- Aus der Community
Welche Rolle spiele ich bei dem Unwissen von Nicht-Diabetikern?
3 Minuten
Ja, es gibt viele Mythen über Menschen mit Diabetes, die nicht der Realität entsprechen. Vorurteile, Meinungen, die aufgeräumt werden sollten. ABER sind wir Menschen mit Diabetes so viel toleranter?

Kennst du das noch aus der Schule “Es gibt keine dummen Fragen”? Wie oft hast du dich schon über Fragen aus deinem Umfeld geärgert, die vielleicht nicht ganz so passend sind? “Darfst du das essen?” “Wie schlimm ist dein Diabetes?” “Musst du dich bei Unterzucker spritzen?” Und bei anderen Situationen, die angebrachter wären, wird der
Diabetes nicht berücksichtigt. “Lust auf eine spontane Fahrradtour?” “Wollen wir unseren Urlaub noch um eine Woche verlängern?” “Ich hab für dich nur Handgepäck gebucht, wir sind doch nur eine Woche weg”.
Worauf ich hinaus will: angenommen wir haben während unseres Urlaubs noch einen Menschen mit Krebs dabei. Wüsstest du genau, woran man alles denken muss oder würdest du die gleichen unwissenden Fragen stellen? Natürlich sind wir Experten im Bereich Diabetes. Wir haben keine andere Wahl. Wir stehen auf mit Diabetes, machen Sport mit Diabetes und fahren mit Diabetes in den Urlaub. Wir müssen an alles denken und sollten wir etwas vergessen, bekommen wir die Konsequenzen daraus so zu spüren, dass uns das kein zweites Mal passiert.
Diabetes als Bonus?
Mir ist es oft sogar unangenehm, wenn ich wegen Diabetes einen Bonus bekomme. Ich habe mich tatsächlich 25 Jahre lang geweigert, einen Behindertenausweis zu beantragen, weil es mein persönlicher Anspruch war, auch mit Diabetes genauso behandelt zu werden wie ohne. Keine Vorteile, keine Bevorzugungen. Ich wollte der Welt zeigen, dass ich auch mit mehr Last das Gleiche oder sogar noch mehr erreichen kann. Jetzt bin ich schlauer, ich erreiche
immer noch meine Ziele, aber nehme mir auch die verdiente Zeit für meinen Körper und mein Diabetesmanagement. Ich lasse mich nicht einschränken, verdränge den Diabetes aber auch nicht komplett aus meinem Sichtfeld. Seitdem ich den Ausweis habe, gehe ich offener mit der Krankheit um und spreche auch mehr mit meiner Familie, Freunden und Arbeitskollegen darüber.
Und welch Wunder, meine Ängste haben sich nicht bewahrheitet. Ich werde nicht als schwacher gesehen oder durch meinen Diabetes definiert. Ich bin weiterhin die Michelle, die schon immer einen schwarzen Humor hatte. Wenn ich mal etwas über meinen Diabetes erzähle, bekomme ich Verständnis statt Stirnrunzeln. Ich habe jahrelang innerlich einen Kampf geführt, weil ich nicht aus der Reihe tanzen wollte. Habe mir unnötig Druck gemacht und bin psychisch an meine Grenzen gekommen, weil ich so perfektionistisch bin und mir keinen Fehler erlauben wollte. Letztendlich war ich mein größter Feind, weil ich die Krankheit nie richtig angenommen habe. Jetzt weiß ich es besser.
Inwiefern sind unsere Mitmenschen einzubinden?
Aber unsere Mitmenschen, woher sollen die das alles wissen? Oder besser gefragt, müssen sie das alles wissen? Reicht es nicht, wenn wir es auf dem Schirm haben und sie aufklären? Und das mit einer großen Portion Verständnis statt Kopfschütteln. Jeder Mensch trägt sein Päckchen, da braucht er/sie nicht noch das Päckchen anderer zu tragen.

Wenn jemand bereits ein bisschen Ahnung von Diabetes hat, umso besser! Ich freue mich immer, wenn jemand meinen Sensor erkennt oder mich fragt, ob ich eine Insulinpumpe habe! Mehr brauchen die Leute in meinem Umfeld meiner Meinung nach nicht wissen. Und falls mir das wichtig ist, kläre ich sie insofern auf, dass sie mir im Notfall helfen können oder Verständnis für manche Situationen zeigen. Mehr möchte ich nicht. Verständnis und Toleranz. Gegenüber sich und seinem Körper sowie gegenüber anderen.
Susanne hat sich Gedanken über das Miteinander “intern” in der Community gemacht. Zu ihrem Beitrag kommt ihr hier.
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diahexe postete ein Update vor 1 Woche
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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ckmmueller postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos
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diahexe antwortete vor 1 Woche
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.
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anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747



Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.