Diabetes-Qualifiktation in der Pflege dringend notwendig

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© fotolia - Miriam Dörr
Diabetes-Qualifiktation in der Pflege dringend notwendig

Die Zahl diabeteskranker Patienten steigt kontinuierlich an, ob in Kliniken, Altenheimen oder in der ambulanten Pflege. „Doch häufig fehlen Pflegekräfte mit spezifischen Diabeteskenntnissen“, erklärt Professor Dr. med. Baptist Gallwitz anlässlich des „Tages der Pflege“ am 12. Mai 2017. Um die Kompetenz im Umgang mit der Stoffwechselerkrankung zu stärken, wird die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) im kommenden Jahr Kompaktkurse „Basisqualifikation Diabetes Pflege“ anbieten. Erster Schritt ist die Schulung entsprechender Trainer, die auf dem Diabetes Kongress vom 24. bis 27. Mai 2017 in Hamburg startet. Für das Train-the-Trainer-Seminar können sich interessierte Fachkräfte bei der DDG anmelden.

Jedes Jahr erkranken etwa 270.000 Menschen in Deutschland neu an Diabetes Typ 2. Derzeit leidet bereits jeder Vierte, der in einem Pflegeheim lebt, an der Erkrankung – insgesamt sind schätzungsweise 500.000 Heimbewohner betroffen. Darüber hinaus lassen sich jährlich etwa zwei Millionen Menschen wegen anderer Krankheiten im Krankenhaus behandeln, die aber auch an einem Diabetes leiden. Die Zahlen in der ambulanten Pflege sind entsprechend hoch. „Das stellt das Pflegepersonal in Kliniken und Altenheimen vor neue Herausforderungen, die spezielles Wissen erfordern“, betont DDG Präsident Gallwitz.

Neuer Kompaktkurs „Basisqualifikation Diabetes Pflege“

Die Fachgesellschaft reagiert auf diesen wachsenden Bedarf mit dem neuen Kompaktkurs „Basisqualifikation Diabetes Pflege“, der sich an Pfleger und Pflegerinnen aller Fachrichtungen in Kliniken, in Seniorenheimen sowie aus der ambulanten Pflege richtet. Die Fortbildung umfasst sechzehn Stunden und wird ab 2018 angeboten. „Der zweitägige Kurs soll zielgerichtet Wissen über Therapie, Folgen und Begleiterscheinungen des Diabetes vermitteln, damit der Pflegeprozess optimal abläuft“, erläutert Dr. med. Jürgen Wernecke, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Geriatrie der DDG, zugleich Chefarzt der Klinik für Diabetologie und der Medizinisch-Geriatrischen Klinik am Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg.

Diabetesbedingte Notfallsituationen sofort identifizieren

Das schließt unter anderem die Erhebung des diabetesspezifischen Pflegebedarfs ein, aber auch die Einleitung, Umsetzung und Überwachung von Veränderungsanforderungen, das Entlassungsmanagement sowie die Unterstützung der interdisziplinären Zusammenarbeit. „Wichtig ist zudem die Kompetenz, diabetesbedingte Notfallsituationen sofort identifizieren und adäquat handeln zu können“, fügt Wernecke hinzu. So stellt beispielsweise die Vermeidung von Unterzuckerungen oberstes Therapieziel in Altenheimen dar, andernfalls drohen gefährliche Stürze, Herzrhythmusstörungen und das Fortschreiten einer Demenz.

Deutsche Diabetes Gesellschaft sucht Trainer für eine neue Weiterbildung

Um die Basisqualifikation im kommenden Jahr anbieten zu können, legt die DDG jetzt ein Seminarprogramm für die künftigen Trainer auf. Das Train-the-Trainer-Programm findet erstmals auf dem Diabetes Kongress statt, der vom 24. bis 27. Mai 2017 in Hamburg abgehalten wird. „Das Trainer-Seminar beansprucht einen Tag und richtet sich aus Evaluationsgründen zunächst vor allem an interessiertes Personal in den DDG Weiterbildungsstätten, an Mitglieder der DDG Regionalgesellschaften und der Arbeitsgemeinschaft AG Geriatrie und Pflege“, erläutert Wernecke. Weiterbildungsinteressierte können sich per E-Mail an schmidt-kubeneck@ddg.info anmelden und informieren. Die Gebühr beträgt für Ärzte 500 Euro, für Pflegekräfte und Diabetesberater 250 Euro. Auf der Herbsttagung der DDG, die vom 10. bis 11. November 2017 in Mannheim stattfindet, wird das Train-the-Trainer-Programm erneut angeboten.

Mit Themen rund um die Pflege älterer Patienten beschäftigt sich die AG Geriatrie und Pflege der DDG – weitere Informationen finden Sie auf der neuen Website der AG.

Quelle: Mitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Tagen, 17 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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