- Soziales und Recht
„Arbeitszeiten bis 20 Uhr sind mir zu viel“
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Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Diabetes-Journal-Rubrik Rechteck Antworten auf rechtliche und soziale Fragen rund um das Thema Diabetes.
Frage
Ich habe seit 39 Jahren Typ-1-Diabetes, arbeite seit 1998 in einem großen Textilgeschäft in M. Meine Frage ist: Gibt es für Diabetiker von den Arbeitszeiten her einen kleinen Anspruch, dass man nicht immer in einer Woche 3 Tage von 11 bis 20 Uhr arbeiten muss? Ehrlich, mir ist es zu viel!
Ich habe eine 4-Tage-Woche, 2 Tage frei. Großes Problem: (Es sind) auch mal 5 Tage/Woche. Ich komme keinen Tag vor 19 Uhr nach Hause. Was tun? (…) Die Arbeitszeiten bis 20 Uhr sind mir zu viel! Ich hoffe, Sie können mir ein bisschen helfen. Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Barbara F.
Oliver Ebert
Allein aufgrund der Diabetes-Erkrankung gibt es leider keine Sonderrechte. Auch Überstunden dürfen Sie nicht generell verweigern.
Falls Sie einen Schwerbehindertenausweis haben, können Sie allerdings vom Arbeitgeber verlangen, zumindest keine “Mehrarbeit” machen zu müssen. Das bedeutet, dass schwerbehinderte Arbeitnehmer grundsätzlich nicht verpflichtet sind, länger als 8 Stunden pro Tag zu arbeiten.
Wichtig dabei: Sie müssen diese “Befreiung von Mehrarbeit” ausdrücklich vom Arbeitgeber verlangen.
Der Arbeitgeber muss aber dafür Sorge tragen, dass die Arbeitszeit behindertengerecht und mit Rücksicht auf Ihre Diabetes-Erkrankung gestaltet wird, soweit dies für ihn nicht unzumutbar oder mit unverhältnismäßigen Aufwendungen verbunden ist (BAG, 03.12.2002 – 9 AZR 481/01). Ein Schwerbehindertenausweis oder ein festgestellter Grad der Behinderung sollte in Ihrem Fall dafür nicht erforderlich sein, dennein insulinpflichtiger Typ-1-Diabetes gilt als chronische Krankheit und ist eine Behinderung, für die regelmäßig auch ein Grad der Behinderung von mindestens 30 festgestellt wird.
von Oliver Ebert
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de
Internet: www.diabetes-und-recht.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (1) Seite 59
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 22 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 13 Stunden
Ich meinte Liberty





Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?