Kolumne „Fernweh“: Planänderung – wie unsere Madagaskar-Reise einem Putsch zum Opfer fiel

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Kolumne „Fernweh“: Planänderung – wie unsere Madagaskar-Reise einem Putsch zum Opfer fiel | Foto: honeyflavour – stock.adobe.com
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Kolumne „Fernweh“: Planänderung – wie unsere Madagaskar-Reise einem Putsch zum Opfer fiel

Erst Vorfreude auf Madagaskar, dann aber eine abrupte Planänderung: Unsere „Fernweh“-Kolumnistin Susanne und eine Freundin mussten ihre lang vorbereitete Reise auf den afrikanischen Inselstaat wegen Unruhen absagen – auch aus Sorge um die medizinische Versorgung. Zurück bleibt Enttäuschung und der Blick auf die fragile Lage im Land.

Eigentlich hätte ich in diesem Monat gern von Lemuren, Chamäleons und Baobab-Bäumen berichtet. Denn eigentlich wäre ich im Herbst einen knappen Monat lang in Madagaskar gewesen, wo eine Freundin und ich seit ein paar Jahren ein Kinderheim und eine Schule unterstützen. Wir hatten uns bereits auf die Kultur, auf die besondere Flora und Fauna in Madagaskar gefreut. Endlich hätte ich auch mein Patenkind und die vielen anderen Kinder kennengelernt!

Doch es kam anders. Zwei Wochen vor unserem seit Langem geplanten Abflug gab es Unruhen in Madagaskar, Demonstrationen gegen die mangelnde Strom- und Wasserversorgung – 75 Prozent der Bevölkerung leben dort unterhalb der Armutsgrenze. Es gab Polizei-Einsätze, Tote, dann einen flüchtenden Präsidenten und schließlich einen Militärputsch. Das Auswärtige Amt riet von Reisen ins Land ab. All das passierte, ohne dass man es hierzulande großartig mitbekam …

Die Lage schien dann wieder ruhiger zu werden, aber es blieb ungewiss, ob es erneut zu gewalttätigen Aktionen, Plünderungen oder anderen Entwicklungen kommen würde. Fliegen oder nicht fliegen? Täglich suchten wir bis kurz vor dem geplanten Abflug online nach Updates, beobachteten die Situation aus der Ferne, sprachen und schrieben mit Leuten vor Ort.

Auch der Diabetes war Grund, die Reise abzusagen

Und letztlich entschieden wir uns: nicht fliegen. Mein Diabetes hat dabei eine nicht unwesentliche Rolle für mich gespielt: Einige internationale Fluglinien hatten ihren Flugverkehr zeitweise eingestellt – was wäre, wenn wir wesentlich länger im Land bleiben müssten als geplant? Irgendwann wären auch meine Ersatz-Vorräte an Diabetes-Zubehör aufgebraucht und es wäre dort vermutlich schwierig, Nachschub zu erhalten. Mein Motto lautet „Wo ein Wille, da ein Weg“ – aber nicht um jeden Preis.

Kurz nach unserer Entscheidung nahm das Auswärtige Amt den Rat, von Reisen nach Madagaskar abzusehen, übrigens wieder offline. Natürlich waren wir traurig, dass es nicht geklappt hat. Aber die Situation machte ein weiteres Mal demütig und deutlich, in was für einer komfortablen Lage wir hierzulande leben dürfen. Strom, Wasser, das tägliche Überleben, Zugang zu Medikamenten – wer macht sich darüber ernsthaft Gedanken?

Autorin Susanne Löw und ihre Kolumne Fernweh

Susanne Löw ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Die gebürtige Bayerin hat seit dem Jahr 2002 Typ-1-Diabetes und ist seitdem erst recht gern unterwegs. Über ihre weltweiten Erfahrungen mit „Zucker im Gepäck“ berichtet sie im Diabetes-Anker-Podcast.

In der Kolumne Fernweh schreibt sie in jeder Diabetes-Anker-Ausgabe über ihre Reise-Leidenschaft uns alles, was dazugehört.

Wir drücken den Madagassen die Daumen, dass die neuen politischen Verantwortlichen die richtigen Weichen stellen – auf dass das Land seine Herausforderungen langfristig bewältigt! Und für uns gilt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.


von Susanne Löw

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Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (1/2) Seite 82

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  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Woche, 4 Tagen

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/