Ländliche Regionen besser versorgen

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Ländliche Regionen besser versorgen

Im Rahmen des Projekts Diabetesberatung auf Rädern wird das Diabetes-Info-Mobil im Mai und Juni in ländlichen Gebieten in Nord- und Ostdeutschland Station machen.

Während viele Städte medizinisch überversorgt sind, droht auf dem Land eine Unterversorgung. In vielen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns etwa benötigen die Menschen mehrere Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, um den nächsten Hausarzt zu erreichen. Abhilfe schaffen soll das Projekt Diabetesberatung auf Rädern.

Nach einem erfolgreichen Start des Projekts „Diabetesberatung auf Rädern“ 2014 mit 20 Einsätzen steht 2015 für die Zielgruppe der ländlichen Bevölkerung Nord- und Ostdeutschland auf dem Tourplan. „Während im letzten Jahr ländliche Regionen in NRW im Fokus standen, werden wir jetzt vorwiegend Regionen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein besuchen“, so Martin Hadder, Vorsitzender des Landesverbandes NRW der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M).

Kleintransporter mit Diabetes-Sofort-Diagnostik

Der Landesverband hat den Kleintransporter mit einer Diabetes-Sofort-Diagnostik ausgestattet. Diabetesberaterinnen des VDBD informieren Passanten über die Folgen einer ungesunden Lebensführung und testen ihre Blutzuckerwerte, um eine mögliche Vorstufe des Diabetes zu erkennen.

Auch Dietrich Monstadt, Mitglied des Bundestages der CDU/CSU-Fraktion, ist überzeugt, dass Diabetesberatung auf Rädern in ländlichen Regionen einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Früherkennung von Diabetes Typ 2 leisten kann: „Zwar zeigen die bundesweiten Zahlen keinen Ärztemangel, dafür aber ein Ärzteverteilungsproblem“, so Monstadt.

Versorgungslücke schließen und Ärzte entlasten

Das Spendenprojekt von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe soll helfen, diese Versorgungslücke zu schließen und Hausärzte bei der Erstdiagnose, aber auch Fachärzte zu entlasten. „Ein Großteil der Diabetologen praktiziert in Rostock, Schwerin und Greifswald-Stralsund“, berichtet Privatdozent Dr. med. Stefan Zimny, Diabetologe an der HELIOS Klinik in Schwerin.

Diabetes-Patienten, die auf dem Land leben, seien daher meist auf die Betreuung eines Hausarztes angewiesen. In Mecklenburg-Vorpommern sind jedoch aktuell rund 115 Hausärztestellen unbesetzt. „Uns liegen zudem Daten vor, dass der Weg zum Hausarzt für jeden vierten Patienten eine Fahrtzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV) von ein bis vier Stunden bedeutet“, so der Vorsitzende der Regionalgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Für drei Prozent gebe es gar keine Erreichbarkeit mittels ÖPNV.

Herausforderung der ländlichen Regionen meistern

Diesen Mangel an Hausärzten hat kürzlich auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) deutlich gemacht. In einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa forderte er dazu auf, „experimentierfreudiger“ zu sein, um die Herausforderung der ländlichen Regionen zu meistern. „Genau das setzen wir mit dem Diabetes-Info-Mobil um“, sagt Hadder und erklärt das Konzept wie folgt: „Wenn die Ärzte nicht zu den Menschen auf dem Land kommen, kommen wir zu ihnen, um sie zu beraten und informieren.“

Ob das Projekt hält, was es verspricht, wertet das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf aus. Erfasst wird unter anderem, bei wie vielen Menschen das Projekt-Team einen bisher unbekannten Diabetes entdeckt. „Eine vergleichbare Datenerhebung gibt es in Deutschland bisher nicht“, so Hadder. Deshalb hat sich auch das Bundesgesundheitsministerium dazu entschlossen, das Projekt zu fördern. Auch die AOK Nordost unterstützt die Diabetesberatung auf Rädern durch Öffentlichkeitsarbeit.

Spendenaufruf

Das Projekt Diabetesberatung auf Rädern ist auf weitere Spenden angewiesen:
Spendenkonto 60 60
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00
IBAN: DE59 1002 0500 0001 1888 00
BIC: BFSWDE33BER
Stichwort „Diabetes-Beratung auf Rädern“

Stationen des Diabetes-Info-Mobils in ländlichen Gebieten in Nord- und Ostdeutschland:
(siehe auch Abb. 1)

  • Schwerin (Startveranstaltung), 12. Mai 2015, 10 bis 15 Uhr | „Altstädtischer Markt“ am Schweriner Dom
  • Pasewalk, 18. Mai 2015, 10 bis 15 Uhr | Parkplatz Kaufland, Stettiner Chaussee 3
  • Wolgast, 19. Mai 2015, 10 bis 15 Uhr | Parkplatz famila, Wedeler Str. 5
  • Barth, 27. Mai 2015, 10 bis 15 Uhr | Marktplatz Barth
  • Neustrelitz, 28. Mai 2015, 10 bis 15 Uhr | Edeka Groth, Kühlhausberg 7
  • Ribnitz-Damgarten, 29. Mai 2015, 10 bis 15 Uhr | Marktplatz im Stadtteil Ribnitz
  • Wismar, 30. Mai 2015, 10 bis 15 Uhr | Marktplatz
  • Graal-Müritz, 1. Juni 2015, 10 bis 15 Uhr | ALDI-Markt, Bahnhofstr. 12
  • Bad Oldesloe, 10. Juni 2015, 10 bis 15 Uhr | wird noch bekanntgegeben
  • Henstedt-Ulzburg, 11. Juni 2015, 10 bis 15 Uhr | wird noch bekanntgegeben
  • Glückstadt, 12. Juni 2015, 10 bis 15 Uhr | wird noch bekanntgegeben
  • Bispingen, 13. Juni 2015, 10 bis 15 Uhr | wird noch bekanntgegeben
  • Dahlen, 24. Juni 2015, 10 bis 15 Uhr | wird noch bekanntgegeben
  • Belgern, 25. Juni 2015, 10 bis 15 Uhr | wird noch bekanntgegeben

Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

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    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 6 Tagen, 23 Stunden

    Hallo!
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    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.