- Soziales und Recht
Kolumne | Zum Guten Schluss: Gleich – und doch so verschieden
2 Minuten

Jana Einser findet, dass die Therapiefreiheit nicht von gesundheitspolitische Vorgaben eingeschränkt werden darf. Lesen Sie Ihre Kolumne.
Sind alle Menschen gleich? Sicher nicht! Zwar sollten alle Menschen gleiche Rechte haben, auch gleiche Pflichten, wenn es um das Zusammenleben geht. Aber damit hört es bei der Gleichheit schon ziemlich auf.
Das gilt auch für Diabetiker. Alle sollten sich, sofern sie geistig und körperlich dazu in der Lage sind, selbständig um ihren Diabetes kümmern – das ist ihre Pflicht, auch gegenüber den Mitmenschen. Ihr Recht ist, dafür die bestmögliche Versorgung zu bekommen. Wie aber sieht die aus?
Gilt das für jeden?
Ich selbst bin langjährige Typ-1-Diabetikerin – komme noch aus einer Zeit mit auskochbarer Glasspritze, einer Zeit ohne Blutzuckerselbstkontrolle … dafür mit Tabletten zur Bestimmung des Urinzuckers (die sich heißwerdend auflösten und dann je nach Zuckergehalt jede erdenkliche Farbe annahmen).
Über Einmalspritzen und Insulinpens habe ich vor 23 Jahren den Weg zur Insulinpumpe gefunden. Ich weiß, dass das für mich derzeit die beste Versorgung ist – am besten in Kombination mit kontinuierlicher Glukosemessung. Aber gilt das für jeden?
Nein!
Nein! Ein Typ-1-Diabetiker, der sich absolut nicht vorstellen kann, immer ein fremdes Gerät am Körper zu tragen und sich mit einer Insulinpumpe einfach unwohl fühlt, ist besser versorgt mit einer Insulintherapie mit Insulinpen – selbst wenn der Diabetes dadurch womöglich nicht optimal eingestellt ist und aus ärztlicher Sicht eine Therapie mit Insulinpumpe besser geeignet wäre.
Für Typ-2-Diabetiker sieht das noch einmal ganz anders aus, ihre Wünsche variieren aber genauso stark: Der eine möchte am liebsten wenig mit dem Diabetes zu tun haben, ein Zweiter kümmert sich akribisch darum und hält einen strengen Lebensrhythmus ein; ein Dritter ist ständig auf Reisen, treibt viel Sport und braucht größtmögliche Flexibilität.
All das muss möglich sein – ohne dass gesetzliche oder gesundheitspolitische Vorgaben die Therapiefreiheit einschränken.
Diabetiker sind eine große und so heterogene Gruppe
Klaus Müller, seit 1. Mai 2014 Vorstand des Verbraucherzentrale-Bundesverbands, beschreibt das in einem Spiegel-Interview so: “Es gibt (…) kaum eine zweite Zielgruppe, die so groß und so heterogen ist wie die der Verbraucher.” Ich fühlte mich beim Lesen intensiv an die Gruppe der Diabetiker erinnert.

von Jana Einser
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (7) Seite 92
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 7 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 6 Tagen, 18 Stunden
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Tag, 14 Stunden
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?
moira postete ein Update vor 6 Tagen, 20 Stunden
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 5 Tagen, 22 Stunden
Ich meinte Liberty




