Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #27 | Füße, Schwitzen & Co.

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Füße, Schweiß & Co. – – Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt
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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #27 | Füße, Schwitzen & Co.

Schwitzen, Hitzeregulation und Fußpflege: Der Sommer fordert Menschen mit Diabetes besonders heraus. Caro erklärt, warum der Körper bei Diabetes anders auf Hitze reagiert und warum die Fußgesundheit ganzjährig im Blick bleiben sollte.

Wer kennt es nicht: Kaum sprießen die Temperaturen auf über 30° Grad, fängt man an zu schwitzen – und das sogar, ohne sich zu bewegen. Verrückt, oder? Schwitzen gehört im Sommer logischerweise dazu und ist eine natürliche Reaktion des Körpers, um die eigene Temperatur zu regulieren.

Doch bei Menschen mit Diabetes ist das tatsächlich nicht immer selbstverständlich, denn diese Hitze-Regulation kann verzögert auftreten und findet meist auch nicht im gleichen Ausmaß statt, wie bspw. bei gesunden Menschen. Sprich, der Körper steckt die Hitze schlechter weg und fängt an zu überhitzen. Was bedeutet, dass die Möglichkeit, einen Hitzeschlag zu bekommen, steigt.

Foto: Huum – unsplash.com

Grund für eine gestörte Hitze-Regulation kann u. a. eine herabgesetzte Aktivität sympathischer Nervenbahnen sein, die die Schweißdrüsen und Blutgefäße reguliert. Aber auch periphere Nervenschäden oder starkes Übergewicht können Ursachen sein.1

Viele Menschen schwitzen nicht am ganzen Körper, sondern eher punktuell. Tatsächlich ist das aber nicht ganz so schlimm, weil somit der Körper immer noch die Chance hat, über die betroffenen Stellen die Flüssigkeitsabgabe zu regulieren. Leider etwas verlangsamt, aber es funktioniert! Solltest Du allerdings das Gefühl haben, dass Du überhaupt nicht schwitzen kannst, würde ich Dir dringend empfehlen, einen Arzt aufzusuchen, denn es könnte die Möglichkeit bestehen, dass Du an einer Anhidrose leidest.2 Bei einer Anhidrose ist die Bildung von Schweisssekret gestört.

Doch egal, ob Du nun wenig oder gar nicht schwitzen kannst, hier sind 7 Tipps, die Dich durch heiße Sommertage bringen und helfen, Deine Körpertemperatur zu regulieren:

  • Vermeide starke körperliche Anstrengungen bei Wärme, z. B. Joggen in der Mittagshitze.
  • Pflege Deine trockene Haut regelmäßig.
  • Verwende Feuchtigkeitssprays als „Schweißersatz“, denn diese kühlen die Haut.
  • Verwende nasse, kalte Handtücher und wickle diese um Deine Beine und Arme.
  • Nehme kurze, kalte Fußbäder von 5-10 Minuten.
  • Behalte Deine Füße im Blick, denn diese schwellen gerne bei heißen Temperaturen an und somit kann es oftmals zu starken Reizungen kommen, was u. a. Hautverletzungen und -infektionen begünstigt.

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Ich persönlich bin ja absolut kein Fuß-Mensch. Gerade die Sommermonate, wo alle ihre Zehen zur Schau stellen, sind für mich als Zuschauer der blanke Horror. Doch so groß meine Abneigung gegen Füße ist, so sehr sollten unsere Füße eigentlich die volle Aufmerksamkeit bekommen. Wahrscheinlich hast Du schon mal in Kombination mit Diabetes vom „Diabetischen Fuß(syndrom)“ gehört, oder? Falls nein – das ist eine krankhafte Veränderung am Fuß, die zu Wunden sowie Gewebeschäden und im schlimmsten Falle zu Amputation führen kann. Der Ursprung ist meist eine Verletzung, die man vielleicht im ersten Moment – aufgrund von Nervenschäden, verursacht durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte – nicht spürt und die länger braucht, um (wenn überhaupt) von alleine zu verheilen.

Foto: Will Walker – unsplash.com

Wird die Verletzung nicht rechtzeitig erkannt und nimmt größere Ausmaße an, kann das wirklich ernsthafte Folgen mit sich führen. Generell passieren Verletzungen und Risse an den Füßen häufiger, da hier die Haut weniger elastisch und generell trockener ist. Daher wird gerade Menschen mit Diabetes empfohlen, auf bequemes Schuhwerk zu achten, um u. a. Druckstellen zu vermeiden. Eine weitere Empfehlung ist, außerhalb der eigenen vier Wände nicht barfuß zu laufen, um Verletzungen an den Füßen vorzubeugen. Eine intensive (Feuchtigkeits-)Pflege ist und bleibt das Pflichtprogramm für jeden Menschen mit Diabetes.3

Zusammenfassend kann man also sagen: Wertschätzt man seine Füße nur minimal, schenkt ihnen keine besondere Pflege und hat obendrein dauerhaft zu hohe Blutzuckerwerte, welche sich bspw. in Form von Nervenschäden zeigen können, so nimmt die Folgeerkrankung eines Diabetischen Fußsyndroms leider langfristig seinen Lauf. An dieser Stelle erhoffe ich mir nun, dass ich Dir einen AHA-Effekt bescheren konnte, der Dich dazu inspiriert, noch heute Abend Deinen Füßen etwas Gutes zu tun. Vergiss nicht: Sie tragen Dich schließlich Dein ganzes Leben!

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➤ Füße bei Diabetes schützen, Zweitmeinung einholen und Amputation verhindern

Auch wenn der Sommer für Menschen mit Diabetes oftmals eine besondere Herausforderung darstellt, so ist nicht ausschließlich alles ein Verzicht oder eine Einschränkung. Es gibt einfach kleine Dinge, die zu beachten sind. Aber wenn man es tut, kann jeder für sich und auf seine Art und Weise die warme Jahreszeit genießen. Falls Du eher zu den Menschen gehörst, die ähnlich wie ich, auf kühlere Tage warten, so kann ich Dir eins sagen: Auch diese Zeit geht vorbei.

In diesem Sinne – pass gut auf Dich auf und sorge gut für Dich!

Quellen:
1 https://www.diabinfo.de/leben/diabetes-im-alltag/hitze.html
2 https://www.stark-gegen-schwitzen.de/schweiss/formen-krankhaftes-schwitzen/anhidrose/
3 https://www.diabinfo.de/leben/folgeerkrankungen/fuesse.html

Caros Kolumne

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Caros Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

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