- Soziales und Recht
Menschen, helft Euch!
2 Minuten

Gerade Menschen mit Diabetes profitieren sehr von der Unterstützung ihrer Mitmenschen. Diabetes-Journal-Chefredakteur Günter Nuber mit einem Plädoyer für mehr Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit.
Es war der große Moment der Diabetes-Spenden-Gala im Oktober in Berlin. Und es bedurfte der Stimme und der Ausdrucksstärke eines 11-jährigen Mädchens namens Lea, um auf den Punkt zu bringen, was viele Menschen umtreibt, was anderen wiederum Angst macht. Was viele gern tun würden, es aber in ihrem eigenen Alltag nicht schaffen.
Menschen helfen Menschen – Lea bringt es auf den Punkt
Lea sang Folgendes:
Menschen, helft euch gegenseitig. Und wenn du Heimweh hast, gib mir deine Hand, ich halte sie fest. Menschen, helft euch, dann wird euch nichts unterkriegen.
Lea hat seit 10 Jahren Typ-1-Diabetes, sie sang das Lied im englischen Original “People help the people”. Viele kennen die von Popstar “Birdy” gesungene Version aus Radio oder Internet.
Menschen, helft euch gegenseitig, und wenn du Heimweh hast, gib mir deine Hand, ich halte sie fest.
Der Refrain passt hundertprozentig auf das Weihnachtsfest, das vor unserer Tür steht; er passt genauso auf das größte gesellschaftspolitische Thema unseres Landes 2015.
Menschen, helft euch, dann wird euch nichts unterkriegen.
Diabetes managen, ohne engagierte Mitmenschen? Unvorstellbar!
Und er passt auf das, was Sie und mich hier und heute interessiert – er passt genau zum Diabetes, denn: Ich mag mir lieber nicht vorstellen, wie es vielen Kindern erginge, hätten sie nach ihrer Diabetes-Diagnose nicht Eltern, die sich aufopfern für sie, die teils ihre Jobs an den Nagel hängen, die ihre Ehe in die Waagschale werfen; oder hätten sie nicht Ärzte, die viel mehr leisten als Dienst nach Vorschrift.
Ich mag mir lieber nicht vorstellen, wie es vielen Eltern erginge, hätten sie nicht andere Eltern oder Selbsthilfegruppen zur Unterstützung, zum Austausch, zum Ausweinen. Oder nehmen wir Menschen mit Diabetesfolgen: Ohne engagierte Menschen in Selbsthilfe-Initiativen, in Schwerpunkteinrichtungen, in der Forschung, im Internet würden aus meinem Blickwinkel viel mehr Diabetiker Herzinfarkte, Schlaganfälle erleiden, amputiert, dialysepflichtig oder blind werden. Überhaupt das Internet, die sozialen Netzwerke … :
Menschen helfen Menschen … auch mithilfe neuer Medien
Tausende Menschen, die Diabetes haben, helfen sich hier gegenseitig mit Detail-Wissen über die neue Insulinpumpe, geben sich Injektions-Tipps und heiße Ratschläge für den Trip nach Thailand, tauschen ihre Hypoglykämie-Erfahrungen aus … und ihre Blutzuckerwerte. Schreiben Blogs mit eigenen Geschichten vom Wohnen im Heim, vom neu eingetroffenen Messgerät, von der Zerrissenheit im Alltag durch das Studium … und durch den Diabetes. Gründen Internetforen und Blogs nun auch für Lebenspartner von Diabetikern, die ja die gesamte Bandbreite von Insulintherapie, Unterzuckerungen etc. mitleben.
Sie alle helfen anderen allein schon durch das Handzeichen: Seht, hier bin ich, mir geht’s genauso. Und mir hat dieses, jenes geholfen … vielleicht hilft es auch Dir.
Helft Euch gegegenseitig, dann wird euch nichts unterkriegen!
Menschen, helft euch gegenseitig. Menschen, helft Euch, dann wird euch nichts unterkriegen. Ich denke mir, dass in Deutschland noch viel, viel weniger Menschen mit Diabetes den Mut verlieren müssten. Lea hat vorgesungen, wie es geht.
von Günter Nuber
Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2015; 64 (12) Seite 52
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 13 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 4 Stunden
Ich meinte Liberty





Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?