- Soziales und Recht
Wie sicher sind Gesundheits-Apps?
2 Minuten
Bringen Gesundheits-Apps mehr Behandlungssicherheit für Patienten? Und findet die nächste Sprechstunde vielleicht bald nicht mehr in der Arztpraxis, sondern im Netz statt? Diese Fragen diskutierte das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) im Mai vor Journalisten in Berlin.
Schon jetzt nutzt über die Hälfte der Patienten in Deutschland Gesundheits-Apps. Doch wie sicher sind die digitalen Helfer?
Praktische Checkliste für Apps
„Wir haben hier Handlungsbedarf gesehen und eine Checkliste zu Gesundheits-Apps erstellt, mit der Patienten prüfen können, welche digitalen Angebote sicher sind und welche weniger“, sagt Hardy Müller, Geschäftsführer des APS, der die Checkliste vorstellte (siehe Kasten).
Die Handlungsempfehlung kann unter www.aps-ev.de heruntergeladen werden.
Unabhängig von individuellen Anforderungen an eine App sollte sie folgende Punkte erfüllen, um sicher und stabil zu laufen: Die App beschreibt den konkreten Anwendungsbereich, z. B. tägliche Erinnerung an die Einnahme von Medikamenten. Die App klärt über die eigenen Grenzen auf (Beispiel: Erklärung in der App, dass ein Arztbesuch nicht durch die Nutzung dieser App ersetzt werden kann). Das letzte Update der App wurde innerhalb der letzten 6 Monate (Richtwert) bereitgestellt. Die Anwendung läuft stabil und führt nicht zu Abbrüchen oder Neustarts.
Diabetesbereich: Gütesiegel „DiaDigital“
Im Diabetesbereich gibt es seit 2017 ähnliche Aktivitäten, mit denen Patienten die Qualität von Diabetes-Apps besser unterscheiden können: das Gütesiegel „DiaDigital“, mit dem erstmals diabetesbezogene Apps zertifiziert werden können (wir berichteten). Das Siegel wurde im Rahmen einer Kooperation von Fachgesellschaften wie der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und Patientenverbänden mit dem Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH (ZTG) entwickelt.
Weltweit geht das Angebot von Diabetes-Apps schon in die Zehntausende. Auf dem Markt sind etwa Diabetes-Tagebücher zur Verwaltung sämtlicher Therapiedaten oder Programme, mit denen Anwender Kalorien, Brot- und Kohlenhydrateinheiten von Lebensmitteln zur Ernährungssteuerung abrufen können. Die Qualität der Angebote ist jedoch sehr unterschiedlich. Und bislang gibt es für solche Apps keinen offiziellen „TÜV“.
Wie geht es mit der Chipkarte weiter?
Der neue Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Digitalisierung im Gesundheitswesen jedenfalls rasch vorantreiben – auch die umstrittene elektronische Gesundheitskarte.
Trotz der lauten Kritik an der Karte hat der Minister vor kurzem klargestellt, dass er das Dauerprojekt nicht aufgeben will. Seit ihrem Start vor 14 Jahren sei die Chipkarte, laut APS, trotz erheblicher Investitionen als „weniger als mangelhaft“ einzustufen. Etwa 1,7 Milliarden Euro wurden in die Karte, genauer in veraltete Technik, gesteckt. Kritiker bezeichnen sie heute als teuren Flop.
Die APS-Vorsitzende Hedwig François-Kettner kritisierte, dass „zentrale Punkte zur Patientensicherheit, die über die Gesundheitskarte generiert werden könnten – wie etwa Notfalldaten, die aktuelle Medikation und aktuelle Befunde – unglücklicherweise bisher in der Praxis nicht berücksichtigt worden sind. Das sollte sich dringend ändern.“ Bei aller Digitalisierung müsse der Patient aber immer Herr seiner Daten bleiben.
von Angela Monecke
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (7) Seite 40-41
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stephanie-haack postete ein Update vor 4 Tagen, 6 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Tagen, 8 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Tagen, 6 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
