Das sollten Sie wissen

2 Minuten

Das sollten Sie wissen

Ist jemand, der Diabetes hat, schwerbehindert oder nicht? Darüber gibt es verschiedene Ansichten. Fakt ist, dass Menschen mit Diabetes unter bestimmten Umständen als schwerbehindert gelten und dann auch einen Schwerbehindertenausweis bekommen. Alles, was Sie darüber wissen müssen, lesen Sie hier.

Wer schwerbehindert ist, hat Anspruch auf sogenannte Nachteilsausgleiche – das beinhaltet auch steuerliche Erleichterungen, Zusatzurlaub und einen gewissen Kündigungsschutz. Wer schwerbehindert ist, kann dadurch aber auch Nachteile haben – zum Beispiel bei der Suche nach einem Arbeitsplatz.
Wer als Mensch mit Diabetes die Anerkennung als Schwerbehinderter und damit einen Schwerbehindertenausweis anstrebt, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Wir haben für Sie interessante Links zusammengestellt, damit Sie sich genau über dieses wichtige Thema informieren können.

Der Autor
Autor der Artikel zur Schwerbehinderung ist Rechtsanwalt Oliver Ebert, der sich im Thema Diabetes und Recht exzellent auskennt. Er schreibt regelmäßig für das Diabetes-Journal über alle rechtlichen und sozialen Themen, die im Zusammenhang mit dem Diabetes stehen und ist u. a. Vorsitzender des Ausschusses Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Links zum Thema Schwerbehinderung

Unter welchen Umständen wird eine Schwerbehinderung aufgrund des Diabetes anerkannt? Oliver Ebert schreibt dazu: “Die Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft und der damit verbundene Erhalt eines Schwerbehindertenausweises wird für Menschen mit Diabetes immer schwieriger. Seit einer Änderung der einschlägigen Vorschriften im Jahr 2010 kommt die Schwerbehinderteneigenschaft nur (noch) bei insulinbehandelten Diabetikern in Betracht, die mindestens 4-mal pro Tag spritzen.” Wer einen Schwerbehindertenausweis beantragen möchte, sollte sich also genau auskennen – hier erfahren Sie mehr über die Voraussetzungen und Bedingungen.

In diesem Artikel wendet sich die Mutter eines 20-jährigen Sohnes mit Typ-1-Diabetes an Oliver Ebert, weil der Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis abgelehnt wurde.

Die Ämter sehen es oft als gegeben an, dass Kinder und Jugendliche mit Diabetes durch die Erkrankung sehr belastet sind und stellen einen Schwerbehindertenausweis aus. Ab einem Alter von 16 Jahren ändert sich das aber – lesen Sie hier mehr.

Manchmal erscheint es Inhabern eines Schwerbehindertenausweises auch günstiger, die Schwerbehinderung wieder abzulegen. Aber geht das so einfach? Informationen darüber finden Sie hier.

Ist jemand stärker als bisher beeinträchtigt, kann der bisherige Grad der Behinderung (GdB) neu geprüft werden. Einen Schwerbehindertenausweis erhält man ab einem GdB von 50. Allerdings kann eine erneute Prüfung auch zu einer Herabstufung des GdB führen. Was hier alles zu beachten ist, lesen Sie hier.

Ist ein Mensch, der Diabetes hat, dadurch schwerbehindert – ja oder nein? Dazu hat Jana Einser, eine der “Zum guten Schluss”-Kolumnistinnen aus dem Diabetes-Journal, eine ganz eigene Meinung.


Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Diabetes und Gürtelrose: Das Risiko im Blick behalten – mit Video und Podcast
Wer Diabetes hat, trägt ein deutlich erhöhtes Risiko, an Gürtelrose zu erkranken. Der Diabetologe Dr. Dietrich Tews erklärt im Video- und Podcast-Interview, welche Rolle das Immunsystem dabei spielt, welche Komplikationen auftreten können und warum Vorsorge und stabile Blutzuckerwerte das Risiko senken.
Dr. med. Katrin Kraatz (links) und Dr. med. Dietrich Tews stehen lächelnd vor einer grünen Hecke.

3 Minuten

Anzeige
Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick
In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes: Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome und Vorbeugung dieser oft unterschätzten Nervenerkrankung, die Menschen mit Diabetes besonders häufig trifft.
Dr. med. Dietrich Tews mit verschränkten Armen vor hellblauem Hintergrund, oben rechts das Logo des Diabetes-Anker-Podcasts.

2 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 6 Tagen, 23 Stunden

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.