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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #37 | Wenn ein Infekt den Weihnachtsblues stört
4 Minuten
Wisst Ihr, was der schlimmste Albtraum für jeden Weihnachtsliebhaber ist? Krank in der Vorweihnachtszeit zu sein. Unsere Liebe gilt nicht Weihnachten, dem Fest an sich. Sondern der Vorweihnachtszeit. Wir wollen laut (und ganz legal) zu Weihnachtslieder mitsingen, uns in kitschigen Weihnachtsfilmen neu verlieben, unser Heim mit Lichterketten sowie Dekoration schmücken und das ein oder andere Plätzchen verdrücken. Zuckerfrei natürlich! 😉 Und wenn dann ein Infekt oder Virus unsere Pläne durchkreuzt, dann kann das schon mal aufs Gemüt schlagen. Denn ich weiß nicht, wie es bei Euch ist, aber hohe Blutzuckerwerte aufgrund eines Plätzchen zu viel, kann ich in Kauf nehmen. Doch aufgrund von Krankheit? Da blutet mein Weihnachtsherz!
Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, wie es zu meinem Infekt kam. Ganz einfach: Ich habe mich über 3 Ecken anstecken lassen. Es gibt immer noch sehr viele Menschen, die sich krank auf die Arbeit schleppen und nicht zu Hause bleiben, um zu genesen. Schon vor einigen Tagen habe ich hierzu ein Post auf Instagram (@sweet.caromell.type2) geschrieben gehabt und die Stimmen waren wirklich in zwei Lager gespalten.

Die Einen unterstützen meine Aussage, dass „Krank, krank ist“ und man da zu Hause bleiben und Fürsorge sowie Verantwortung für sich und andere übernehmen sollte. Aber leider gibt es auch ganz viele Stimmen, die befürworten, weiterhin krank zur Arbeit zu gehen. Aus Angst, dass sie am Ende des Monats weniger Gehalt haben oder gar ihren Job verlieren könnten.
Ja richtig gehört, es gibt immer noch Menschen, die sich schlecht fühlen, wenn es ihnen schlecht geht und Sorge tragen, dass wenn sie zu Hause bleiben, sie am Ende des Monats nicht mehr über die Runden kommen. Das solche Gedanken überhaupt aufkommen, macht mich wirklich traurig.
Wenn es um die Arbeitseinstellung geht, so ist diese wirklich ein Generationsding. Auch meine Eltern versuchten mir seit klein auf beizubringen, dass Arbeit immer an erster Stelle stünde. Kein Infekt, keine Erkältung konnte schwerwiegend genug sein, um zu Hause im Bett zu bleiben und nicht zu arbeiten oder zur Schule zu gehen. Denn was würde schließlich der Chef (oder Lehrer) denken? Als Kind übernahm ich tatsächlich diese Einstellung – bis ich mit beiden Beinen im Berufsleben stand.
Meine ersten Arbeitsjahre waren von SEHR viel Stress und einem riesigen Workload geprägt. Mein Studium lag noch nicht so lange zurück und ich bahnte mir meinen Weg zur Karriereleiter. Das Problem damals war oftmals, dass es zu viel Arbeit, aber zu wenige Kolleg:innen gab. Und wenn man dann krank wurde, arbeitete man irgendwie weiter, denn wer soll die Arbeit übernehmen, wenn keiner da ist? Ich bin zwar erst 30 Jahre jung, doch auch ich bin in den letzten Jahren durch die harte Schule gegangen und habe gelernt, dass einfach jeder austauschbar ist – zumindest in der Arbeitswelt.
Und das eine Frage wie „Wer übernimmt die Arbeit?“ nicht meine Sorge, sondern am Ende die des Vorgesetzten/Arbeitgebers ist. Verlassen wir eines Tages ein Unternehmen, wird sich keiner daran erinnern, wie viele Krankheitstage pro Jahr wir hatten. Nein, man wird sich daran erinnern, welchen Beitrag wir für das Unternehmen geleistet haben. Und der Beitrag eines gesunden sowie zufriedenen Mitarbeiters ist da wesentlich effektiver und zielführender, oder?

Verantwortung gegenüber sich selbst und auch anderen zu übernehmen beginnt, indem man sich einen Schritt zurücknimmt, auch wenn es einem schwer fällt. Ich kenne keinen Menschen auf dieser Welt, der gerne morgens bei seinem Chef anruft und sich krank meldet. Ich glaube, dass macht so gut wie jeder mit eingezogenem Haupt. Aber weißt Du was, auch dafür sollte man sich nicht schämen. Krank zu sein ist menschlich. Und meines Erachtens erkennt man besonders im Umgang mit der Situation, wie reif bzw. wie viel gutes Selbstwertgefühl jemand hat.
Die Pandemie hat es uns gelehrt: Wer krank ist, sollte zu Hause bleiben. Zum Wohle der Anderen! Für mich hat sich daran nichts geändert. Das liegt vielleicht auch daran, dass meine Blutzuckerwerte während eines Infekts immer explodieren und ich generell seit meiner Diabetes Diagnose relativ lange brauche, um wieder 100 Prozent fit zu sein. Aber krank ist halt keiner gerne und der Diabetes-Aspekt kommt bei vielen einfach on top. Und ganz ehrlich: Wer weiß schon, mit was seine Kolleg:innen gesundheitlich zu kämpfen haben oder mit wem sie vielleicht zusammenleben, der einen Infekt nicht so gut wegstecken würde? #chronischeKrankheiten
Daher meine Bitte an Euch: Bitte riskiert nicht Eure und die Gesundheit anderer. Wenn es Euch nicht gut geht, passt gut auf Euch auf und sorgt gut für Euch. Ihr habt schließlich nur einen Körper (alias der Tempel) und dieser braucht, gerade bei einem Infekt, ganz viel Liebe. Und wenn ihr diesem genügend Ruhe und Zeit gibt, so seid ihr definitiv schneller auch wieder im (Weihnachts-)Endgame zurück und könnt diese besinnliche Zeit genießen. Mit Keksen und Glühwein – trotz Diabetes!
Ich wünsche Euch eine gesunde sowie schöne Vorweihnachtszeit!
Caros Kolumne
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!
von Caro
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
