- Leben mit Diabetes
Zeichen setzen zum Weltdiabetestag
3 Minuten
Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) zieht Bilanz zu den bisherigen Veranstaltungen der Aktionswoche zum diesjährigen Weltdiabetestag und gibt einen Ausblick auf die noch ausstehenden Termine.
Anlässlich des Weltdiabetestags am 14. November werden weltweit markante Gebäude blau angeleuchtet. In Deutschland erstrahlen das Brandenburger Tor, die Münchner Allianz Arena sowie der Fernsehturm und die Tonhalle in Düsseldorf in blau. Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) unterstützt die Kampagne der International Diabetes Federation (IDF), um das Bewusstsein für Diabetes zu stärken. Veranstaltungen unter Beteiligung des DZD informieren die Fachwelt und die Bevölkerung rund um das Thema Diabetes.
Herbsttagung der Diabetes-Experten stellte Start dar
Start war die Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) vom 6. bis 7. November 2015, bei der DZD-Wissenschaftler Vorträge zur aktuellen Diabetesforschung, Risikofaktoren, Präventionsmaßnahmen, Therapiemöglichkeiten und Folgeerkrankungen des Diabetes hielten.
Diskutiert wurde u.a. ob Diabetes mellitus möglicherweise ein Risikofaktor für das Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) ist sowie die Bedeutung der nichtalkoholischen Fettleber für die Diabetesentwicklung. „Diabetes wird inzwischen als komplexe Erkrankung verstanden, bei der verschiedene Organe des Körpers beteiligt sind und die aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden muss“, erläutert Prof. Martin Hrabě de Angelis, Sprecher und Mitglied des DZD-Vorstands sowie Direktor des Instituts für Experimentelle Genetik am Helmholtz Zentrum München.
Praxisnahe Informationen bei zentraler Publikumsveranstaltung
Am 8. November fand die zentrale Publikumsveranstaltung zum Weltdiabetestag „Diabetes gemeinsam managen“ im Congress Center Düsseldorf statt. Prof. Michael Roden, Mitglied des DZD-Vorstands und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in Düsseldorf, betonte in der Eröffnungsrede: „Um der Diabetesepidemie Einhalt zu gebieten, sind interdisziplinäre Zusammenarbeit und personalisierte Strategien zur Prävention und Therapie wichtig.“
Zahlreiche DZD-Experten präsentierten in den Patientenvorträgen aktuelle Ergebnisse aus der Diabetesforschung und vermittelten praxisrelevante Informationen. Zur Prävention des Diabetes stellte Prof. Karsten Müssig vom DDZ das Projekt „SMS – Sei schlau, mach mit, sei fit“ vor, das kürzlich von der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) mit dem Präventionspreis für Kinder und Jugendliche ausgezeichnet wurde. Die teilnehmenden Schüler erhalten Unterrichtsstunden zur Ernährung und kindgerechte Bewegungsprogramme mit spannenden Exkursionen.
Viele Themen und praktische Tipps für Diabetes-Patienten
Für die Früherkennung des Typ-1-Diabetes steht in Bayern bereits eine Untersuchung zur Verfügung: Dr. Katharina Warncke vom Helmholtz Zentrum München erläuterte, wie im Rahmen der Fr1da-Studie Autoantikörper als Vorboten des Typ-1-Diabetes gemessen werden.
Praktische Tipps für Patienten, die schon an Typ-1-Diabetes erkrankt sind, gab PD Dr. Thomas Meissner vom Universitätsklinikum Düsseldorf. Mit intelligenten Insulinen lassen sich sowohl der Typ-1- als auch der fortgeschrittene Typ-2-Diabetes inzwischen gut behandeln, wie Dr. Julia Szendrödi vom DDZ ausführte. Prof. Michael Roden ging auf die Rolle von Adipositas und Fettleber bei der Entstehung von Typ-2-Diabetes ein und PD Dr. Michael Hummel vom Helmholtz Zentrum München erläuterte, dass auch Schwangerschaftsdiabetes das Risiko erhöht, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.
Experten „zum Anfassen“ und interaktives Kennenlernen
Ein besonderes Highlight für die Besucher war, die Experten anschließend am DZD-Stand für Gespräche zu treffen. Dort konnten sie zudem ihr persönliches Diabetesrisiko mit dem Deutscher Diabetes-Risiko-Test ermitteln und die Forschung im DZD interaktiv kennenlernen. Vor Ort mit vertreten waren als DZD-Partner das Helmholtz Zentrum München und das Deutsche Diabetes-Zentrum in Düsseldorf. Sie stellten die Diabetes-Informationsdienste und das Regionale Innovationsnetzwerk Diabetes (RIN Diabetes) vor.
Weitere Aktionen in der Diabeteswoche
Die Veranstaltung wurde von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe gemeinsam mit der Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums durchgeführt.
Der Patiententag bildete zugleich den Auftakt für die Düsseldorfer Diabeteswoche: Vom 8. bis 14. November werden Aktionen rund um das Thema Diabetes angeboten. So fand im DDZ am 10. November eine Veranstaltung zum Thema „Diabetes und Depression“ statt. Mit dem Vortrag von Prof. Karsten Müssig und der Kurzgeschichten-Lesung von Sven-André Dreyer wurden dabei wissenschaftliche Erkenntnis und Kurzprosa anschaulich verbunden.
Quelle: Pressemeldung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung
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moira postete ein Update vor 17 Stunden, 4 Minuten
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 4 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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