- Soziales und Recht
Projekt erfoscht soziale Hilfsstrukturen bei Typ-2-Diabetes
2 Minuten
Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes benötigen über die hausärztliche Versorgung hinaus eine alltagsnahe Unterstützung, die auch durch Nachbarschaftshilfe erfolgen kann. Das Forschungsprojekt „Diabetes2sozial“ der Technischen Hochschule Nürnberg soll neue Erkenntnisse zum Ausmaß sozialer Hilfen im Zusammenhang mit der Stoffwechselerkrankung liefern.
Menschen mit einer komplexen chronischen Erkrankung wie dem Typ-2-Diabetes benötigen eine gute Gesundheitsversorgung. Einige Angebote des wachsenden Gesundheitsmarktes können jedoch nicht alle Patienten ohne fremde Hilfe nutzen – beispielsweise ist bereits die Internetrecherche nach wohnortnahen medizinischen Angeboten oder die Nutzung telemedizinischer Angebote für viele problematisch.
Auch regelmäßige Fahrten zu Fachärztinnen und -ärzten können gerade in ländlichen Regionen eine Herausforderung darstellen. Insbesondere, wenn die familiäre Unterstützung nicht gegeben ist, gestaltet sich der Alltag mit einer chronischen Erkrankung schwierig.
Möglichkeiten und Grenzen der nachbarschaftlichen Hilfe
Daher beschäftigen sich Prof. Dr. Sabine Fromm und Prof. Dr. Doris Rosenkranz von der Fakultät Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Nürnberg (TH Nürnberg) im Forschungsprojekt „Diabetes2sozial“ mit der Frage, durch wen und in welcher Form die Betroffenen regelmäßig Hilfe erhalten können.
Eine wichtige Unterstützung kann das nahe Wohnumfeld der Erkrankten, die engere oder weitere Nachbarschaft, sein. Die beiden Professorinnen erforschen gemeinsam mit ihrem Team, welche Dienste die Nachbarschaft tatsächlich leisten kann und wo deren Grenzen sind: Ist der nachbarschaftliche Fahrdienst verlässlich? Benötigen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer eine Schulung? Wird die Privatsphäre gewahrt? Kann jemand vermitteln, falls es zu Konflikten zwischen Betroffenen und Ehrenamtlichen kommt?
Interviews und regionale Befragungen der Bevölkerung
Um das herauszufinden, benötigt das Forschungsteam viele aussagekräftige Daten. Das weiß auch Björn Helling, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Projekts „Diabetes2sozial“: „Wir werden im Rahmen des Forschungsprojektes wissenschaftlich gesicherte Informationen sammeln. Dazu planen wir sowohl Interviews als auch regionale Befragungen der Bevölkerung.“
Die Kerscher’sche Stiftung, deren Ziel die Verbesserung der strukturierten Versorgung, der Diagnostik und der Betreuung von Menschen mit Diabetes ist, fördert das Projekt der TH Nürnberg. „Wir wollen mithelfen, die Lebenssituation von Menschen mit einer Diabeteserkrankung zu verbessern, indem wir die Erfahrungen, Bedarfe und Möglichkeiten dazu in den unterschiedlichsten Räumen erforschen“, erklärt Stefan Müller, Vorstandsvorsitzender der Kerscher´schen Stiftung.
Quelle: Technischen Hochschule Nürnberg | Redaktion
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aktuelles
3 Minuten
- Aktuelles
3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Tag, 11 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 1 Tag, 13 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 1 Tag, 11 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
