- Soziales und Recht
„Warum tut die Politik nicht, was sie muss?“
3 Minuten

Geradlinig, glaubwürdig, kompetent: In einem Fernsehbeitrag des Polit-Magazins „Report Mainz“ zur Nationalen Diabetes-Strategie kam auch die Diabetiker Allianz (DA) zu Wort. Die Reaktionen in unserer Redaktion nach der Ausstrahlung: So funktioniert professionelle Diabetes-Selbsthilfe. Und so sieht gute Diabetes-Aufklärung aus, wie sie auch die Diabetes-Strategie fordert.
Kamera läuft! Ein Fernsehteam des SWR hat sich in der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB) in Berlin aufgestellt. Die Kameraleute filmen die DDB-Bundesvorsitzende Sandra Schneller und Klaus Warz, Vorsitzender der Deutschen Diabetes Föderation (DDF), am Besprechungstisch.
Was sich da gerade in einem kleinen Konferenzraum im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg abspielt und den halben Tag dauert, werden später Tausende von Zuschauern live im Fernsehen oder wahlweise in der Online-Mediathek sehen: einen TV-„Siebenminüter“, in dem auch ein Patient mit Typ-2-Diabetes über seinen täglichen Kampf mit der Krankheit berichtet und eine Grünen-Politikerin der gesamten Regierung „Versagen“ vorwirft, weil die Diabetes-Strategie immer noch fehlt.
Als Sprecher der Deutschen Diabetiker Allianz kritisiert daneben Klaus Warz das Nichthandeln der Politik und den Frust darüber in der Diabeteswelt: „30 Jahre warten wir schon. Das sind 30 Jahre zu viel, zumal rings um uns in Europa die meisten Länder eine Nationale Diabetes-Strategie haben. Das ist nicht hinnehmbar.“
DA: Dringender Handlungsbedarf!
Unter dem Dach der DA haben sich die 4 großen Diabetes-Selbsthilfeverbände 2018 zusammengetan: der DDB, die DDF, der Diabetikerbund Bayern und die Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), um auf politischer Ebene mit einer Stimme für die Interessen aller Diabetespatienten anzutreten und die Nationale Diabetes-Strategie endlich zum Erfolg zu führen. Das war übrigens im selben Jahr, als man die Diabetes-Strategie wörtlich in den Koalitionsvertrag schrieb.
Aktuell ist diese wieder ins Stocken geraten. Mehr noch: Die Strategie droht an einem Streit im Gesundheitsausschuss des Bundestags über die Zuckerreduktion in Lebensmitteln zu scheitern. Doch diese ursprüngliche Forderung der Fachgesellschaft (Deutsche Diabetes Gesellschaft) ist auch laut DA ein Muss: „Die Zuckermenge ist der wichtigste Faktor bei der Bekämpfung von Übergewicht“, heißt es u. a. in einem neuen Positionspapier der Allianz, das auch in dem Filmbeitrag erwähnt wird.
Die Diabetiker Allianz (DA)

Die Diabetiker Allianz wurde als Arbeitsgemeinschaft durch die vier großen Selbsthilfeverbände Deutschlands gegründet:
- Deutscher Diabetiker Bund e.V. (DDB), Bundesvorsitzende, Sandra Schneller
- Diabetikerbund Bayern e.V., Vorstandsvorsitzender, Bernd Franz
- Deutsche Diabetes Föderation e.V. (DDF), Vorstandsvorsitzender, Dr. Klaus-D. Warz
- Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) e. V., Vorstandsvorsitzende, Judith Krämer
„Nicht zu handeln ist keine Option!“, kritisiert die DA darin und stellt 6 Forderungen auf: zu der Diabetesversorgung, den Disease-Management-Programmen, der Inklusion in Kita und Schule, der Prävention, der Digitalisierung und der Patientenvertretung. Diesem Papier war schon ein offener Brief der Diabetiker Allianz an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorausgegangen. Das Schreiben unterstrich nochmals die nötige Umsetzung der Strategie, blieb bislang aber unbeantwortet.
„Millionen von Menschen müssen wissen, wie gefährlich der Diabetes in seiner Langzeitwirkung ist. Und wenn sie an Folgeerkrankungen sterben, dann, weil der Diabetes zu spät erkannt wurde. Deswegen ist hier dringender Handlungsbedarf, was die Aufklärung betrifft, und das muss schon in der Schule beginnen“, betonte Klaus Warz gegenüber Report Mainz.
Auch das Deutsche Ärzteblatt hat vor kurzem über die stockende Strategie und die aktuelle Blockadepolitik in Ernährungsfragen in einem kritischen Artikel berichtet.
| von Angela Monecke |
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| Redaktionsbüro Angela Monecke, Kopenhagener Str. 74, 10437 Berlin, E-Mail: angelamonecke@aol.com |
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (4) Seite 48-49
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florahdo postete ein Update vor 5 Tagen, 8 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 22 Stunden
Ich meinte Liberty





Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?