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Kolumne „Fernweh“: Planänderung – wie unsere Madagaskar-Reise einem Putsch zum Opfer fiel
2 Minuten

Erst Vorfreude auf Madagaskar, dann aber eine abrupte Planänderung: Unsere „Fernweh“-Kolumnistin Susanne und eine Freundin mussten ihre lang vorbereitete Reise auf den afrikanischen Inselstaat wegen Unruhen absagen – auch aus Sorge um die medizinische Versorgung. Zurück bleibt Enttäuschung und der Blick auf die fragile Lage im Land.
Eigentlich hätte ich in diesem Monat gern von Lemuren, Chamäleons und Baobab-Bäumen berichtet. Denn eigentlich wäre ich im Herbst einen knappen Monat lang in Madagaskar gewesen, wo eine Freundin und ich seit ein paar Jahren ein Kinderheim und eine Schule unterstützen. Wir hatten uns bereits auf die Kultur, auf die besondere Flora und Fauna in Madagaskar gefreut. Endlich hätte ich auch mein Patenkind und die vielen anderen Kinder kennengelernt!
Doch es kam anders. Zwei Wochen vor unserem seit Langem geplanten Abflug gab es Unruhen in Madagaskar, Demonstrationen gegen die mangelnde Strom- und Wasserversorgung – 75 Prozent der Bevölkerung leben dort unterhalb der Armutsgrenze. Es gab Polizei-Einsätze, Tote, dann einen flüchtenden Präsidenten und schließlich einen Militärputsch. Das Auswärtige Amt riet von Reisen ins Land ab. All das passierte, ohne dass man es hierzulande großartig mitbekam …
Die Lage schien dann wieder ruhiger zu werden, aber es blieb ungewiss, ob es erneut zu gewalttätigen Aktionen, Plünderungen oder anderen Entwicklungen kommen würde. Fliegen oder nicht fliegen? Täglich suchten wir bis kurz vor dem geplanten Abflug online nach Updates, beobachteten die Situation aus der Ferne, sprachen und schrieben mit Leuten vor Ort.
Auch der Diabetes war Grund, die Reise abzusagen
Und letztlich entschieden wir uns: nicht fliegen. Mein Diabetes hat dabei eine nicht unwesentliche Rolle für mich gespielt: Einige internationale Fluglinien hatten ihren Flugverkehr zeitweise eingestellt – was wäre, wenn wir wesentlich länger im Land bleiben müssten als geplant? Irgendwann wären auch meine Ersatz-Vorräte an Diabetes-Zubehör aufgebraucht und es wäre dort vermutlich schwierig, Nachschub zu erhalten. Mein Motto lautet „Wo ein Wille, da ein Weg“ – aber nicht um jeden Preis.
Kurz nach unserer Entscheidung nahm das Auswärtige Amt den Rat, von Reisen nach Madagaskar abzusehen, übrigens wieder offline. Natürlich waren wir traurig, dass es nicht geklappt hat. Aber die Situation machte ein weiteres Mal demütig und deutlich, in was für einer komfortablen Lage wir hierzulande leben dürfen. Strom, Wasser, das tägliche Überleben, Zugang zu Medikamenten – wer macht sich darüber ernsthaft Gedanken?
Autorin Susanne Löw und ihre Kolumne Fernweh
Susanne Löw ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Die gebürtige Bayerin hat seit dem Jahr 2002 Typ-1-Diabetes und ist seitdem erst recht gern unterwegs. Über ihre weltweiten Erfahrungen mit „Zucker im Gepäck“ berichtet sie im Diabetes-Anker-Podcast.
In der Kolumne Fernweh schreibt sie in jeder Diabetes-Anker-Ausgabe über ihre Reise-Leidenschaft uns alles, was dazugehört.

Wir drücken den Madagassen die Daumen, dass die neuen politischen Verantwortlichen die richtigen Weichen stellen – auf dass das Land seine Herausforderungen langfristig bewältigt! Und für uns gilt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
von Susanne Löw
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (1/2) Seite 82
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multi postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Doppel-Diabetes vor 3 Tagen, 23 Stunden
Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.
olivers postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliverzojou96 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂



