„the winner tapes it all“ – Kinesiotape zur Sensor-Befestigung

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„the winner tapes it all“ – Kinesiotape zur Sensor-Befestigung

Bei meinen ersten Sensoren des FreeStyle Libre hatte ich solche Angst, dass sie sich vor Ablauf der 14-Tage-Tragezeit von meiner Haut lösen würden, dass ich sie in einer Klebe-Wut mit Kinesiotape an meinen Körper getackert habe – Hauptsache fest, Optik war mir erstmal nicht so wichtig. Beweisfotos findet ihr in meinen Beiträgen über die erste und die zweite Woche mit dem FreeStyle Libre. Ich klebte kreuz und quer oder doppelt und dreifach übereinander. Mal berührte das Tape nur den Pflasterrand, mal bedeckte es den ganzen Sensor (mit oder ohne „Atmungsloch“).

Mal mit zusätzlichem Pflaster/Tape, mal ohne

Mit der Zeit traute ich mich aber immer öfter, den Sensor erst einmal „pur“ zu tragen, manchmal gelang das zwei Wochen ohne Probleme, manchmal merkte ich nach ein paar Tagen, dass das Pflaster Unterstützung brauchte. Es gab einen Sensor, der mich nach einem näheren Kontakt mit dem Türrahmen verließ, einen, der die Sommerhitze (und meinen Schweiß?) nicht ertragen hat und abfiel, und einen Sensor, der irritierenderweise nicht richtig am Pflaster klebte und deswegen sofort von mir fixiert wurde.

Hautprobleme bekam ich weder vom FreeStyle Libre noch von meinem Kinesiotape. Bis vor kurzem, denn auf einmal juckte es wie verrückt und am Tag des Sensorwechsels sah ich, dass sowohl die Haut an der Einstichstelle als auch am gesamten Pflasterrand gerötet und irgendwie verkrustet war. Daraufhin wollte ich den Arm erstmal schonen und es dauerte tatsächlich mehrere Wochen, bis die Stelle abheilte. Den anderen Arm habe ich mir leider fast zeitgleich unglücklich gestoßen und die Haut abgeschrammt, und auf einmal schien kein Platz mehr für den Sensor zu bleiben.

Den Sensor schick machen – so geht’s

Im Internet findet man einige Tipps und Tricks, wie und wo man den Sensor des FreeStyle Libre noch setzen kann. Beispielsweise im Dekolleté, seitlich von der Brust oder darunter, am Bauch oder an den Oberschenkeln. Ich entschied mich für Letzteres und die Messung dort klappte einwandfrei.

Allerdings hatte ich Sorge, den Sensor dort leicht mit der Kleidung abzureißen, und wollte ihn sofort befestigen. Da ich es inzwischen so gewohnt bin, einen mit Stickern schick gemachten Sensor zu tragen, war mir danach, ihn nicht wieder unter einem Tape-Chaos zu verstecken. In meinem Hinterkopf hatte ich Bilder von CGM-Trägern, die ihre Sensoren mit Blumen oder anderen Motiven aus Pflastern befestigt hatten, und genau so etwas wollte ich jetzt auch haben!

 

Schritt 1: Die Vorlage ausschneiden (Wichtig: Achtet darauf, dass das Motiv wirklich den Sensor überlappend bedeckt! Ein Durchmesser von mindestens 6 Zentimetern ist dafür ganz gut. Nehmt im Zweifel einen alten Sensor oder ein 2-Euro-Stück zur Hilfe.)

Schritt 2: Die Vorlage mittig knicken und um die Kante des Tapes legen*

Schritt 3: Jede Hälfte des Motivs auf die Rückseite des Tapes übertragen.

Schritt 4: Ausschneiden – wenn ihr ein Loch über dem FreeStyle-Libre-Loch haben wollt, einfach jeweils in der Innenseite des Motivs ein kleines Dreieck ausschneiden

Schritt 5: Motiv auf den bereits fest auf der Haut sitzenden Sensor aufkleben.

*Solltet ihr ein Kinesiotape haben, das breit genug für euer Motiv ist, fällt dieser Schritt natürlich weg. Aber ich denke, die meisten von euch, haben – so wie ich – ein 5 Zentimeter breites Tape.

 

Wer selbst nicht ganz so kreativ ist: Sticker für Sensoren gibt es u. a. im Kirchheim-Shop. Schaut doch mal rein 🙂 

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
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