Laubers Kolumne: Wie uns Pflanzen Toleranz lehren

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Laubers Kolumne: Wie uns Pflanzen Toleranz lehren

Faszinierende Analogien zwischen Pflanzen und Menschen beschreibt die Freiburger Phytotherapeutin Ursel Bühring.

„So wie Menschen unterschiedlich sind, so sind es auch Pflanzen. Mit einem Unterschied: Wir versuchen nicht, Pflanzen ‘umzuerziehen’, sondern akzeptieren ihre Andersartigkeit und versuchen, ihre Bedürfnisse zu erkennen. Nicht alle Pflanzen können eine Rose sein – und auch die Rosen haben ihre Dornen. Den Pflanzen gestehen wir zu, dass eine genau so richtig ist, wie sie ist und wo sie steht – warum nicht auch den Menschen?

Manche Menschen sind wie Efeu. Sie brauchen einfach jemanden, an dem sie sich hochhangeln können, um groß zu werden und zum Blühen zu kommen – alleine schaffen sie das nicht. Andere sind von Natur aus eher wie Gänseblümchen, kindlich offen und strahlend, und kommen immer wieder hoch – welch kostbare Kraft! Wieder andere schwanken wie Gräser im Wind. Vielleicht täte es solchen Menschen gut, wenn sie sich dessen gewahr wären, wie fest und gleichzeitig wie flexibel sie sind. Manch andere stehen da wie eine knorrige Eiche, trotz überdauerter Stürme ungebeugt und durch nichts im Leben verbogen, im Gegenteil: Sie können mit ihrem starken Stamm anderen Menschen Rückhalt geben!

Vielfalt ist ein Geschenk

So ist ein jeder richtig an seinem Platz. Es braucht alle, es braucht ja gerade die Vielfalt! Wenn wir um dieses Geschenk der Vielfalt wissen, können wir die anderen so lassen, wie sie sind. Man muss ja nicht mit jeder und jedem ‘können’, es gibt auch bei den Pflanzen ‘Interessengemeinschaften’ und ‘Freundschaften’. Die einen brauchen einen satten Boden, in dem andere verkümmern würden und Hungerkünstler geradezu ertrinken!

Wir kennen es vom Garten: Wenn man Thymian in vermeintlich gute, nahrhafte, fette Erde setzt, in der zuvor Tomate und Brennessel prächtig gediehen, dann geht er ein. Thymian liebt die Sonne und den kalkhaltigen Magerrasen, nur so entfaltet er sein heilkräftiges Aroma. Genauso wie manche Menschen es üppig brauchen, um glücklich zu sein und sich entfalten zu können, sind andere mit dem kleinen Glück in sich und um sich herum vollkommen zufrieden.“

Die Pflanze gleicht den eigensinnigen Menschen, von denen man alles erhalten kann, wenn man sie nach ihrer Art behandelt.

Johann Wolfgang von Goethe

© Ursel Bühring
Weiß alles über Heilpflanzen: Ursel Bühring

Ursel Bühring gründete in Freiburg die erste deutsche Heilpflanzenschule – Keimzelle von inzwischen über 80 Schulen, wo gezeigt wird, wie sich die heilenden Pflanzen in ihrer ganzen Breite anwenden lassen. Längst hat sie ihre Schule verkauft, um sich auf die Pflanzenforschung, ihre Vorträge – und ihre Bücher zu konzentrieren. Einen ganzen Kosmos hat sie geschaffen aus rund 30 Büchern über Heilpflanzen, Kuren, Therapien und Kochen mit Kräutern, darunter das Standardwerk „Alles über Heilpflanzen“. Das oben stehende Zitat habe ich ihrem Buch „Meine Heilpflanzenschule“ entnommen, wo sie mitreißend beschreibt, welche Schwierigkeiten beim Aufbau der Schule zu meistern waren – und wie sie durch diesen Prozess zur selbständigen Persönlichkeit gereift ist, die andere Menschen für die Kraft der Natur begeistern kann.

TDM Traditionelle Deutsche Medizin heißt mein Buch, wo Ursel Bühring dafür gesorgt hat, dass die darin vorgestellten 30 Heilpflanzen von Arnika bis Wermut auch sicher selbst angewendet werden können.

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Gibt anderen Menschen Rückhalt: Eiche

von Hans Lauber

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      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?