- Aus der Community
Ich schaffe das schon!
3 Minuten
Irgendwann kommt für jeden die Zeit, dass er zu Hause auszieht, sich eine eigene Wohnung sucht, anfängt zu studieren oder zu arbeiten und einfach noch selbstständiger zu werden. Das ist für niemanden einfach und hat man Diabetes, hat man noch ein paar Päckchen mehr mit sich herumzutragen.
Bei mir kam dieser Tag schneller als gedacht. Ich wartete einige Wochen lang auf Briefe oder Mails von verschiedenen Universitäten und Ausbildungsbetrieben, doch es kam nichts und ich hatte schon Angst, am Ende ohne etwas dazustehen. Doch dann kam an einem Freitagnachmittag eine E-Mail aus Berlin – ich hatte einen Studienplatz fürs Lehramtsstudium bekommen. Klar war die Freude riesig, doch kurz nach der Freude kamen Unsicherheit und ein wenig Angst auf.

Schaffe ich das allein mit dem Diabetes? Finde ich neue Freunde, die mich so akzeptieren, wie ich bin?
Versteht mich nicht falsch – es ist nicht so, dass ich mich vorher nicht selbstständig um meinen Diabetes gekümmert habe, aber es hatte immer jemand ein Auge auf mich und konnte mir helfen, wenn etwas nicht so lief, wie es sein sollte. Ich wusste, dass im Notfall meine Eltern zu Hause sind, dass jemand mitbekommt, wenn ich nachts unterzuckere und morgens nicht aufstehe usw. Doch wohnt man allein, ist da in der Regel ja niemand. Auch in einer WG ist es ja so, dass nicht immer jemand da ist oder sowas bemerken würde. Warum genau ich diese Angst hatte, weiß ich allerdings nicht.
Die ganzen neuen Menschen bereiteten mir auch etwas Sorge, denn zu Hause in Hamburg hatte ich viele Freunde, doch die meisten von ihnen kannten mich bereits vor der Erkrankung oder schon, seitdem wir gemeinsam zur Schule gingen. Kinder sind da ja immer etwas offener und haben weniger Vorurteile. Nur sehr wenige meiner Freunde habe ich erst später, als ich schon etwas älter war, kennengelernt. Nicht jeder kann mit der Krankheit umgehen und verstehen, warum man sich manchmal seltsam verhält und anders ist als andere Menschen.
Dank Diabetes lernte ich schnell neue Leute kennen
Ich muss sagen, dass all diese Sorgen anfangs in meinem Kopf rumschwirrten und am Ende aber vollkommen unbegründet waren. Neue Leute lernte ich dank Diabetes viel schneller kennen, als ich es mir jemals gedacht hätte. Es erregt halt schon etwas Aufmerksamkeit bei den Sitznachbarn, wenn man mitten in der Vorlesung seinen Blutzucker misst oder anfängt, sich zu spritzen. In der Pause wird dann drüber geredet, man wird Dinge gefragt und kommt so ins Gespräch. Wenn man dann noch jemanden kennenlernt, dem es genauso geht wie einem selbst, dann fühlt man sich viel weniger allein mit seinen Sorgen und kann sich ein wenig austauschen.
Ich habe gelernt, dass man sich einfach nicht verstecken und lieber offen mit dem Diabetes umgehen sollte. Das mag nicht jedem leichtfallen und auch nicht für jeden das Beste sein, aber es kann sehr helfen und einen einfach entspannter machen. Mich persönlich würde es viel zu sehr stressen, wenn ich fürs Messen und Spritzen extra woanders hingehen würde. Außerdem gehört das alles ja zu mir und meinem Leben. Dafür muss man sich nicht schämen oder verstecken.

Nicht immer läuft alles rund…
Der Diabetes hat natürlich in dieser Anfangszeit nicht immer so mitgespielt, wie ich das gerne gehabt hätte (das tut er heute auch noch nicht), aber ich konnte mich mit ihm arrangieren. Manchmal hat er mir ein paar Schwierigkeiten gemacht, aber es gab für alles eine Lösung. Ich habe Menschen kennengelernt, die verständnisvoll waren, und mit einigen von ihnen bin ich noch heute in Kontakt.
Er hat mir gezeigt, dass ich mehr Vertrauen in mich selbst haben muss und stärker bin, als ich bis dahin dachte.
Lasst euch einfach nicht unterkriegen! Ängste und Sorgen sind in Ordnung, aber lasst euch von ihnen nicht bestimmen. Vertraut euch selbst, denn ihr seid stark und schafft das. Läuft mal etwas nicht ganz nach Plan, dann akzeptiert es und versucht, es einfach beim nächsten Mal besser zu machen.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 3 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße