- Leben mit Diabetes
Laubers Kolumne: „TDM Traditionelle Deutsche Medizin“
4 Minuten
Heilpflanzen, Heilpflanzengärten und Heilkundige wie Hildegard von Bingen, Sebastian Kneipp bilden die Basis unserer Traditionsmedizin. Im Herbst erscheint das überarbeitete Buch „TDM Traditionelle Deutsche Medizin“ – ein Wegweiser zu einer wirksamen Naturheilkunde.
„Was halten Sie von TCM, der „Traditionellen Chinesischen Medizin“? werde ich immer wieder gefragt. Meine klare Antwort: „Viel, aber vor allem für China“. Denn jede Traditionsmedizin, sei es TCM, sei es Ayurveda, sei es die faszinierende indianische Heilkunst, beruht auf drei Säulen: Den Menschen, den Pflanzen, dem Klima. Wie das zusammenhängt, illustriert die Arbeitsweise von Hippokrates, dem größten Arzt der Antike: Bevor er in ein Dorf wanderte, schaute er, woher die Winde wehen, achtete auf die wilden Heilpflanzen – und schon wusste er, welche wichtigen Leiden die Menschen haben werden, und wie er heilen konnte.
Auch bei uns gab es bis vor rund 100 Jahren noch ein breites Naturwissen, das die Basis der Medizin war, denn Ärzte im heutigen Sinn konnten sich die wenigsten Menschen leisten. Es waren vor allem heilkundige Frauen, die über Generationen tradierte Erfahrungen anwandten. Eine der ersten, die dieses Wissen systematisch aufschrieb, war Hildegard von Bingen, die damit schon um 1100 die Grundlagen der Klostermedizin schuf, die bis heute einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge leistet, denn die meisten modernen Medikamente haben einen pflanzlichen Ursprung, etwa der Entzündungshemmer Aspirin, der ursprünglich aus der Weiderinde gewonnen wurde.
Von Hildegard von Bingen über Paracelsus bis Samuel Hahnemann
Hildegard von Bingen war die erste große Heilkundige, von der wir bis heute wissen. Denn von den keltischen Druiden mit ihrem großen medizinischen Erfahrungsschatz haben wir leider keine schriftlichen Aufzeichnungen. Aber wir haben Kenntnis vom „Capitulare de Villis“, der schriftlichen Anweisung von Karl dem Großen, welche heilenden Pflanzen überall in seinem Reich gepflanzt werden mussten. Wir haben Zugang zum immer noch nicht ganz entschlüsselten Kosmos von Paracelsus, dem ehemaligen Basler Stadtarzt, der uns mit der Signaturenlehre einen Weg zum heilenden Potential der Pflanzen zeigt. Wir können staunend das „Kreütterbuch“ von Hieronymus Bock betrachten, das Standardwerk der Heilpflanzen und das erste deutsche Ernährungsbuch. Begeisternd sind bis heute die Werke von Sebastian Kneipp, die sich wie eine aktuelle Anleitung zur Prävention lesen. Nicht zu vergessen Samuel Hahnemann, dessen epochaler Ansatz der Homöopathie weiter Stoff für kontroverse Debatten liefert.
Vom Strabo-Garten bis zum Apothekergarten in Seligenstadt
Es ist eine faszinierende Bandbreite an volksmedizinischen Ansätzen, die es im deutschen Sprachraum gibt – die aber einen starken Kristallisationspunkt haben: Die heilende Kraft der Pflanzen. Eine Fülle von Gärten gibt es für diese Heilpflanzen im deutschen Sprachraum – angefangen vom „Strabo-Garten“, dem Urgarten der Klostermedizin, auf der Insel Reichenau. Dann den „Hildgegard-Garten“ in Bingen am Rhein, dem „Karlsgarten“ nach Karl dem Großen in Aachen, dem einzigartigen „Syringa“-Garten mit Pflanzen der Aromamedizin bei Singen, dem großartigen „Weleda“-Garten in Schwäbisch-Gmünd, bis hin zum prächtigen Apothekergarten in Seligenstadt am Main.
