DDF: „Bewährte Selbsthilfe-Projektförderung beibehalten!“

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© Fotolia – Thomas Reimer
DDF: „Bewährte Selbsthilfe-Projektförderung beibehalten!“

Durch eine Gesetzesänderung soll die Selbsthilfeförderung zukünftig zentralisiert ablaufen. Der Selbsthilfe-Verband Deutsche Diabetes Föderation e.V. (DDF) lehnt dies ab und fordert die Bundesregierung dazu auf, die bisherige, bewährte Methode der Projektförderung beizubehalten.

Im Entwurf des geplanten „Terminservice- und Versorgungsgesetz – TSVG“ der Bundesregierung wurde klammheimlich eine Änderung des § 20 h SGB V (Selbsthilfeförderung) eingefügt. Diese hat absolut nichts mit den beabsichtigten Gesetzesänderungen zur schnelleren Terminvergabe zu tun und versteckt sich in 191 Seiten unübersichtlichen Formulierungen des Gesetzentwurfs.

Nur dank der Hinweise durch die BAG Selbsthilfe und des AOK Bundesverbands wurden wir als Selbsthilfeorganisation auf diese uns völlig unverständliche Absicht des Gesetzgebers aufmerksam.

Verfahren wird „unübersichtlicher, aufwändiger, träge und nivellierter“

Es ist beabsichtigt, die Selbsthilfe-Projektförderung künftig nicht mehr individuell zwischen den Krankenkassen und der Selbsthilfe, sondern zentralisiert in einer krankenkassen­übergreifenden Projektförderung zusammenzuführen. Die bisherige, auf die örtlichen Bedürfnisse bezogene, pragmatische Projektförderung würde damit unmöglich werden. Auch das Verfahren würde sich schwieriger gestalten, da unübersichtlicher, aufwändiger, träge und nivellierter. Insbesondere die kleinen, individuellen Projekte laufen Gefahr aus der Förderung herauszufallen.

„Wir teilen keineswegs die Hoffnungen der Bundesregierung, dass „Vereinheitlichung, Vereinfachung und mehr Transparenz“ durch die Neuregelung entstehen könnten. Vielmehr würden noch mehr Bürokratie und Aufwand entstehen. Transparenz ist bereits jetzt gegeben.“, stellt Dr. Klaus-Dieter Warz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Diabetes Föderation, fest.

Die Deutsche Diabetes Föderation e.V. (DDF) lehnt, ebenso wie die BAG Selbsthilfe und der AOK Bundesverband, die geplanten Gesetzesänderungen ab. Wir fordern, die bisherigen Regelungen der Selbsthilfeförderung im § 20 h SGB V unverändert beizubehalten.

Über die Deutsche Diabetes Föderation e.V. (DDF)

Die DDF ist der größte bundesweit aktive Verband der Patientenselbsthilfe, der sich für die Lebens- und Versorgungsqualität von Menschen mit Diabetes in ihren Lebensbereichen einsetzt und Mitbegründer der Diabetiker Allianz (DA). Zentrales Anliegen ist die vertrauensvolle und respektvolle Kommunikation mit allen relevanten Akteuren.

Die DDF ist eine unabhängige Patientenvertretung. Die Vermittlung von Alltagskompetenz, die Information und der Erfahrungsaustausch von und mit Diabetikern stehen ebenso im Vordergrund wie die Prävention und die Auseinandersetzung mit dem politischen Umfeld.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Diabetes Föderation (DDF)

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Woche

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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