- Soziales und Recht
Leitlinie „Diabetes und Straßenverkehr“: Was ist neu in der zweiten Auflage?
3 Minuten

Fast alle Menschen mit Diabetes können am Straßenverkehr teilnehmen, sowohl privat als auch beruflich. Diese Aussage wird nun auch von der zweiten Auflage der Leitlinie „Diabetes und Straßenverkehr“ nochmals bestätigt, die im November 2025 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) vorgestellt wurde. Oliver Ebert ist Mitglied des Ausschusses Soziales der DDG, hat die Leitlinie in der ersten Auflage mit koordiniert und auch bei der zweiten Auflage mitgeschrieben. Was sind die wesentlichen Inhalte der Neuauflage?
Ärzte müssen bei jedem Patienten prüfen, ob dieser aufgrund seiner Krankheit oder Medikamente (noch) am Straßenverkehr teilnehmen darf, und dann entsprechend aufklären. Die Patienten sollten sich an die entsprechenden Empfehlungen des Arztes halten.
Wer gegen den Rat des Arztes trotzdem Auto fährt, geht ein hohes Risiko ein und macht sich meist auch strafbar (§ 315c Strafgesetzbuch). Welche Kriterien der Arzt dabei aus fachlicher Sicht zu beachten hat, wird in Leitlinien beschrieben. Eine solche Leitlinie gibt es seit 2017 auch für Diabetes und Straßenverkehr. Diese wurde im November 2025 aktualisiert.
Auto fahren ohne schwere Unterzuckerungen
Das Erfreuliche: Auch die neue Auflage der Leitlinie bestätigt, dass „gut eingestellte und geschulte Menschen mit Diabetes“ grundsätzlich alle Fahrzeuge führen können. Somit muss aus medizinischer Sicht nur selten vom Autofahren abgeraten werden. Im Vergleich zur ersten Auflage wurde die Leitlinie umfassend an den aktuellen Stand der Behandlung angepasst.
Besonders betont wird, dass kontinuierliche Glukose-Messung (CGM) und Hybrid-Closed-Loop- bzw. AID-Systeme, also Systeme zur automatisierten Insulin-Dosierung, inzwischen eine wichtige Rolle spielen und die Stoffwechselführung bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes deutlich verändert haben.
Gut eingestellte und geschulte Menschen mit Diabetes können Fahrzeuge der Gruppe 1 (private Nutzung von Pkw und Lkw bis 3,5 Tonnen, Motorräder) sicher führen. Ebenso wie Lkw und Busse der Gruppe 2 (schwere Lkw, Omnibusse). Der Patient muss aber in der Lage sein, eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) rechtzeitig zu bemerken und dann richtig zu reagieren.
Dieser Text steht nur eingeloggten Community-Mitgliedern zur Verfügung.
Melde dich jetzt kostenlos an, um diesen Beitrag lesen zu können.
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Soziales und Recht

3 Minuten
- Soziales und Recht

3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Tagen, 18 Stunden
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!- calvin240 antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
- uho1 antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
- calvin240 antwortete vor 1 Woche, 5 Tagen
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/




