Süße Frau geheiratet

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Süße Frau geheiratet

Hardy Vogts Braut war so süß, dass er ­Diabetes bekommen hat – das ist seine eigene scherzhafte Erklärung. Der Schweizer aus dem Kanton Bern erzählt von den Anfängen seines Diabetes, der ihn nun schon über 40 Jahre begleitet.

„Weil ich am 29. Mai 1976 meine süße Braut Béatrice heiratete, bekam ich Diabetes.“ Das erzähle ich allen, wenn sie mich fragen, warum ich diesen Lebensbegleiter Diabetes mit auf den Weg bekommen habe. Der wahre Grund für meinen Diabetes könnte eine Vererbung durch meine Mutter sein, die selbst ­Diabetikerin gewesen ist. Nach der Hochzeit verbrachten wir am Titisee ein paar schöne und erholsame Ferientage. Vor lauter Durst trank ich tagsüber Bier. Und in der Nacht hing ich am Wasserhahn im Badezimmer und trank literweise Wasser.

Wieder zu Hause erzählte ich meiner Mutter davon. Sie bat mich, in der Apotheke einen Zuckertest durchführen zu lassen. Oha, das Resultat versprach nichts Gutes: ein hoher Zuckerwert, der schon fast nicht mehr messbar war. Ein Besuch beim Arzt war die Folge. Mir wurde mitgeteilt, dass ein drei- bis viertägiger Spitalaufenthalt nötig sei, um meinen Typ-1-Diabetes einzustellen. Schließlich war ich 30 Tage im Spital. Ich war ein überaus schwieriger Fall. Eine Therapie mit Tabletten blieb erfolglos. So war ein Versuch mit Insulinspritzen angesagt – und das war natürlich die Lösung.

Doch jetzt tauchte ein anderes Problem auf: Was war mit Kinderkriegen? Damals waren sich die Ärzte uneins. Einer sagte, „Keine Kinder!“, ein anderer: „Das ist kein Problem.“ Wir vertrauten dem Letzteren und haben heute zwei gesunde, erwachsene Söhne. Nach über 40 Jahren als Diabetiker schaue ich auf eine Zeit mit vielen Therapiemethoden zurück. Zuerst habe ich große Spritzen genutzt, dann einen Pen und heute bin ich glücklicher Insulinpumpenträger. Der Diabetes begleitet mich Tag und Nacht – und wurde mit der Zeit so etwas wie ein Freund …


von Hardy Vogt
Kontakt via Redaktion: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (9) Seite 37

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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