales“ Frühstück. Ich plädiere ja immer sehr dafür, dass man sich als Mensch mit Diabetes Typ 1 nicht in seiner Nahrungsaufnahme beeinträchtigen oder einschränken muss. Meine Devise heißt: immer wieder austesten, sich alles notieren und mit der Zeit Spritz-Schemen entwickeln, zum Beispiel für Pizza oder Saft, um so zu verhindern, dass der Blutzucker schnell oder unkontrollierbar ansteigt. 
Manchmal hab ich aber so Tage, an denen geht es mir nicht so gut oder ich fühle mich nach leichteren Alternativen fürs Frühstück, deren Kohlenhydrate mir nicht direkt am Morgen schwer im Magen liegen. Deshalb habe ich über die Zeit einige Tipps und Rezepte zusammengetragen, um mein Frühstück bei Bedarf blutzuckerfreundlicher zu machen, und hoffe, ihr könnt etwas mit meinen Anregungen und Rezeptideen anfangen.

1 – Müsli:

Müslis sind morgens schnell gemacht und lassen die Laune ansteigen, weil sie wie eine bunte Schale Konfetti sind. Von gezuckerten Cornflakes und Co. würde ich für ein leichtes, blutzuckerfreundliches Frühstück eher die Finger lassen. Dafür funktioniert es super, verschiedene Nüsse und Kerne in allen Formen zu mischen. Ich denke hier an Hasel- oder Walnüsse, Mandeln, Pistazien, ganz, in Raspeln oder gehackt.

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Außerdem Sesam, Sonnenblumenkerne, Leinsamen. Für mehr Crunch kommen zum Beispiel Sojaflocken, Kokoschips oder dunkle Schokostückchen (min. 70 % Kakao) zum Einsatz. Saisonale Beeren oder Papaya eignen sich toll als blutzuckerfreundliches Müsli-Obst. Und trocken soll das Ganze natürlich auch nicht bleiben, hier kann ich griechischen Joghurt oder Kokosmilch empfehlen, um mal neben der üblichen Milch was anderes auszuprobieren.
Beim Müsli sind euch fast keine Grenzen gesetzt – für ein blutzuckerfreundliches Frühstück gibt es viel, viel Auswahl im gut sortierten Supermarkt.

 2 – Porridge mal anders:

Mit Porridge, also Haferflocken, die mit Milch zu einem Brei aufgekocht wurden, habe ich generell nicht viele Probleme, den blutzuckerfreundlich hinzubekommen. Trotzdem habe ich heute eine etwas exotischere und kohlenhydratarme Variante für euch, die mir besonders im Sommer schmeckt.Kokos-Porridge!

Ihr braucht:

50 g Kokosflocken

100 ml Kokosmilch

etwas Vanille

Obst nach Saison und Wahl

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Röstet die Kokosflocken in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze vorsichtig an. Achtung, sie können schnell anbrennen! Bleibt bei dem Topf und rührt ständig, bis die Flocken aromatisch sind.

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Dann gebt ihr die Kokosmilch dazu und verrührt das Ganze, an dieser Stelle könnt ihr mit Zimt, Zucker oder wie ich mit etwas Vanillemark würzen und schon ist das Ganze fertig. Obendrauf mag ich gefrorene Beeren und Maulbeeren.

Broteinheiten: 50 g Kokosflocken haben ca. 4 g und 100 ml Kokosmilch ca. 6 g Kohlenhydrate. Insgesamt hat der Porridge (ohne Obst) ca. 10 g Kohlenhydrate. Bitte das Fett im Rezept aber nicht ausblenden.

3 – Fluffige Pancakes

Pancakes ohne Laktose oder Gluten, sie sind fluffig und total weich und leicht, schmecken toll und machen glücklich!

Ihr braucht:

40 g Kokosmehl

4 Eier

3 EL Apfelmus

1 TL geschmolzene Butter oder Koksöl

4 EL Kokosmilch

1/4 TL Backpulver

1/4 TL Apfelessig

Mischt in einem Topf (am besten aus Gusseisen) auf mittlerer Hitze das Kokosmehl mit den Eiern, bis eine klebrige, glatte Masse entstanden ist, und gebt dann das Apfelmus, die Butter und die Kokosmilch dazu. Mögt ihr es gerne süß, könnte man an dieser Stelle noch Zucker oder Stevia zugeben, mir reicht die Süße von der Kokosmilch und dem Apfelmus allerdings aus. Gebt zum Schluss das Backpulver und den Essig dazu, rührt gut um und nehmt den Topf vom Herd.

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Lasst etwas Fett in einer Pfanne auf mittlerer Hitze verlaufen und gebt immer einen gehäuften Esslöffel des Teiges hinein, den ihr dann vorsichtig zu einem dünnen Kreis verstreicht. So verfahrt ihr Pancake für Pancake, bis der Teig aufgebraucht ist. Die Pancakes gute zwei Minuten auf der ersten Seite backen lassen und sehr vorsichtig wenden. Sie werden durch das Kokosmehl so fluffig leicht, dass sie gerne zerbrechen. Dann kann man sie allerdings super als Kaiserschmarrn essen. Auch gut, wenn ihr mich fragt 🙂

Broteinheiten: 40 g Kokosmehl haben ca. 9 g Kohlenhydrate, 3 EL Apfelmus ca. 10 g Kohlenhydrate, 4 EL Kokosmilch ca. 3 g Kohlenhydrate, das sind insgesamt ca. 22 g Kohlenhydrate. Bitte das Fett im Rezept aber nicht ausblenden.

 

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Tag, 8 Stunden

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

  • ckmmueller postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos

    • Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.

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