- Leben mit Diabetes
Laubers Kolumne: Aufhören ohne aufzuhören!
2 Minuten
Ein kluger Werbeslogan bringt die Stimmung des Landes genial auf den Punkt: Wollen, ohne wirklich zu wollen.
In ihren besten Momenten gelingt es der Werbung, ein in der Luft liegendes Gefühl in einen packenden Slogan zu gießen. Etwa im Jahr 1958 mit dem Satz: „Der Duft der großen weiten Welt: Peter Stuyvesant“. Damit griff die Zigarettenmarke aus dem Hause Reemstma die Sehnsucht der Deutschen nach dem Krieg auf, wieder die Welt zu erobern – diesmal allerdings auf friedlichem Weg als Touristen. So war dieser Slogan einer der Wegbereiter für den Aufstieg der Deutschen zum Reiseweltmeister.
Ähnlich wirkungsmächtig könnte der Slogan „Aufhören ohne aufzuhören!“ werden. Wiederum stammt er aus der Zigarettenindustrie, inzwischen in der modernen Variante als E-Zigarette. Vermittelt werden soll den Rauchern der Marke „Blu“, dass sie mit Laster aufhören können, ohne wirklich aufhören zu müssen. Ob das in der Praxis funktioniert, darf bezweifelt werden, denn auch die E-Variante hat deutliche Nebenwirkungen. Aber darum geht es nicht wirklich. Sondern es geht um ein Gefühl, das viele Menschen auch fern des Rauchens umtreibt:
Nämlich, dass es so nicht weitergehen kann mit unserer Art zu leben; dass das immer mehr, immer weiter, immer schneller an ein Ende stößt, etwa durch die Veränderung des Klimas. Das wissen die Leute, aber sie wissen auch: Wirklich etwas zu ändern, das kostet Kraft, weshalb es sich die meisten einrichten in der Behaglichkeit von „Aufhören ohne aufzuhören“. Dieses Wollen, ohne wirklich zu wollen, lässt sich an drei Beispielen gut illustrieren:
Es lebe die Illusion: Werbeversprechen
Übergewicht. Zu viele Pfunde sind eine der Haupursachen für die gravierende Ausbreitung des Typ-2-Diabetes. Doch bei den populären Ratschlägen fürs Abnehmen fallen immer wieder dieselben Begriffe: „Ein bisschen, ein Stückchen“. Ein bisschen sündigen geht, ein Stückchen Kuchen geht auch noch – und am Ende des Jahres haben wir wieder ein paar Hunderttausend neue Diabetiker. Aufhören ohne aufzuhören wird hier abgewandelt in das Karnevalsmotto „Allen wohl und niemand weh“.
Natur. Die Vielfalt der Arten, die Zahl der Bienen und Vögel schwinden rapide. Eine wesentliche Ursache dafür ist die heutige industrialisierte Landwirtschaft, die der kreativen Natur keine Räume mehr lässt. Ein Aufhören wäre dringend geboten. Doch die Bauern denken nicht daran, demonstrieren sogar gegen schärfere Düngerregeln, welche die Verseuchung des Grundwassers eindämmen sollen. Die Politik unterstützt das sogar noch und flüchtet sich in Scheinmaßnahmen wie andere Messmethoden, die aber nur eines bewirken: Rasenden Stillstand.
Angela Merkel. Seit Jahren fordern viele den Rückzug der ewigen Kanzlerin. Doch nun da sie ernst macht und nicht mehr antreten wird, ist es auch wieder nicht recht. Denn plötzlich fällt den Kritikern auf, dass ja jemand die unangenehme Arbeit machen muss. Vielleicht ginge „Aufhören ohne aufzuhören“, hoffen viele heimlich. Aber nicht mit Angela Merkel. Sie wird aufhören. Schließlich muss doch endlich einmal jemand anfangen mit dem Aufhören. Dem endgültigen.
von Hans Lauber
- E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
- Internet: www.lauber-methode.de
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Tagen, 1 Stunde
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 2 Tagen, 16 Stunden
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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