Kolumne | Zum guten Schluss: Vom Suchen und Finden des Glücks

2 Minuten

Kolumne | Zum guten Schluss: Vom Suchen und Finden des Glücks

Was ist eigentlich Glück und wie findet man es? Unsere Kolumnistin Alex Adabei ist der Ansicht, dass die Antworten darauf insbesondere im Sozialleben zu finden sind. Denn Helfen macht uns glücklich, beispielsweise das ehrenamtliche Engagement in der Diabetes-Selbsthilfe.

„Viel Glück im neuen Jahr!“ – Es ist noch gar nicht lange her, dass wir uns gegenseitig diesen Wunsch mit auf den Weg gegeben haben. Und auch sonst tun wir es ziemlich oft: Wir wünschen anderen Glück. Und bekommen selbst Glückwünsche.

Zu helfen beschert uns Glücksgefühl

„Ein bisschen Glück braucht man im Leben“, sagt mein Vater immer und meint damit, dass einem manchmal der Zufall zu Hilfe kommen muss. Glück ist aber noch mehr: ein Gefühl von Freude und Zufriedenheit, von dem wir hoffen, dass es uns möglichst lange erfüllt. Den richtigen Partner, die richtige Partnerin finden, ist für viele der Schlüssel zum Glück. Auch von der Gründung einer Familie, von Freund:innen, von Erfolg im Beruf und von Wohlstand erhoffen sich Menschen, dauerhaft das Glück zu finden.

Wie versuchen Sie, glücklich zu werden oder zu bleiben? Wie organisieren Sie sich Ihre Glückshormone? Mir fällt da noch eine wichtige „Glückszutat“ ein: meinen Mitmenschen zu helfen, sie zu unterstützen und vielleicht sogar glücklich zu machen, beschert mir selbst ein Glücksgefühl. Und ich kann ja nicht nur im privaten Umfeld Menschen helfen, sondern mich auch ehrenamtlich engagieren. Ein Beispiel dafür ist die Diabetes-Selbsthilfe mit ihren vielen Möglichkeiten: Es gibt Selbsthilfegruppen, Verbände, aber auch die sozialen Medien mit ihren vielen speziellen Angeboten.

Win-win-Situation: alle profitieren

Ehrenamtliches Engagement kostet Zeit, ist manchmal nervenaufreibend, aber eben auch: beglückend. Wir Menschen sind Gemeinschaftswesen und so konstruiert, dass Helfen uns glücklich macht und wir uns durch unsere Hilfe mit anderen verbunden fühlen – ein Bedürfnis, das tief in uns verankert ist.

Es ist also auch ein bisschen egoistisch, anderen zu helfen. Ist das schlimm? Mindert es den Wert meiner Hilfe, dass ich selbst etwas davon habe? Nein, es ist eine Win-win-Situation: Beide Seiten gewinnen. Sie können sich also ganz ohne schlechtes Gewissen umschauen, wie Sie anderen Menschen mit Diabetes helfen können – werfen Sie doch z. B. einmal einen Blick in die Verbandsseiten im Diabetes-Journal, die einen guten Einblick in die Diabetes-Selbsthilfe bieten. Und mit etwas Glück finden Sie schnell genau die Aufgabe, die zu Ihnen passt und mit der Sie andere und sich selbst glücklich machen können.

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

von Alex Adabei

Alex Adabei war ein fiktiver Charakter im Rahmen der Kolumne „Zum guten Schluss“, die von 2013 bis 2024 im Diabetes-Journal erschienen ist. Hinter der Rolle als Frau mit vielen Bekannten und Verwandten mit Typ-2-Diabetes, die von ihren Typ-F-Erfahrungen berichtete, steckte ein echter Mensch, mit ähnlichem Hintergrund.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (2) Seite 82

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Diabetes und Gürtelrose: Das Risiko im Blick behalten – mit Video und Podcast
Wer Diabetes hat, trägt ein deutlich erhöhtes Risiko, an Gürtelrose zu erkranken. Der Diabetologe Dr. Dietrich Tews erklärt im Video- und Podcast-Interview, welche Rolle das Immunsystem dabei spielt, welche Komplikationen auftreten können und warum Vorsorge und stabile Blutzuckerwerte das Risiko senken.
Dr. med. Katrin Kraatz (links) und Dr. med. Dietrich Tews stehen lächelnd vor einer grünen Hecke.

3 Minuten

Anzeige
Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick
In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes: Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome und Vorbeugung dieser oft unterschätzten Nervenerkrankung, die Menschen mit Diabetes besonders häufig trifft.
Dr. med. Dietrich Tews mit verschränkten Armen vor hellblauem Hintergrund, oben rechts das Logo des Diabetes-Anker-Podcasts.

2 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 5 Tagen, 23 Stunden

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 6 Tagen

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.