- Soziales und Recht
Richtungswechsel
2 Minuten
Kürzlich saß ich mit einigen meiner Kollegen aus dem Diabetes-Team im Pausenraum. Irgendwie waren wir alle nicht gut drauf und fragten uns: warum eigentlich? Warum ist die Grundstimmung kategorisch mies?
Natürlich kamen der Personalmangel, die hohe Belastung, die Ausfälle durch Corona und die allgemeine Stimmung zur Sprache. “Da gibt es nicht das eine Problem allein”, meinte unsere Oberschwester, “sondern es ist ein Sammelsurium aus vielen Problemen und natürlich aus den gesamten gesellschaftlichen Veränderungen.” “Genau”, fügte unser Psychologe hinzu. “Bislang kannte unsere Gesellschaft nur eine Richtung, nach oben. Immer höher, immer schneller, immer weiter, immer mehr! Jetzt lehren uns die Pandemie, der Krieg in Europa und natürlich auch der Klimawandel, dass es auch andere Richtungen gibt, z. B. die nach unten.”
Da hatten meine Kollegen natürlich recht. Persönlich bin ich nur der Meinung, dass das ganz viele Menschen in unserem Land noch nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollen. Sie erwarten, dass alles so weitergeht wie bisher – und wenn es nicht läuft, wird sich schon jemand finden, der das ausgleicht. Nur sind auch die Möglichkeiten in unserem Sozialstaat begrenzt. Wir sehen das täglich in der Klinik.
Deswegen sind wir alle jetzt aufgefordert, die aktuelle Situation anzunehmen und zwar in aller Konsequenz. Fragt also nicht, was der Staat für uns tun kann, sondern packt selbst an! Jeder muss für sich, aber auch für die Mitmenschen seinen Betrag leisten, um aus der Krise zu kommen. Das ist zumindest meine Meinung.
“Gemeinsam werden wir das schon schaffen”, meinte unsere junge Lernschwester und lächelte sogar dabei. Das hat mich wirklich überrascht, dass ein so junger Mensch heute doch noch an die Gemeinschaft glaubt. Denn es ist natürlich falsch zu meinen, dass, wenn jeder an sich selbst denkt, an alle gedacht ist. Nur im Team können wir unsere Aufgaben erfüllen und da heißt es eben für alle anpacken, so, wie wir es auch in der Vergangenheit getan haben, um Krisen zu überwinden. Das gilt nicht nur für die Kollegen in unserer Diabetes-Klinik, sondern auch für die Menschen im ganzen Land. Bleibt nur zu hoffen, dass das am Ende auch alle kapieren. Der allgemeinen Stimmung wäre eine solche Denkart sicher zuträglich, oder?
von Dr. Hans Langer

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (9) Seite 82
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anseaticids postete ein Update vor 5 Stunden, 58 Minuten
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
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Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 3 Tagen, 4 Stunden
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othenbuehler postete ein Update vor 3 Tagen, 20 Stunden
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