Über 50 Heilpflanzengärten und 30 selbst nutzbare Heilpflanzen, vom „Wund-Pflaster“ Arnika bis zum „Depressions-Verscheucher“ Wermut habe ich vor fünf Jahren in dem Buch „TDM Traditionelle Deutsche Medizin“ zusammengefasst. Dazu umfangreiche Porträts der großen Heilkundigen und ihren Wirkungen für die Medizin bis heute, einschließlich Gesprächen mit Experten, wie dem Verfasser des Handbuchs der Klostermedizin, und der viel wissenden Heilpflanzenexpertin Ursel Bühring, mit der ich das Kapitel der Heilpflanzen erarbeitet habe.
„TDM ist das Basisbuch der Phytomedizin“
Ein veritabler Erfolg ist das Buch geworden, einige tausend Bücher wurden verkauft. Nur, der ganz große Renner war „TDM“ nicht, zu vielschichtig, zu neu ist das Buch wohl für viele. Aber die Experten haben sofort begriffen, welches gewaltige Potential ich da zusammengetragen habe. Denn als ich vor einigen Jahren auf einem Kongress für Phyto (also Pflanzen)-Medizin im österreichischen Linz das Buch vorstellte, meinten die Teilnehmer anerkennend: „Wir arbeiten seit Jahren an dem Thema – und Sie schreiben das Grundlagenbuch für unsere Arbeit“. Das ist mir Ansporn genug, nun im Herbst einen neuen Anlauf mit TDM zu wagen. Zusammen mit dem Kirchheim-Verlag überarbeite und aktualisiere ich das Buch – und wir werden es herausbringen unter dem Titel „TDM Traditionelle Deutsche Medizin – Wurzeln unserer Heilkunde“.
Heilpflanzen wirken präventiv und sanft, sind preiswert
Drei wesentliche Gründe sprechen gerade jetzt für eine Neuauflage von TDM, das eine ideale naturheilkundliche Ergänzung zur etablierten Schulmedizin ist:
- Heilpflanzen, Wildkräuter, heimische Heilpilze, aber auch alte Obst- und Gemüsesorten bilden in ihrer Vielfalt die Grundlage für einen präventiven Lebensstil, der viele Krankheiten gar nicht erst entstehen lässt.
- Heilpflanzen wirken sanfter, haben meistens weniger Nebenwirkungen.
- Traditionelle Heilpflanzen sind preiswert – helfen so, die explodierenden Gesundheitskosten einzudämmen.
Bauerngärten, „verschwundene“ Medikamente und Heilpilze
Um an das Thema heranzuführen, werde ich in den nächsten Monaten meine Kolumne um TDM kreisen lassen. Geplant sind Geschichten über den Zentralen Schulgarten in Düsseldorf, der vorbildlich zeigt, wie junge Leute lustvoll an das Thema Ernährung herangeführt werden können – eine gute Alternative zur dick machenden Fast-Food-Küche. Dann will ich Bauerngärten vorstellen, die jahrhundertelang eine Grundlage einer vielfältigen Ernährung waren – und heute ein Reservoir an alten Sorten darstellen, die für eine genetische Pflanzenvielfalt unerlässlich sind. Ein wichtiges Feld sind „verschwundene“ Medikamente, also bewährte Präparate, die unter dem Druck neuer Pharmabestimmungen vom Markt verdrängt wurden. Auch will ich mich noch einmal intensiv den heimischen Heilpilzen widmen, von denen die wenigsten wissen, dass auch wir über einen solchen Medikamentenschatz verfügen.
Zeit für einen Paukenschlag!
All das wird in die Neuauflage von TDM einfließen. Ein Buch, das hoffentlich wie ein Paukenschlag zeigt: „Ja, auch wir haben eine TDM Traditionelle Deutsche Medizin“!
von Hans Lauber
- E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
- Internet: www.lauber-methode.de
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
