Laubers Kolumne: Gärten sind Medizin!

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Laubers Kolumne: Gärten sind Medizin!

Sie heilen die Menschen. Und die Natur. Bestsellerautor Hans Lauber erklärt, wieso Gärten so immens wichtig für uns Menschen und unser Ökosystem sind.

So helfen Gärten den Menschen:

  • Wer selbst gärtnert, muss sich anstrengen – und körperliche Aktivität ist die beste Prävention gegen den Lifestyle-Diabetes, wie ich den millionenfachen Typ-2-Diabetes nenne. Insofern wäre es gut, wenn in Schulen Gärten angelegt würden. So lernen die Jugendlichen, wie das Echte schmeckt, was gegen die Versuchungen der Fast-Food-Industrie immunisiert. Vorbildlich: Der Zentrale Schulgarten in Düsseldorf.
  • Wer im großen Stil selbst anbaut und das Angebaute isst, ernährt sich automatisch richtig. Denn die Jahreszeiten bestimmen den Gesundheitstakt. So braucht der Körper im Frühjahr vitalisierende Salate und Gemüse, wie etwa Spinat. Im Sommer und Herbst Reifes wie etwa Bohnen und Tomaten. Und im Winter kurbeln leicht bittere Salate wie Endivie die träge Verdauung an.
  • Wer sich im eigenen Garten, in Parks, im Wald bewegt, senkt seinen Blutdruck, stärkt die Immunabwehr, baut den Stress ab. Und gerade der permanente Stress steht immer stärker im Verdacht, den Diabetes zu begünstigen. Außerdem hellt die Farbe Grün die Stimmung auf, weil verstärkt Glückshormone wie Dopamin und Serotonin ausgeschüttet werden.

So helfen Gärten der Natur:

  • Die industrielle Landwirtschaft vernichtet die Vielfalt der Sorten, gibt Bienen, Vögeln und kleinen Tieren keine Lebensräume mehr – weshalb inzwischen in vielen Städten die Artenvielfalt größer ist als auf dem Land. Auch finden sich häufig in privaten Gärten noch alte Sorten, die sich viel besser den kommenden extremen Klimaschwankungen anpassen können, etwa Dürreperioden besser aushalten.
  • Unsere Bauwut versiegelt täglich immer größere Flächen. Das führt dazu, dass das Regenwasser nicht mehr versickern kann, weshalb aufwendige Rückhaltebecken geschaffen werden müssen – und trotzdem drohen immer stärkere Hochwasser. Aber allein in Bayern umfassen die Hausgärten rund 140 000 Hektar, was der Größe der Naturschutzgebiete entspricht.
  • Die Haus- und Schrebergärten sind auch ganz wichtig für die Regulierung des Mikroklimas, was gerade in unseren immer heißer werdenden Sommern dringlich ist. Eine Temperatursenkung von bis zu zwei Grad ist gerade in der Nacht möglich, weil die Blätter mit ihrer großen Oberfläche einen Verdunstungseffekt erzeugen, der einem Kühlschrank vergleichbar ist – ohne dass Strom verbraucht wird.

„Wider die Steinepest!“

Genügend gute Gründe also, für den Erhalt der Gärten zu kämpfen. Doch wie nie zuvor wird diese natürliche Vielfalt bedroht – und zwar von zwei Seiten: Zum einen gibt es einen starken Druck auf die so wichtigen Schrebergärten. Zum anderen werden immer mehr Haus- und Vorgärten in tote Schotter- und Steingärten umgewandelt.

Schrebergärten Eine Million Pächter und über vier Millionen Kleingärtner bewirtschaften in Deutschland ein Gebiet von 500 Quadratkilometern – das ist weit mehr als die Fläche der Großstadt Köln. Aber gerade in Städten, wo diese zusammenhängenden Zonen auch eine wichtige Funktion für die Durchlüftung haben, wollen Immobilienkonzerne, aber auch Verwaltungen daraus Bauland machen, um die angebliche Wohnungsnot zu lindern.

Freiburg für alle? Sicher, es gibt eine nicht hinnehmbare Explosion der Mieten und der Hauspreise. Aber es gibt nach meiner Ansicht auch kein Grundrecht auf ein Leben in Freiburg, Frankfurt oder München Mitte. Wenn ich etwa durch das Ruhrgebiet oder über die Schwäbische Alb fahre, sehe ich riesige Flächen, die bebaut werden können. Aber da sind mit dem Bauen natürlich auch keine so exorbitanten Renditen zu erzielen wie in den Metropolen.

Steingärten Wer heute durch Neubausiedlungen fährt, kann nur den Kopf schütteln: Ein Großteil der Gärten- und Vorgärten ist in seelenlose Steinwüsten verwandelt worden, wo dicke Plastikfolien (was natürlich irgendwann verwitternd ins Erdreich dringt) verlegt werden, damit nur kein Grashalm durchkommt. Darüber kommen dann Schotter oder Steine, Hauptsache es sieht ordentlich und sauber aus – und ich frage mich, warum diese wackeren Häuslebauer (und offensichtlich auch deren Frauen) ins „Grüne“ ziehen, wenn sie es denn so hassen.

Fordert blühende Landschaften: Gärtner Gaißmayer

„Wider die Steinepest“, wettert Dieter Gaißmeyer, der im bayerischen Illertissen einen vorbildlichen biologischen Garten mit über 3.000 Arten und Sorten aufgebaut hat. Für den engagierten Gärtner sind die Geröllwüsten aber nicht nur eine ökologische Katastrophe, sondern die versteinerte Ödnis ohne lebendiges Grün ist für ihn auch ein „Stimmungskiller“. Möglicherweise ein Grund, für die latente Nöligkeit in unserem Land!

Verbot der Verschotterung

Inzwischen merken auch viele Kommunen, welche Todeszonen in ihren scheinbar schicken Neubaugebieten entstehen – und steuern mit Verboten gegen. So will Heilbronn, wo derzeit die Bundesgartenschau ausgerichtet wird, in den künftigen Neubaugebieten Kies und Schotter verbieten – ein Ansatz, den auch die Stadt Bremen verfolgt, die der „schleichenden Verschotterung der Vorgärten einen Riegel vorschieben will“, so Umweltsenator Joachim Lohse.

Schon unfassbar, dass es soweit kommen muss, dass das lebenswichtige Grün staatlicherseits erzwungen werden muss. Da hätte ich vielleicht noch einen Vorschlag zur Güte, der ebenfalls von Dieter Gaißmayer stammt: Er rät, renitente Nachbarn, die sich über Brennesseln aufregen, einfach auf einen Tee aus dem angeblichen Unkraut einzuladen. Wenn er dem Ehemann dann noch Augen zwinkernd erklärt, dass die Nesseln DAS natürliche Aphrodisiakum sind, wird das vielleicht ein Umdenken bewirken.

Landwirte sind keine Gartenliebhaber

Wie wichtig der Kampf um die Gärten ist, zeigen Reaktionen aus der Landwirtschaft, die inzwischen oft jeden Bezug zur Natur verloren hat. Da demonstrieren doch tatsächlich Bauern dafür, dass sie weiterhin nitratverseuchte Gülle in großen Mengen ausbringen können, was langfristig das Grundwasser im großen Stil verunreinigt. Aber das Fass dem Boden ausgeschlagen hat für mich die Aussage von Bernhard Conzen, Ackerbauer und Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbands mit 15.000 Mitgliedsbetrieben.

Gönnerhaft sagte dieser Funktionär am 23. März 2019 dem „Kölner Stadtanzeiger“ folgendes: „Wir stellen gerne ein Prozent unserer Ackerflächen für Bienen zur Verfügung, wenn das mit einer Förderung verbunden ist“.

Ja, geht´s noch! Begreift dieser Vertreter des chemisch-landwirtschaftlichen Komplexes nicht, dass er die Bienen braucht, dass ohne sie keine Bestäubung stattfindet; dass ohne sie langfristig kein vernünftiges bäuerliches Arbeiten möglich ist? Also, haben er und die Bauern für eine intakte Landschaft zu sorgen, als Voraussetzung für eine intakte Landwirtschaft – und das ohne irgendeine Förderung!

„Gart der Gesundheit“ Es wird Zeit, für die Gärten zu kämpfen. Denn sie sind die Grundlage für das Sinnvollste unserer Medizin: Die Prävention.

Das große Buch unserer Medizin-Gärten

TDM Traditionelle Deutsche Medizin


Lust auf Gärten bekommen? Dann empfehle ich Ihnen mein Buch „TDM Traditionelle Deutsche Medizin“. Dort finden Sie einen Atlas mit 66 Gesundgärten, wobei für mich auch die „Essbare Stadt“ Andernach ein „Garten“ ist, schlicht, weil dort die „Rasen Betreten“-Zonen in „Pflücken erlaubt“-Zonen umgewandelt worden ist, da die meisten Grünflächen mit Essbarem bepflanzt worden sind. Eine weltweit vorbildliche Pionierleistung.

TDM – Traditionelle Deutsche Medizin

Gehen Sie mit auf Entdeckungsreise zu den fünf Elementen der TDM: Naturheilkunde, Klostermedizin, Pflanzen-Pfarrer, Apotheken-Medizin und Homöopathie.
Hans Lauber; 1. Auflage 2018; 19,80 €
zum Kirchheim-Shop
Einen „Gart der Gesundheit“ gibt es natürlich auch im Buch: Er ist im Botanischen Garten der Universität Mainz – und geht zurück auf das gleichnamige Buch, das um 1485 als erstes Kompendium zum damaligen Wissen über Heilpflanzen in Mainz gedruckt wurde.

Klingt spannend? Dann lesen Sie doch auch noch die „Hausapotheke“ mit 66 selbst nutzbaren Heilpflanzen, die ich erstellt habe mit Ursel Bühring, der wichtigsten deutschen Heilpflanzenexpertin.

von Hans Lauber

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  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • ole-t1 antwortete vor 2 Wochen

      Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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