- Soziales und Recht
Bundesernährungsminister Schmidt gegen Zuckersteuer
2 Minuten

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt (CSU) lehnt die Einführung einer Sonderabgabe für zuckerhaltige Getränke in Deutschland ab, da diese “nicht zielführend” sein.
Vor kurzem kündigte die britische Regierung an, dass in Großbritannien eine Sonderabgabe auf Getränke mit hohem Zuckergehalt eingeführt wird, um den Konsum der als ungesund eingestuften Produkte weniger attraktiv zu machen und um die Hersteller dazu zu bewegen, die Menge an Zucker in Softdrinks zu reduzieren. Daraufhin haben sich viele deutsche Ernährungs-Experten, Mediziner und Politiker dafür ausgesprochen, eine solche Steuer auch hierzulande einzuführen.
Schmdit: “Nicht zielführend”, Industrie spricht von Symbolpolitik
Dem erteilte der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt nun eine Absage. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte ein Sprecher des Ministeriums, dass ein solches Vorhaben nicht zielführend sei und in aller Regel nicht die gewünschte Lenkungswirkung habe wie Erfahrungen in anderen EU-Ländern gezeigt hätten. Darüber hinaus sei damit auch ein hoher Verwaltungs- und Kontrollaufwand verbunden.
Ablehnend äußerte sich auch ein Sprecher der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, der eine Zuckersteuer als “Symbolpolitik” bezeichnete, die weder schlank noch gesund mache.
Ministerium setzt weiter auf Aufklärung und Informationen
Das Ernährungsministerium setze weiterhin auf Aufklärung und Informationen, um die Menschen von einem gesunden Lebensstil zu überzeugen, anstelle sie durch “Strafabgaben oder gesetzliche Verbote zu einem anderen Verhalten zu zwingen”. Ein Element davon könnte beispielsweise ein eigenes Schulfach zum Thema Ernährung sein, für das Schmidt bei den zuständigen Bundesländern wirbt.
Zudem will die Bundesregierung in diesem Jahr auch ein Konzept entwickeln, wie Zucker, Salz und Fette in Fertigprodukten reduziert werden können und stellt dazu zwei Millionen Euro Forschungsförderung bereit. So soll etwa der Zuckeranteil der Produkte in den nächsten von fünf Jahren um mindestens zehn Prozent reduziert werden.
Unionskollege und Diabetes-Experten für eine Zuckersteuer
Dietrich Monstadt von der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatte sich hingegen zuvor deutlich für eine Steuer auf Softdrinks mit sehr hohem Zuckeranteil ausgesprochen. “Zucker ist die Volksdroge unserer Zeit geworden. Anders als Tabak- oder Alkohol- ist der Zuckerkonsum sowohl biologisch notwendig als auch sozial anerkannt. Doch er muss in Maßen erfolgen – gerade bei Kindern”, mahnte der Politiker, der selbst einen Typ-2-Diabetes hat.
Aufgrund der rapiden Zunahme von Adipositas- und Diabeteserkrankungen, die schwere gesundheitliche Folgen haben und gesamtgesellschaftlich enorme Kosten verursachen können, begrüßt Monstadt ausdrücklich eine ‘Strafsteuer’ zulasten von Produzenten besonders zuckerhaltiger Säfte und Limonaden. Auch Krankenkassenvertreter, Medizin- und Ernährungsexperten unterschiedlicher Fachverbände sowie Vertreter anderer Parteien im Bundestag treten für eine solche Maßnahme ein.
von Gregor Hess
Redaktion Diabets-Journal
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße