- Aus der Community
Diabetes weltweit
2 Minuten
Hier in Deutschland werden fast alle Hilfsmittel mehr oder weniger problemlos von den Krankenkassen übernommen. Klar, einige Kassen zicken bei der Genehmigung einer Insulinpumpe herum. Oder sie sträuben sich, die Kosten für das FreeStyle Libre zu übernehmen. Aber eigentlich ist das Jammern auf sehr hohem Niveau. Denn im Grunde wird uns ja alles gezahlt, was wir zum Überleben brauchen.
Ein Königreich für ein Fläschchen Insulin
Bis zur Erfindung des Insulins war die Diagnose Diabetes ein Todesurteil. In Afrika oder anderen Entwicklungsländern ist es das erschreckenderweise bis heute: Wenn in einer kinderreichen Familie eines der Kinder Diabetes bekommt, müssen die Eltern es meist sterben lassen, um seine Geschwister weiter ernähren zu können – ein Fläschchen Insulin kostet dort etwa einen halben Monatslohn.
Und wer es irgendwie geschafft hat, in den Besitz von Insulin zu kommen, geht extrem sparsam damit um. Schließlich soll es so lange wie möglich halten. Die langfristigen Folgen sind schmerzhaft – und wir können sie uns wohl alle vorstellen: Amputation und Erblindung.
Um etwas gegen solche Folgen zu unternehmen, wurden bereits verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen gegründet. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Diabetikern in armen Ländern die Chance auf ein Leben zu ermöglichen: Sie schicken Insulin und Hilfsmittel, die in Deutschland nicht mehr gebraucht werden. Finanziert werden diese Organisationen in der Regel nur von Geld- und Sachspenden. Was hier nicht mehr gebraucht wird, kann dort Leben retten.
Kein Geld, keine Krankenversicherung, keine Medikamente
Aber auch in Europa gibt es noch immer Probleme bei der medizinischen Versorgung. Zum Beispiel in Griechenland: Weil tausende Einwohner in den letzten Jahren ihre Arbeit verloren haben, konnten sie die Beiträge nicht mehr bezahlen – und sind nun nicht mehr krankenversichert. Das heißt, sie müssen selbst für ihre Medikamente aufkommen. Für Leute mit chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes ist das meist unbezahlbar.
Aber auch wer noch versichert ist, muss wohl letztendlich selbst zahlen: Die griechischen Krankenkassen haben vor einiger Zeit ihr System umgestellt. Versicherte müssen das Geld für Medikamente nun vorstrecken und hinterher die Rechnung bei ihrer Versicherung einreichen – die sind aber mit den Rückzahlungen schon mehrere Monate im Verzug.
Ein kleiner Lichtblick für Kranke sind zwar die staatlichen Apotheken, in denen Medikamente kostenlos oder gegen einen geringen Selbstkostenbeitrag verteilt werden. Allerdings gibt es in ganz Griechenland nur zehn solcher Apos, an deren langen Schlangen man dann über viele Stunden hinweg anstehen muss.
Eigentlich dachte ich ja, dass man mit Diabetes inzwischen ein mehr oder weniger normales Leben führen kann. Dass das offensichtlich nicht für alle Länder zutrifft, macht mich nachdenklich – und gleichzeitig wirklich dankbar, in Deutschland zu leben. Wo ich alles habe, um mir ein Leben zu ermöglichen, das sich nicht ständig um meinen Diabetes dreht.
Quellen:
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diahexe postete ein Update vor 6 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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ckmmueller postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos
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diahexe antwortete vor 6 Tagen
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.
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anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747




Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.