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Diabetes-Kurzgeschichte: Der kleine Melli und ich – wir sind viele!
3 Minuten
Autorin Lena Schuster erzählt unterhaltsame und zugleich zutreffende Diabetes-Kurzgeschichten über die Protagonistin Nina und ihrem kleinen Begleiter Melli: Diesmal haben die beiden eine Kreuzfahrt gewonnen … und sind unsicher.
Gedankenverloren sitze ich in meinem gemütlichen Stuhl auf dem Balkon und blicke auf die vorbeifahrenden Autos. Doch ich realisiere sie kaum. In Gedanken gehe ich die letzten Tage durch. Da war kein Tag wie der andere. Montag ständig unterzuckert. Dienstag ständig überzuckert. Und heute? Ein ständiges Auf und Ab. Die ganze Zeit bin ich entweder am Spritzen oder am Essen. Was ist bloß los bei mir? Wieso bekomme ich den Diabetes nicht in den Griff? Und warum kann ich nicht einfach mal ein normales Leben haben wie alle anderen auch?
Mein Blick fällt auf drei Frauen, die freudestrahlend und lachend die Straße entlanglaufen – eine hübscher und ausgelassener als die andere. Na, die haben bestimmt nicht solche Probleme im Leben wie ich! Neid kommt in mir hoch und mischt sich mit Wut. Verärgert wende ich den Blick ab und stapfe ins Wohnzimmer. Das muss ich mir nicht antun! Als Melli in meine zornigen Augen blickt, bemerkt er: „Ach, komm schon, Nina. Auf jeden schlechten Tag folgt auch wieder ein guter. Das wird schon!“ Ich entgegne: „Hier wird gar nichts. Keine Lust mehr auf das Auf und Ab.“ Die Versuche von Melli, mich aufzuheitern, scheitern.
Die Diabetes-Kurzgeschichten-Reihe „Der kleine Melli und ich“ – der Hintergrund
Melli ist ein kleiner Junge, der mit Nina, einer jungen erwachsenen Frau, zusammenlebt. Die beiden Protagonisten der Diabetes-Kurzgeschichtenreihe geraten im Alltag immer wieder in Konflikt: beim Essen, beim Sport etc.
Autorin Lena Schuster ist Psychologin und hat seit 2014 Typ-1-Diabetes. Ihr Bruder hat seit der Kindheit ebenfalls Typ-1-Diabetes, deshalb ist ihr auch der Einfluss der Stoffwechselerkrankung auf die Familie gut bekannt. Zu ihren Kurzgeschichten sagt sie: „Für mich ist der Diabetes vergleichbar mit dem kleinen Melli, den man oft zu gerne ignorieren möchte, doch das geht leider nicht. Denn ignoriert man den Diabetes, ist er wie ein schreiendes Kind, das einen nicht zur Ruhe kommen lässt. Kümmert man sich jedoch um den Diabetes, so macht einen das stark – und man erkennt, dass man bereit ist, auch andere Probleme des Lebens zu bewältigen.“
➤ hier gibt es alle Diabetes-Kurzgeschichten mit Nina und dem kleinen Melli
Um mich ein bisschen abzulenken, gehe ich zum Briefkasten und schaue, ob die Post schon da ist. Reklame, Reklame und nochmal Reklame. Na toll! Gerade als ich den Stapel Post in den Mülleimer werfen will, bemerke ich einen weißen Briefumschlag, der zwischen die Reklame gerutscht ist. Ich drehe den Briefumschlag um, kenne jedoch den Absender nicht. Bei meinem Glück ist das bestimmt eine Mahnung zu einer Rechnung, die ich vergessen habe zu zahlen. Genervt reiße ich den Brief auf. Die Überschrift springt mir direkt in die Augen: Sie haben eine Kreuzfahrt gewonnen! Das kann doch nicht wahr sein. Die müssen mich doch verwechseln! Oder etwa nicht?
Der kleine Melli trifft auf einen Freund…
Verwirrt laufe ich zu Melli und murmele: „Hier steht, dass ich eine Kreuzfahrt gewonnen habe.“ Melli strahlt: „Das ist doch super! Oh Mann, endlich hast du auch mal Glück und hast was gewonnen!“ Ich erwidere: „Ja, Moment mal. Ich glaub’, die verwechseln mich. Ich habe doch gar nicht an einem Preisausschreiben mitgemacht.“ Kaum habe ich es ausgesprochen, fällt es mir wieder ein. „Ach doch! Vor drei Wochen im Einkaufszentrum!“ So langsam realisiere ich das Ganze. Ich habe tatsächlich eine Kreuzfahrt gewonnen! Das ganze Auf und Ab der letzten Tage ist mit einem Schlag verflogen. Die Reise soll über Venedig und Korfu gehen. Da wollte ich doch schon immer mal hin!
Drei Wochen später sind Melli und ich auf dem Weg zum Flughafen. Die letzten Tage war ich überglücklich und konnte die Reise überhaupt nicht abwarten. Doch gerade kommen mir Zweifel. Habe ich alles für den Diabetes eingepackt? Insulin, Blutzuckerteststreifen, Ersatzgeräte und Kühltaschen? Ich werde nervös. Was ist, wenn was passiert? Schließlich sind wir auf einem Schiff und können nicht einfach das nächste Krankenhaus aufsuchen. Unsicherheit kommt auf. Kaum sind wir am Flughafen angekommen, stürmt Melli los und ich komme nur mit Mühe hinterher.
Kurze Zeit später befinden wir uns am vereinbarten Treffpunkt. Auf den ersten Blick sind die Mitreisenden nicht so mein Fall. Na, das kann ja was werden! Ich drehe mich zu Melli und sehe, dass er mit einem anderen kleinen Jungen spricht. Neben den beiden steht ein großer Mann, der nett aussieht. Ich schlendere zu ihnen und da spricht mich auch schon der sympathisch wirkende Mann an und sagt: „Hallo, ich bin Tom. Wie ich sehe, haben Sie auch einen kleinen Melli …“
Kommentar der Autorin:
Reisen mit Diabetes kann anstrengend sein, denn es muss bei der Vorbereitung vieles bedacht werden. Und als Diabetikerin in einem fremden Land zu sein, in dem eine andere Sprache gesprochen wird, kann beängstigend wirken. So kommen auch Nina auf dem Weg zum Flughafen Zweifel. Hat sie alles eingepackt? Was ist, wenn sie ärztliche Hilfe braucht?
Doch das Schöne ist: Wir sind nicht die einzigen Diabetiker. Es gibt so viele – mehr als wir denken. Und so lernt Nina direkt am Flughafen einen Mann kennen, der auch Diabetes hat. So wie es Menschen auf der ganzen Welt gibt, so gibt es auch Diabetes auf der ganzen Welt. Wir sind nicht allein!
➤ weitere Diabetes-Kurzgeschichten mit Nina und dem kleinen Melli
von Lena Schuster
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (10) Seite 36-37
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moira postete ein Update vor 19 Stunden, 27 Minuten
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 4 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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