Neue CGM-Urteile machen Hoffnung

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Neue CGM-Urteile machen Hoffnung

Erstmals haben Gerichte deutlich definiert, unter welchen Voraussetzungen die Krankenkassen Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung erstatten müssen.

Wie der Diabetes-Journal-Redakteur und Rechtsanwalt Oliver Ebert auf seinem Online-Portal www.diabetes-und-recht.de berichtet, gibt es zwei aktuelle Urteile zum Thema Kostenerstattung von CGM-Systemen, die zwar in den konkreten Fällen zuungunsten der Klagenden ausfielen, nach seiner Einschätzung aber grundsätzlich „eine erhebliche Verbesserung“ für Diabetespatienten darstellen dürften.

CGM-Systeme erstmals grundsätzlich als erstattungsfähig angesehen

Denn erstmals sahen darin zwei Sozialgerichte CGM-Systeme prinzipiell als erstattungsfähig an, insofern deren Einsatz aus medizinischer Sicht wirklich notwendig ist. Bei den beiden Diabetikern, die die Kostenübernahme der Systeme durch ihre Krankenkassen einklagen wollten, war diese Notwendigkeit aus Sicht der Richter nicht erfüllt. Jedoch steckten beide Gerichte die Bedingungen für eine Kostenerstattung recht eindeutig ab, so dass zukünftig darauf erfolgreich Bezug genommen werden dürfte, wenn diese vorliegen.

Das Sozialgericht Stuttgart definierte demnach, dass ein CGM-System dann erforderlich sei,

„wenn trotz Nutzung aller zur Verfügung stehender Therapieformen einschließlich Insulinpumpe und guter Compliance eine unbefriedigende Stoffwechselkontrolle vorliegt und der angestrebte HbA1c-Wert nicht erreicht werden kann oder wenn mehr als 10 Blutzuckermessungen täglich erforderlich wären, um das angestrebte Stoffwechselkontrollziel zu erreichen“

Voraussetzungen für die Kostenübernahme aus Sicht der beiden Gerichte

Ebert fasst die Voraussetzungen für die Kostenübernahme, die den Urteilen der beiden Gerichte zu entnehmen sind, wiefolgt zusammen:

  • es besteht eine fehlende oder unzureichende Hypowahrnehmung
  • es kommt zu schweren Unterzuckerungen und/oder es droht eine Verschlimmerung von vorhandenen Folgeschäden
  • auch eine hohe Anzahl von Selbstmessungen (bis 10/Tag) hilft nicht weiter
  • geeignete andere Therapieoptionen – wie bespielsweise eine Pumpentherapie – sind erfolglos ausgeschöpft
  • das CGM muss aus ärztlicher Sicht nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig sein
Mehr dazu erfahren Sie auf www.diabetes-und-recht.de

von Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0,
Fax: (0 61 31) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße