- Soziales und Recht
Wie viele Diabetiker gibt es eigentlich?
3 Minuten

Wie viele Diabetiker gibt es eigentlich heute? Und wie viele im Jahr 2040? Aus welchem Land kommen sie? Wo wohnen sie, auf dem Land oder in der Stadt? Und wie viele davon sind Typ-1-Diabetiker? Diese Fragen beantworten Experten der International Diabetes Federation (IDF) im kommenden Diabetes-Atlas. Wir präsentieren die ersten Daten.
Alle zwei Jahre veröffentlicht die International Diabetes Federation (IDF) die neuesten Diabetes-Zahlen in Form des Diabetes-Atlases. Der siebte Diabetes-Atlas erscheint in Kürze; neueste Daten liegen uns nun bereits exklusiv vor: 2013 kam die IDF auf 382 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus weltweit, nach neuesten Berechnungen sind es nun 2015 415 Millionen Diabetiker. Die Schätzungen für 2040 sagen eine Anstieg auf 642 Millionen Menschen mit Diabetes voraus.
In China leben aktuell 109,6 Millionen Menschen mit Diabetes
Im Verhälnis zur Gesamtbevölkerung ist die Steigerung der Anzahl von Menschen mit Diabetes von heute bis 2040 in Ländern wie Ägypten (von 7,8 auf 15,1 Millionen), Bangladesch (von 7,1 auf 13,6 Millionen) und Pakistan (von >7,1 auf 14,4 Millionen) enorm. Die meisten Diabetiker zwischen 20 und 79 Jahren leben heute wie auch in 2040 in China ( 2015: 109,6 Millionen; 2040: 150,7 Millionen), Indien ( 2015: 69,2 Millionen; 2040: 123,5 Millionen ), USA (2015: 29,3; 2040: 35,1 Millionen) und Brasilien (2015: 14,3 Millionen; 2040: 3,3 Millionen).

Hochgerechnete Anzahl der Menschen mit Diabetes weltweit und nach Regionen: Der Ist-Zustand 2015 und die Prognose der IDF für das Jahr 2040.
Verteilung: Männliche Stadtbewohner am häufigsten betroffen
Diabetiker wohnen heute wie auch in 30 Jahren eher in der Stadt: Während 2015 noch 269,7 Millionen Diabetiker in der Stadt wohnen, sind es 2040 schon 477,9 Millionen. In ländlichen Gebieten ist eine geringere Steigerung zu sehen: von 145,1 auf 163,9 Millionen. 2015 gibt es 199,5 Millionen weibliche Diabetiker und 215,2 Millionen männliche Diabetiker, auch 2040 ist das Verhältnis ähnlich geblieben (313,3 vs. 328,4 Millionen).

Vergleich der Anzahl der Diabetiker: Stadt (urban) vs. Land (rural).

Vergleich der Anzahl der Diabetiker: weiblich vs. männlich.
Einer von elf Erwachsenen hat Diabetes
Die IDF schätzt, dass …
- 1 von 11 Erwachsenen Diabetes hat,
- bei 1 von 2 Diabetikern der Diabetes noch nicht diagnostiziert ist,
- 12 Prozent der Weltgesundheitskosten für Diabetes ausgegeben wird,
- 1 von 7 Geburten von Gestationsdiabetes beeinträchtigt wird und
- 542.000 Kinder Typ-1-Diabetes haben.
Diabetes-Anstieg in den Entwicklungsländern
Auffällig ist ein starker Anstieg der Anzahl der Diabetiker in den Entwicklungsländern. Erklärungen für diesen Anstieg könnte die Verbreitung der westlichen Kultur, die steigende Anzahl der Mittelschicht, der vermehrte Umstieg auf Bürojobs, die alternde Population sowie weitere Faktoren sein, so Mike Doustdar vom Unternehmen Novo Nordisk, einer der Hauptsponsoren des Diabetes-Atlases, bei der Präsentation der Zahlen.
Wie könnte die Diabetes-Epidemie gestoppt werden?
“Wir müssen die Menschen dazu ermutigen gesündere Nahrung zu essen und den Zugang dazu erleichtern. Wenn Fast-Food günstiger ist als gesunde Nahrungsmittel, dann muss die Regierung einschreiten”, erklärte Sir Michael Hirst, Präsident der IDF.
Niemand könne das Problem alleine lösen, erklärt Doustdar. Man müsse zusammenkommen, in Organisationen, und dann sehen, wie man mit dieser Entwicklung umgehe. “Wir müssen …
- eine früher Diagnose ermöglichen,
- Ärzte und Beraterinnen schulen,
- es ermöglichen, dass mehr Menschen ihr Therapieziele erreichen, damit es weniger Komplikationen gibt und
- Diabetes in der Politik priorisieren!”
Grafiken und Bilder: International Diabetes Federation und Novo Nordisk.
Lena Schmidt
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 13 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 4 Stunden
Ich meinte Liberty





Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?