- Soziales und Recht
Therapiehoheit liegt beim Arzt
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Viele Ärzte sind bei der Verschreibung von Teststreifen verunsichert, die Informationen der Krankenkassen spricht von einem „Orientierungsrahmen“ von 400 Teststreifen pro Quartal.
Wer Diabetes hat und Insulin spritzen muss, hat Anrecht auf so viele Blutzuckerteststreifen, wie er benötigt. Dies geht aus einer Stellungnahme der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe hervor. „Die amtliche Bestätigung einer Kassenärztlichen Vereinigung bekräftigt den verordnenden Ärzten die Therapiehoheit und die notwendige Behandlungsfreiheit. Sie sichert die Versorgung nach den Regeln der ärztlichen Kunst und innerhalb des Rahmens der Gesetzlichen Krankenversicherung (§§ 2, 12 und 106 SGB V)“, stellt der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) dazu fest.
Für viele Menschen mit Diabetes gehört die Blutzuckermessung zum Alltag. „Gerade wer zur Behandlung der Zuckerkrankheit Insulin spritzt, ist darauf angewiesen, regelmäßig seine Werte zu kontrollieren, um zum Beispiel Unterzuckerungen zu vermeiden. Wie häufig jemand messen muss, ist individuell ganz unterschiedlich und hängt zum Beispiel vom Stoffwechsel oder einhergehenden Therapien des Betroffenen ab. Wer wie viele Blutzuckerteststreifen benötigt, lässt sich nicht verbindlich regeln. „Die ausreichende Verordnung von Blutzuckerteststreifen bei Diabetes-Patienten mit Insulinpflicht ist unverzichtbar für die korrekte Diabetesbehandlung“, erklärt der VDGH.
„Orientierungsrahmen“ von etwa 400 Teststreifen
Inzwischen sind viele Ärzte bei der Verschreibung von Teststreifen verunsichert. So ist in Informationen der Krankenkassen häufig von einem „Orientierungsrahmen“ von etwa 400 Teststreifen pro Quartal die Rede. „Diese Formulierungen sind missverständlich und führen dazu, dass Ärzte fürchten, die Kosten selbst übernehmen zu müssen, wenn sie mehr verschreiben“, vermutet der VDGH.
Blutzuckerteststreifen ohne Wenn und Aber
Anders als im Falle der insulinpflichtigen Diabetiker gilt seit einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von 2011 für Typ-2-Diabetiker, die nicht Insulin spritzen, dass Geräte und Teststreifen nur in besonderen Fällen verordnet werden dürfen. Aber auch hier entscheidet der Arzt, ob die Patienten die Kriterien erfüllen.
Mit seinem Ausschuss Diabetes-Selbstmanagement setzt sich der VDGH seit langem dafür ein, dass gesetzlich versicherte, nicht insulinpflichtige Diabetiker ohne Wenn und Aber Zugang zu Blutzuckerteststreifen haben. Denn der Blutzuckerspiegel unterliegt im Laufe eines Tages großen Schwankungen und hängt von vielen individuellen Faktoren ab. „Eine genaue Blutzuckermessung ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Diabetes-Selbstmanagement. Sie hilft die Erkrankung zu beherrschen sowie den eigenen Lebensstil anzupassen. Das mindert das Risiko von Folgeerkrankungen und hilft langfristig, auch im Gesundheitssystem Kosten zu senken“, so der VDGH.
Quelle: Pressemeldung VDGH – Verband der Diagnostica-Industrie
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lena-schmidt postete ein Update vor 4 Tagen, 16 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße