Die versteckte Seite des Diabetes

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Community-Beitrag
Die versteckte Seite des Diabetes

Ich werde heute so weit gehen, zu sagen, dass ich dankbar für den Diabetes bin! Richtig gehört! Warum? Keep reading!

Lieber Diabetes, ich bin dankbar für…

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• das Organisationstalent, das ich durch dich geworden bin. Wenn ich etwas plane, gehe ich jede mögliche Situation durch, um zu jeder Zeit vorbereitet zu sein. Ursprünglich aus dem Antrieb, nicht spontan am Unterzucker zu verenden, aber der Organisationstrieb hat sämtliche Bereiche meines Lebens übernommen und seitdem ist mein Terminplaner mein zweites Hirn.

• den Lebensstil, den ich durch dich führe. Ich ernähre mich bewusst und gesund, weil ich dich damit besser unter Kontrolle habe. Dadurch tu ich nicht nur dir, sondern auch meinen Körper, also letztendlich mir, etwas Gutes.

• meinen Körper. Tatsächlich war es mit Diabetes für mich ein harter Kampf, meinen Körper zu akzeptieren. Viel Zeit hab ich damit verbracht, zu fragen, warum ausgerechnet ich die Krankheit bekommen habe. Zum Glück wurde die Phase durch Neugierde abgelöst. Ich habe angefangen, meinen Körper kennenzulernen. Zu verstehen, warum was geschieht und mit ihm zusammen zu arbeiten. Darüber bin ich besonders glücklich!

• den Ansporn, den ich durch die Krankheit bekommen habe. Es war schon immer mein Anspruch, das Gleiche zu erreichen, wie Menschen ohne Diabetes, bzw. sogar, noch mehr zu erreichen! Du bist meine tägliche Motivation, das Beste aus mir herauszuholen!

• die Menschen, die ich kennenlernen durfte. Es hat zwar 25 Jahre gedauert, aber besser spät als nie durfte ich über Instagram so viele Typ-1-Diabetiker kennenlernen, die die gleichen Situationen wie ich erlebt haben und über die gleichen “Diabetiker-Probleme” mit mir lachen (oder weinen) können.

• die Zielstrebigkeit, die du mir mitgibst. Durch dich stell ich mir nicht die Frage, ob ich etwas schaffe, sondern wie ich an mein Ziel gelange. Du hast mir gezeigt, dass es immer einen Weg gibt, wenn man hartnäckig bleibt und an sich glaubt.

• den Kampfgeist, der mit den Jahren entfacht wurde. Wer sich nicht einschränken lassen will, muss dafür manchmal hart kämpfen. Sei es beim Arzt, der Krankenkasse, oder anderen Veranstaltern, die einem das Leben unnötig schwer machen wollen. Aber aufgeben ist keine Option. Hinfallen, Aufstehen, Weitermachen.

• die Geduld, die zwar immer noch zu wünschen übrig lässt, aber mit jedem Tag doch besser wird. Sei es bei meinen Werten und dem nächsten Rage Bolus, dem ich aus dem Weg gehe oder aber auch bei meinem Körper. Ich habe gelernt, ihm viel mehr Geduld und Zeit zu geben, statt gegen ihn zu arbeiten.

• und letztendlich die Berufung, die ich durch dich gefunden habe. Hätte mir jemand vor 2 Jahren gesagt, dass ich Gesundheitsberater für Diabetiker werde, hätte ich nur gelacht. Offen über meinen Diabetes reden? No Go. Und jetzt sitze ich hier und darf so viele Menschen mit Diabetes dabei begleiten, ihre Ziele zu erreichen und ich könnte mir nichts schöneres vorstellen. Danke dir!

Quelle: Michelle Schmidt

Die Liste ist lang, aber ich denke, ihr habt die Message verstanden. Dankbarkeit ist hier ein wichtiges Wort. Fokus auf das Positive. Und sich selbst nicht zu ernst nehmen, dann ist das Glas auch halb voll.

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Woche

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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