- Leben mit Diabetes
Kann jeder ein Held sein?
2 Minuten

Ist ein Sportler ein Held? Oder sind Diabetiker Helden? Oder gibt es noch etwas anderes als einfach nur Entweder-oder? Matthias Steiners Auftritt bei der TV-Show „Ewige Helden“ hat auf unseren Social-Media-Kanälen zu Diskussionen geführt – Nicole Finkenauer greift diese in der Blickwinkel-Kolumne auf.
Spannende Wettkämpfe und persönliche Karriere-Rückblicke bestimmen das Fernsehformat Ewige Helden. In der Show messen acht ehemalige Profisportler ihre Kräfte, darunter viele Olympiasieger und Weltmeister. Im Frühjahr 2019 auch mit dabei: Matthias Steiner, Olympiasieger im Gewichtheben 2008 – und Typ-1-Diabetiker.
Einige Social-Media-Nutzer haben sich am Sendungstitel gestört
Für uns in der Redaktion war deshalb sehr interessant, ob auch der Diabetes zur Sprache kommen würde. Und wirklich: In seiner „Heimspiel“-Woche erzählte Matthias Steiner ausführlich davon. Kurz geht er auch auf sein Engagement in der Diabetes-Aufklärung ein; manchmal ist sein Sensor sichtbar. Darüber haben wir auf diabetes-online.de berichtet, und es gab mehrere Posts auf Facebook. In den Kommentaren dazu ist aufgefallen, dass sich einige am Titel der Sendung gestört haben: Ewige Helden.
Eine Kommentatorin schreibt: „Trotzdem kann mir keiner erklären, warum das Helden sein sollen. Wenn das Helden sind, dann ist jeder Diabetiker ein Held (…).“ Eine zweite sagt: „Warum soll er ein Vorbild sein? Weil er Sportler ist/war?“ Andere schätzen Steiners Engagement sehr – und auch, dass er zeigt, dass mit Typ-1-Diabetes sehr viel möglich ist.
Also, was macht nun einen Helden aus? Das grundlegende Kriterium ist wohl: Helden (und Heldinnen!) haben eine nicht alltägliche Leistung vollbracht. Wer als Held angesehen wird, hängt auch immer von den gerade geltenden gesellschaftlichen Idealen ab. Und natürlich kann jeder für sich selbst definieren, wer ein Held ist – oder ob es überhaupt Helden gibt.
Keiner der Athleten bezeichnet sich selbst als „ewigen Helden“
Bei den Ewigen Helden ist es aus meinem Blickwinkel doch so: Den Titel der Show haben die Sportler nicht selbst gewählt. Keiner der Athleten bezeichnet sich selbst in vollem Ernst als „ewigen Helden“ – wenn überhaupt. Hier sollten wir Zuschauer trennen zwischen dem werbewirksamen Show-Titel und den Sportlern, die an der Show teilnehmen.
Spürbar wird für die Zuschauer aber der Stolz der Athleten auf die eigene Leistung und auch die Bewunderung für die Leistung der anderen. Und genau das darf auch sein, genauso wie jeder von uns auf eigene Leistungen stolz sein darf –egal, ob es um den Umgang mit dem Diabetes geht oder um etwas anderes. Dadurch, dass erfolgreiche Sportler in einer Show als Helden bezeichnet werden, werden die Leistungen anderer nicht kleiner, niemandem wird etwas weggenommen.
Es ist deshalb gar nicht nötig, die Sportler kleinzureden. Besser ist es doch, wenn man es schafft, souverän und voller Stolz auf die eigenen – vielleicht heldenhaften? – Leistungen zu schauen. Oder?
„Ewige Helden“ kommt bis zum 9. April jeden Dienstag um 20.15 Uhr auf Vox; abrufbar auch auf TVNOW.
Wie hat sich Matthias Steiner bislang bei „Ewige Helden“ geschlagen? Hier finden Sie mehr dazu auf www.diabetes-online.de.
von Nicole Finkenauer
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (4) Seite 40
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thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen, 20 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Tagen, 13 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 5 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße