- Soziales und Recht
DDH-M: Martin Hadder verabschiedet
3 Minuten

Der Landesvorstand NRW der „Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes“ hat seinen langjährigen Vorsitzenden Martin Hadder am 29. Juni mit einer Überraschungsfeier im Tanzcenter Bocholt verabschiedet. Highlight: eine persönliche Rede von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.
Nach 35 Jahren ehrenamtlichen Engagements und 29 Jahren im Vorstand des DDH-M-Landesverbandes NRW hatte sich Martin Hadder im April aus seiner Leitungsfunktion verabschiedet. Wegbegleiter aus Ärzteschaft, diabetesberatenden Berufen, Wissenschaft, Krankenkassen und Verbänden waren gekommen. Vom Landesverband NRW waren die Vorstandskollegen, Mitarbeiter der Geschäftsstelle und Delegierten anwesend.
Aufgezeigt, was Selbsthilfe leistet
In seiner Ansprache ehrte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann das Engagement von Martin Hadder. Er habe als chronisch Kranker aufgezeigt, wie wichtig Selbsthilfegruppen im Gesundheitswesen sind und was Selbsthilfe für eine nachhaltige Verbesserung der Versorgungsstrukturen zu leisten vermag, in NRW und darüber hinaus.
MdL und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (re.) im Gespräch mit Martin Hadder und Familie.
Die Selbsthilfe, betonte Laumann, erzeuge den Druck, neue Erkenntnisse in die Breitenversorgung zu tragen. Daran habe Martin Hadder einen hohen Anteil. Die Versorgung, die möglich ist, müsse jedem Menschen zuteil werden, egal, welchen gesellschaftlichen Status er hat. Als Zeichen seiner Anerkennung lud der Minister Martin Hadder zu einem der nächsten großen Events der Landesregierung nach Berlin ein.
Verlässlich und kämpferisch
Martin Hadder, so Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein, habe das Gesicht des Verbandes und damit für alle Diabetiker in Nordrhein und darüber hinaus verkörpert. Er sei stets für die Qualität der Beratung in den Apotheken vor Ort eingetreten. Dafür habe man gemeinsam gekämpft. Martin Hadder sei, so Preis, auf den Zukunftskongressen öffentliche Apotheke als Ehrengast auch weiterhin herzlich willkommen.
Dr. Olaf Spörkel vom Deutschen Diabetes-Zentrum würdigte die Verlässlichkeit in der konstruktiven Zusammenarbeit mit Martin Hadder sowohl im Regionalen Innovationsnetzwerk (RIN) als auch bei den Düsseldorfer Diabetestagen oder beim Projekt „Diabetes in der Schule“ (DidS). Der Hartnäckigkeit von Hadder sei es zu verdanken, dass auch die interdisziplinäre Veranstaltung „DIABETIKA“ ein großer Erfolg sei.
Besonderes Geschenk
Auch Reiner Wolf vom Kirchheim-Verlag lobte die schon seit über 20 Jahren währende, stets zuverlässige und gute Zusammenarbeit mit Martin Hadder, dem die Information der Mitglieder durch Medien wie „subkutan“, „DDH-M aktuell“ und „DIABETIKA – Neues von uns“ immer am Herzen lag. Als Dank hatte der Produktionsleiter ein besonderes Geschenk für Martin Hadder und seine Gäste mitgebracht: eine Spezial-Ausgabe der „DIABETIKA“ über das ehrenamtliche Wirken von Martin Hadder in der Diabetes-Selbsthilfe.
„Stets zuverlässig“ im Umgang mit den Medien: Reiner Wolf (Kirchheim-Verlag) mit einem besonderen Geschenk.
Stets für „die Sache“
Den Menschen Martin Hadder beschrieb Vorstandskollegin Ursula Breitbach im Namen aller ehrenamtlichen Mitstreiter aus dem Landesverband in ihrer Rede: Er habe nie selbst im Mittelpunkt stehen wollen, so Breitbach, sondern immer „die Sache“, d. h. die Menschen mit Diabetes und ihr Wohl, in den Mittelpunkt gestellt.
Martin Hadder mit Ehefrau Brigitte.
Nach vielen Ansprachen, einem Feuerwerk, künstlerischen Darbietungen und dem Lied von Trude Herr „Niemals geht man so ganz …“ bedankte sich Martin Hadder mit Tränen in den Augen bei allen Beteiligten, die hoffen, dass er in der zweiten Reihe doch noch ein wenig aktiv bleibt.
von Ursula Breitbach
Schriftführerin DDH-M-Landesverband NRW,
Tel.: 0221 – 68 30 64, Fax: 0221 – 68 30 64,
E-Mail: ursula.breitbach@ddh-m.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (9) Seite 16-17
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße