- Soziales und Recht
Patient, Arzt und Apotheker vernetzen
3 Minuten
Diabetes ist Teamarbeit. Das gilt nicht nur für den Patienten, seinen Arzt und das Diabetesteam, sondern auch für den Apotheker vor Ort. Neue Netzwerkstrategien diskutierten Diabetes-Experten bei der Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) im November in Nürnberg.
Der Apotheker Manfred Krüger aus Krefeld-Linn, Vorstandsmitglied der AG Prävention und Rehabilitation der DDG, fordert eine unkomplizierte, umfassende und fachkundige Betreuung von Diabetikern – nicht nur bei Diagnosestellung, sondern lebenslang. Hier stellte er die Kommission EADV (Einbindung der Apotheker in die Diabetikerversorgung) der DDG und der Bundesapothekerkammer (BAK) vor. Deren Ziel: eine bessere Kommunikation und Koordination im Kompetenznetzwerk Patient – Arzt – Apotheker.
Keine Termine, lange Öffnungszeiten: Apotheker als Ansprechpartner
„Wie kann sich dies im Alltag, der in den Praxen und Apotheken immer mehr durch Terminnot und Personalmangel geprägt ist, positiv für die Menschen mit Diabetes auswirken?“ fragte er. Als Stichworte nannte er die abgestimmte Beratung und Dienstleistungen nahe am Patienten sowie die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit.
„Die Therapie des Diabetes setzt auf die Eigenverantwortung und in vielen Punkten auf das Selbstmanagement der Patienten“, erklärte er. „Dazu braucht es Kenntnisse und Fertigkeiten und die nötigen Anlaufstellen bei Problemen.“ Damit meinte er medizinische und auch pharmazeutische. Dies sei wichtig, um Medikationsfehler zu vermeiden. Neben der Arztpraxis ist hier die Apotheke mit ihrer niedrigen Eintrittsschwelle – keine Termine, lange Öffnungszeiten – zu einem wichtigen Ansprechpartner geworden.
Messgerät ungenau? Pen kaputt? Ab in die Apotheke!
Krüger: „Ob das Blutzuckermessgerät ungenau anzeigt, der Pen am Wochenende seinen Geist aufgibt, Unsicherheiten mit Schulungsinhalten oder Therapievorgaben existieren: Die Apotheke unterstützt und versorgt.“ Arzt und Apotheker sollten dabei gemeinsame Ziele verfolgen. So würden z. B. mehr als 40 Prozent der in Haushalten befindlichen Arzneimittel ohne ärztliche Verordnung in der Apotheke gekauft.
Gerade bei Diabetikern könnten Symptome wie schlecht heilende Wunden, Pilzinfektionen, Hauterkrankungen und Sensibilitätsstörungen auf eine nicht optimal laufende Diabetestherapie hinweisen. Vor allem die Polypharmazie, also die tägliche Einnahme vieler Medikamente, sei eine Herausforderung, führte er an, und einer der Hauptgründe für Krankenhausaufenthalte älterer Menschen.
Anspruch auf einen Medikationsplan gesetzlich festgeschrieben
Der Gesetzgeber (§ 31a SGB V) hat deshalb den Anspruch auf einen Medikationsplan für alle Patienten vorgeschrieben, die 3 oder mehr verordnete Arzneimittel gleichzeitig anwenden. Bislang sei dies zwar eher eine Medikationsliste, die durch den Hausarzt oder Facharzt erstellt und vom Apotheker auf Wunsch des Patienten aktualisiert wird. Er wertete dies aber als wichtigen Start für eine sinnvolle, elektronische Lösung auf der Gesundheitskarte ab 2018/2019.
Der Medikationsplan soll alle aktuell vom Patienten genutzten Arzneimittel, also auch die Selbstmedikation, übersichtlich zeigen, was auch die tägliche Einnahme erleichtert. „Aber: Ein Medikationsplan ohne abgestimmte Medikationsanalyse, das heißt ohne medizinische und pharmazeutische Prüfung potenzieller Risiken, verbessert nicht die Arzneimitteltherapie- und damit Patientensicherheit“, sagte der Apotheker. Hier bestehe noch erheblicher Handlungsbedarf durch den Gesetzgeber. „Es fehlt eine klare Einbindung in die Regelversorgung.“
Auch Diabetespatienten haben seit 1. Oktober 2016 Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan, wenn sie mindestens 3 verschreibungspflichtige Arzneimittel gleichzeitig einnehmen bzw. anwenden (dauerhaft, mindestens 28 Tage).
Die Einführung des Plans, der die Patienten bei der Medikamenteneinnahme unterstützen soll, hat der Bundestag mit dem E-Health-Gesetz beschlossen. Den Plan gibt es zunächst nur auf Papier. Ab 2018 soll er auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden können.
Die Speicherung der Medikationsdaten ist für die Patienten freiwillig – Anspruch auf die Papierversion hat der Versicherte weiterhin.
5 Jahre AMNOG – 6 Diabetesmedikamente weniger
Ein Fazit nach 5 Jahren Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) zog DDG-Präsident Prof. Dr. Baptist Gallwitz. Seit 2011 werden neue Medikamente einer frühen Nutzenbewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) im Rahmen des AMNOG unterzogen (wir berichteten mehrfach). Dieser Untersuchung folgen dann Preisverhandlungen zwischen Herstellern und dem GKV-Spitzenverband, der zentralen Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen. Das ganze Verfahren soll der Preisfindung und der Kostenkontrolle neuer Arzneimittel dienen.
Mehr als 20 Nutzenbewertungen von Diabetesmedikamenten gab es inzwischen, zu denen die DDG Stellung genommen hat. Und seit sie den AMNOG-Prozess durchlaufen haben, sind 6 Arzneimittel für Diabetiker in Deutschland nicht mehr zu haben. Laut Gallwitz gebe es weiterhin Kritik von der DDG und weiteren Fachgesellschaften, was die Abläufe des Verfahrens angeht sowie die Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie in den einzelnen Verfahren, den Umgang und die Bewertung von Studien und Evidenz sowie die Festlegung von Endpunkten.
von Angela Monecke
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (1) Seite 46-47
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 14 Stunden, 57 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 10 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 1 Tag, 8 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 1 Tag, 5 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 15 Stunden, 23 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 14 Stunden, 59 Minuten
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 20 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
