- Leben mit Diabetes
Gut vorbereitet mit Diabetes auf längere Reisen gehen
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Ungewohntes Klima und Essen, andere Versorgungsstrukturen, fremde Sprache, lange Flugreisen – speziell Fernreisen sollten von Menschen mit Diabetes gut geplant sein. Die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe gibt hierzu hilfreiche Tipps.
Mehrmals täglich Blutzucker messen, Insulin spritzen, Medikamente einnehmen: Reisen mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes mellitus stellt Betroffene vor organisatorische Herausforderungen. Denn „Urlaub vom Diabetes“ gibt es nicht – die Therapie muss weiterlaufen, auch beim Backpacking, während einer Kreuzfahrt, einer Sprachreise oder einem anderen längeren Auslandsaufenthalt.
Bei sorgfältiger Planung unter Einbezug von Faktoren wie Klimawechsel, anderen Gesundheitssystemen im Ausland und möglichen Notfällen wie Unterzuckerungen steht jedoch auch einer längeren Reise nichts im Weg. Dazu gibt die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe Tipps.
Bei guter Stoffwechseleinstellung steht der Fernreise nichts im Weg
„Der Planungsaufwand einer längeren Reise ist bei einer chronischen Erkrankung wie Diabetes mellitus zwar höher als zum Beispiel bei einem vierzehntägigen Urlaub, aber für Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 grundsätzlich nicht ausgeschlossen, sofern der Stoffwechsel gut eingestellt ist“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim und Chefredakteur des Diabetes-Journals.
Fliegen mit Diabetes: Ein Erfahrungsbericht von Bastian Niemeier
Bastian Niemeier, Autor der Diabetes-Online-Community Blood Sugar Lounge und Video-Podcaster, hat in einem informativen Video anschaulich zusammengefasst, worauf Menschen mit Diabetes bei Flugreisen achten sollten:
Bei der Planung einer längeren Reise in die Ferne gibt es für Menschen mit Diabetes im Vorfeld eine Reihe organisatorischer Fragen zu klären: Was für eine Reiseart ist die richtige, wohin soll die Reise gehen und wie lang soll sie beziehungsweise ein Auslandsaufenthalt dauern? Wie groß muss der Vorrat an allem sein, was rund um die Diabetestherapie benötigt wird und was ist dafür mit dem Diabetologen und mit der Krankenkasse vorab zu besprechen?
„Wir raten, die Reiseart an die körperliche Leistungsfähigkeit und entsprechende Vorerfahrungen anzupassen“, so Prof. Haak. Eine mehrwöchige Backpackertour auf einem Fernwanderweg etwa stelle höhere Anforderungen an die körperliche Verfassung als zum Beispiel eine Sprach- und Kulturreise ohne oder mit nur wenigen wechselnden Unterkünften und Gepäcktransporten.
Die Auswirkungen der klimatischen Bedingungen im Blick haben
Ebenso können klimatische Bedingungen den Stoffwechsel und die Diabetestherapie stark beeinflussen: So kann sich beispielsweise während einer Kreuzfahrt mit Aufenthalten in tropischen Ländern die Glukosetoleranz verschlechtern. Nach dem Essen kann es daher zu einem stärkeren Blutzuckeranstieg als gewohnt kommen.
In extremer Kälte oder Höhe hingegen entgleist der Stoffwechsel leichter als zu Hause. Zudem verursachen Flug, Zeitverschiebung und eine neue Umgebung bei vielen Menschen Stress, der den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen kann.
„Reisende mit Diabetes müssen sich dieser Veränderungen bewusst sein“, betont Professor Haak. Dann können sie ihren Stoffwechsel anpassen, indem sie beispielsweise mehr Kohlenhydrate zu sich nehmen oder die Insulin- oder Tablettenmenge erhöhen. „Während einer Fernwanderung oder bei intensiven Sportarten wie Bergsteigen kann sich die übliche Insulindosis deutlich verringern“, so der Diabetologe.
Um extreme Blutzuckerschwankungen zu vermeiden, empfiehlt er, die Blutzuckerwerte auf der Reise häufiger zu überprüfen als zu Hause. Idealerweise sollten Menschen mit Diabetes und einer intensivierten Insulintherapie bei instabilem Blutzucker einen Sensor tragen. Dieser misst den Gewebezucker kontinuierlich und ermöglicht eine sichere Überwachung des Stoffwechsels.
Therapievorrat im Reisegepäck: Darauf sollten Sie achten!
Stehen Reiseart, Zielland und Aufenthaltsdauer fest, gilt es logistische Herausforderungen zu lösen: Wie bringe ich den Therapievorrat im Reisegepäck unter? Was muss ich beim Transport von Diabetesmedikamenten bei der Anreise, aber auch bei der Lagerung vor Ort beachten? Bekomme ich in einer Notfallsituation im Ausland die gleiche Behandlung wie in Deutschland?
„Menschen mit Diabetes nehmen idealerweise die zwei- bis dreifache Menge des voraussichtlichen Therapiebedarfs mit“, rät Prof. Haak. Damit die Medikamente sicher am Reiseziel ankommen, sollten Menschen mit Diabetes diese in einer Kühltasche transportieren und auch in der Unterkunft auf die Lagertemperatur achten.
Auf die Verwendung von Kühlpads sollte aufgrund der Sicherheitsbestimmungen bei Reisen mit dem Flugzeug verzichtet werden. Bei Flugreisen muss zudem eine Bescheinigung zum Mitführen von Insulin und Co. ins Handgepäck. Für den Notfall empfiehlt es sich, stets einen internationalen Diabetes-Pass oder ein Dokument in der Landessprache des Urlaubslandes bei sich zu tragen, das über die bestehende Diabetes-Erkrankung Auskunft gibt.
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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kleisen postete ein Update vor 3 Stunden, 19 Minuten
Ich kündige das Abo mit Ihnen zum nächstmöglichen Zetpunkt. Danke . Bitte bestätigen. Klaus Eisenschmidt, Bloherfelder str. 212D, 26129 Oldenburg
kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen
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Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück