- Leben mit Diabetes
Ganz stark – nicht nur im Gewichtheben
4 Minuten

Gewichtheber und Typ-1-Diabetiker Matthias Steiner hatte am 5. März seine Heimspiel-Woche in der Sport-Show „Ewige Helden“ (20.15 Uhr, Vox). Hier gibt’s einige beeindruckende Bilder aus der Show – und einen kleinen Einblick, was in der Folge passiert.
Der stärkste Mann der Welt? Das ist nicht mein Papa, sondern Hulk, der grüne Comic-Muskelprotz, glaubt Max, der jüngere Sohn von Matthias Steiner. Aber seine Mitstreiter in der Sport-Show „Ewige Helden“, in der ehemalige Profi-Sportler gegeneinander antreten, wissen es besser: Mit seinem Olympiasieg 2008 in Peking wurde Matthias Steiner zum stärksten Mann der Welt, und obwohl er inzwischen 45 Kilogramm abgenommen hat, sind seine Muskeln immer noch äußerst beeindruckend …
Gemischte Gefühle bei den Konkurrenten
Deshalb sehen Skispringer Sven Hannawald, Biathletin Andrea Henkel, Degenfechterin Britta Heidemann, Bobsportler Kevin Kuske, Boxerin Susi Kentikian und Eishockey-Spieler Christian Ehrhoff der Heimspiel-Woche von Matthias Steiner auch mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber – denn jeder Sportler darf in seiner Woche einen sportlichen Wettkampf auswählen, der etwas mit seiner Sportart zu tun hat. „Der kann mich viermal heben“, sagt Fechterin Britta Heidemann – und kann das eigentlich gar nicht glauben.
© TVNOW/Markus Hertrich | Die “Ewigen Helden” (von links):: Skispringer Sven Hannawald, Gewichtheber Matthias Steiner, Bobsportler Kevin Kuske, Eishockeyspieler Christian Ehrhoff, Biathletin Andrea Burke, Handballerin Nadine Krause, Boxerin Susi Kentikian, Degenfechterin Britta Heidemann.
Große Gefühle beim Rückblick
Großen Raum nimmt bei den „Ewigen Helden“ der Rückblick auf das Leben und die sportliche Karriere der Athleten ein. In der Heimspiel-Woche erzählt jede Sportlerin, jeder Sportler von den größten Erfolgen und Niederlagen, aber auch aus der Kindheit, aus dem Leben.
Welche Erlebnisse Matthias Steiner besonders geprägt haben, schildert er sehr emotional, aber auch humorvoll und nachdenklich in „seiner“ Folge bei den „Ewigen Helden“. Ein wichtiges Thema ist natürlich der Tod seiner ersten Frau Susann durch einen Autounfall im Jahr 2007 und der Weg zur olympischen Goldmedaille im Jahr darauf.
Darüber konnte man über die Jahre schon viel erfahren, und die meisten haben wohl auch noch das Bild im Kopf, wie Matthias Steiner die Goldmedaille mit einem Bild seiner verstorbenen Frau in der Hand entgegennimmt. Doch da ist noch so viel mehr – und für alle, die etwas mehr über Matthias Steiner erfahren möchten, lohnt es sich sehr, die Show anzuschauen, mit ihm durch sein Leben zu gehen, die Bilder und Filme anzuschauen, die er mitgebracht hat. Der liebevolle Blick auf seinen Vater, auf seinen früh verstorbenen ersten Trainer, die Initialzündung, die ihn zum Gewichtheben gebracht hat (ein Mädchen war schuld!) … Einen tollen ersten Eindruck vermittelt der Trailer zur Sendung.
- Das Prinzip der Show und die teilnehmenden Sportler
- Interview mit Matthias Steiner über Diabetes: „Ich möchte die Menschen sensibilisieren.
- Matthias Steiners Erfahrungen bei den „Ewigen Helden“ – mit Fokus auf den Diabetes und einem Blick hinter die Kulissen der Show
- Alle Folgen der „Ewigen Helden“ auf TVNow.
„Das Thema Diabetes liegt mir besonders am Herzen“
Natürlich ist auch der Diabetes ein wichtiges Thema. Die Diagnose bekam Matthias Steiner im Jahr 2000, genau an seinem 18. Geburtstag und kurz vor einem wichtigen Wettkampf – und zwar auf eine recht kuriose Weise. Die Ärzte verboten ihm, intensiv Sport zu treiben. Wie Matthias Steiner auf diese Ansage reagiert hat, ist wohl mit ein Schlüssel zu seiner Persönlichkeit – und das sollte sich jeder am besten selbst anschauen.
Wie sich der Athlet Steiner mit seinem Diabetes auf die Wettkämpfe bei den “Ewigen Helden” einstellt, wird in der Sendung selbst nicht erklärt. Gut sichtbar ist aber oft der Sensor seines CGM-Systems, den er am Oberarm trägt. Wer mehr über die Wettkampfvorbereitungen mit Diabetes wissen möchte, wird fündig auf Steiners eigener Homepage. Dort beschreibt er im Detail und mit den Folgen fortlaufend, wie er damit umgeht, dass er im Grunde nie weiß, welche Art von Belastung als nächstes auf ihn zukommt – und warum er froh ist, alle Diabetes-Utensilien während des Fluges im Handgepäck gehabt zu haben.
© TVNOW/Markus Hertrich | Bei einem Wettkampf aus Folge 2 ist Matthias Steiners CGM-Sensor gut zu sehen.
Und wie haben die anderen auf den Diabetes reagiert? Auch dazu äußert er sich ausführlich auf seiner eigenen Seite; hier mal ein Zitat aus dem Erfahrungsbericht:
Kann Matthias Steiner beim eigenen Heimspiel punkten?
Das wird jetzt natürlich noch nicht verraten! Nur so viel: Der von Matthias Steiner erdachte Wettkampf fordert viele Fähigkeiten, die man beim Gewichtheben haben muss. Aber welche Fähigkeiten sind das? Auch das erklärt der Olympiasieger genau und sehr anschaulich, so dass auch die anderen gut verstehen können, welche Technik nötig ist, um enorme Gewichte in die Höhe zu stemmen.
©TVNOW/Markus Hertrich | So geht’s! Aber klar ist auch: Gewichtheben ist in keiner Weise einfach …
Die Zuschauer dürfen auf jeden Fall gespannt sein, wer es am schnellsten schafft, zehn Sandsäcke auf einen oberhalb der eigenen Körpergröße befestigten Balken zu heben und danach zur Zielfahne zu spurten.
©TVNOW/Markus Hertrich | Auf dem Weg zur Zielfahne: Ist Michael Steiner schnell genug oder scheidet er aus?
Am Ende doch noch ein kleiner Hinweis auf den Ausgang des Spiels: Niemals darf man kleine Frauen unterschätzen!
von Nicole Finkenauer
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
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thomas55 postete ein Update vor 4 Tagen, 1 Stunde
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Tagen, 19 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 5 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße