- Begleit-Erkrankungen
Welt-Adipositas-Tag: Stigmatisierung beenden und Menschen mit Adipositas besser versorgen
3 Minuten
Jedes Jahr am 4. März wird der Welt-Adipositas-Tag (engl.: „World Obesity Day“) begangen. Ziel ist es, um auf die Situation und Versorgungslage von Betroffenen mit starkem Übergewicht aufmerksam zu machen. Denn nach wie vor sind Menschen mit Adipositas großen Belastungen und einer Stigmatisierung ausgesetzt, zudem sind Therapie-Angebote derzeit noch unzureichend.
Adipositas gilt als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen der modernen Gesellschaft, insbesondere in Industrienationen wie Deutschland. Diese chronische Erkrankung ist durch eine übermäßige Fettansammlung im Körper gekennzeichnet, die das Risiko für zahlreiche weitere Gesundheitsprobleme erhöht. Aktuelle Schätzungen deuten darauf hin, dass etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland als adipös eingestuft wird. Adipositas versiebenfacht das Risiko für einen Prä-Diabetes oder einen Typ-2-Diabetes und gilt als Auslöser und Risikofaktor für mehr als 60 weitere Begleit- und Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Herzkreislauf-Erkrankungen. Dies unterstreicht die Dringlichkeit einer effektiven Behandlung und Prävention.
Die Versorgung adipöser Patienten in Deutschland steht jedoch vor zahlreichen Herausforderungen. Dazu zählen z.B. die Stigmatisierung der Betroffenen und eine unzureichende Abdeckung spezialisierter Therapieangebote durch das Gesundheitssystem. Der heutige Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2024 wirft laut VDBD daher ein Schlaglicht auf diese Problematik und bietet Anlass, über die Notwendigkeit einer umfassenden Anerkennung und Behandlung von Adipositas als ernsthafte Erkrankung zu sprechen.
Adipositas als multifaktorielle Erkrankung: VDBD fordert Paradigmenwechsel in der Behandlung und Prävention
Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) hebt in einer Pressemitteilung zum heutigen Welt-Adipositas-Tag hervor, dass Adipositas eine komplexe, multifaktorielle Krankheit ist, die nicht allein durch Bewegungsmangel und eine hyperkalorische Ernährung verursacht wird. Neuere Studien zeigen, dass auch genetische Faktoren eine Rolle spielen können, insbesondere bei Frauen. Diese Erkenntnisse fordern einen Paradigmenwechsel in der Behandlung und Prävention von Adipositas.
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Der VDBD betont die Notwendigkeit, Adipositas zu entstigmatisieren und als Volkskrankheit anzuerkennen, um angemessene und strukturierte Maßnahmen zur Vermeidung von Folgeerkrankungen zu implementieren. „Anstatt Betroffene zu stigmatisieren, sollte Adipositas als komplexe Erkrankung anerkannt und mit entsprechenden gezielten und strukturierten Maßnahmen bekämpft werden, um Folgeerkrankungen zu verhindern“, fordert VDBD-Vorstandsmitglied Theresia Schoppe. Mit dem bevorstehenden Disease-Management-Programm (DMP) Adipositas, das voraussichtlich im April in Kraft tritt, wird ein erster Schritt in diese Richtung unternommen, obwohl die Ernährungstherapie weiterhin nicht zur Regelversorgung gehören wird.
Kampagne zum Welt-Adipositas-Tag von Novo Nordisk gegen Stigmatisierung
Neben den physischen Gesundheitsrisiken leiden adipöse Personen häufig unter schwerwiegenden psychosozialen Folgen, darunter Stigmatisierung und Diskriminierung, wie Novo Nordisk, Anbieter des Adipositas-Medikaments Semaglutid (Handelsname: Wegovy), in einer Presse-Information berichtet. Eine vom Unternehmen veröffentlichte Übersichtsarbeit zeigt, dass Menschen mit Adipositas ein signifikant höheres Risiko haben, eine Depression zu entwickeln, was auf die Stigmatisierung der Krankheit zurückgeführt werden kann. Um gegen diese Stigmatisierung vorzugehen, hat Novo Nordisk die Kampagne „Echt jetzt?“ ins Leben gerufen, die zum Ziel hat, Vorurteile zu hinterfragen und einen empathischeren Umgang mit Adipositas zu fördern.
„Es ist essentiell wichtig, dass alle an einem Strang ziehen – die verschiedenen Interessens-gruppen genauso wie gesellschaftliche Entscheidungsträger. Nur so können wir gemeinsam und nachhaltig mit den Schuldzuweisungen und Mythen rund um die persönliche Verantwortung für das Körpergewicht aufräumen“, sagt Daniela Rimpf von Novo Nordisk Deutschland. „Außerdem brauchen wir insgesamt mehr Empathie für Menschen mit Adipositas. Das ist die Grundvoraussetzung für einen Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung von Adipositas“, so ihr Plädoyer. Darüber hinaus betont das Unternehmen die Bedeutung einer nachhaltigen Therapie, um die physische und psychische Gesundheit der Betroffenen zu verbessern. Diese kann von Lebensstiländerungen über chirurgische Eingriffe bis hin zu Behandlungen mit Medikamenten reichen kann.
von Redaktion Diabetes-Anker
mit Materialien des Verbands der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) und von Novo Nordisk
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moira postete ein Update vor 20 Stunden, 57 Minuten
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 5 Tagen, 19 Stunden
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
