Accu-Chek: „Wir bieten die Auswahl“

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© Roche Diabetes Care
Accu-Chek: „Wir bieten die Auswahl“

Was gibt es in diesem Jahr Neues von Accu-Chek, der Diagnostik-Marke von Roche Diabetes Care? Im Rahmen eines großen Kongresses für Diabetes-Technologie hat das Unternehmen seine neuesten Produktentwicklungen und digitalen Lösungen vorgestellt.

Mitte Februar wurde in Paris der ATTD-Kongress (Advanced Technologies & Treatments for Diabetes) ausgerichtet. Die Fachtagung, die dieses Jahr zum 10. Mal stattfand, ist weltweit zu einer der wichtigsten Veranstaltungen im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen und Innovationen im Bereich der Diabetes-Technologie geworden.

Rundumabdeckung: innovative Technologien treffen digitale Integration

Zu diesem Anlass hat das Unternehmen Roche Diabetes Care Journalisten aus ganz Europa eingeladen zu einem Pressetermin mit dem Titel „Innovative Technologies Meets Digital Integration: The Key to improved Outcomes & True Relief“. Dabei stand nicht nur die neueste Generation der Diagnostiksysteme der Roche-Marke Accu-Chek im Fokus, sondern auch die Erfassung, Auswertung und Bereitstellung von Gesundheitsdaten mit Hilfe digitaler Lösungen waren Thema.

Tim Jürgens (Bild oben), Leiter des Bereichs New Business Models bei Roche Diabetes Care, führte in seinem Vortrag aus, dass die Nutzung neuer Technologien ganz neue Möglichkeiten im Diabetes-Management biete. Anwendungsbeobachtungen zeigten, dass mit Hilfe der Digitalisierung in der Therapie bessere Ergebnisse, mehr Effizienz sowie geringere Kosten erreicht werden können.

Mit solitären Therapielösungen gelingt dies jedoch meist nicht, so Jürgens. Deshalb habe das Unternehmen sich zum Ziel gesetzt, den Patienten eine möglichst ganzheitliche Versorgung anzubieten, die deren Bedürfnisse effektiver abdeckt, und sie sich somit nicht mehr rund um die Uhr mit ihrem Diabetes beschäftigen müssen, um eine gute Einstellung zu erreichen.

Erweiterung der Kooperation mit mySugr und Exklusivvertrag mit Medtronic

Zu dieser Rundumabdeckung gehöre auch die Intensivierung der Kooperation mit dem Startup-Untenehmen mySugr, die Jürgens auf diesem Termin offiziell bekanntgab. mySugr bietet Apps und einen Web-Service an, die das Diabetes-Datenmanagement erleichtern sollen. Im Rahmen der engeren Zusammenarbeit werden die mit dem Roche-Messsystem Accu-Chek ­Guide gemessenen Werte nun automatisch in die mySugr-App hochgeladen. Zudem wird ein vereinfachter Datenaustausch mit Behandlern und Betreuern über die cloud­basierte Plattform Accu-Chek Connect Online ermöglicht.

Mit Medtronic wird Roche zukünftig ebenfalls zusammenarbeiten: Ein zwischen den beiden Unternehmen geschlossener Exklusivvertrag sieht vor, dass Roche ein spezielles Blutzuckermessgerät mit BLE-Funktionalität (BLE: Bluetooth Low Energy) entwickeln wird, das mit den zukünftigen BLE-fähigen Insulinpumpensystemen von Medtronic kommuniziert. Das neue Messgerät wird auf der Accu-Chek Guide-Plattform basieren und unter dem Namen Accu-Chek Guide Link vermarktet werden.

Blutzuckermessgerät und CGM-Systeme

Auch bezüglich des Glukose-Monitorings möchte Roche Menschen mit Diabetes eine breite Auswahl an Optionen bieten und bringt daher mit dem Accu-Chek Guide ein neues Blutzuckermessgerät sowie mit dem Accu-Chek ­Insight CGM und dem Eversense gleich zwei neue Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung auf den Markt.

Das Accu-Chek Guide, das ab sofort erhältlich ist, wurde vor allem unter der Prämisse entwickelt, die tägliche Mess­routine zu erleichtern. Die neue Teststreifendose ist so konzipiert, dass die Entnahme auch unter widrigen Bedingungen bequem vonstattengehen soll. Zudem ist die Blutauftragsfläche der Teststreifen verbreitert worden, und ein beleuchteter Einschub macht das Messen nun auch im Dunkeln möglich.

Das Accu-Chek Insight CGM-System, dessen Sensor mit Hilfe einer speziellen Setzhilfe unkompliziert angebracht wird, wie Jan Jager (Abb. 4), International Business Leader bei Roche Diabetes Care, auf dem Pressetermin in einem Video vorführte, wird im Laufe des Jahres auf den Markt kommen.

Es soll – neben einer hohen Messgenauigkeit speziell im niedrigen glykämischen Bereich sowie in Phasen rapider Glukoseschwankungen – vor allem durch seine Smart Warnings-Funktion punkten: Die Alarmfunktion kann individuell eingestellt werden. So können die Alarme z. B. für steigende Werte nach dem Essen für einen selbst festgelegten Zeitraum deaktiviert werden, damit diese nicht unnötig ertönen.

Ein Sensor, der unter die Haut geht

Ebenfalls für dieses Jahr ist die Einführung des Eversense-CGM-Systems geplant. Es besteht aus einem weniger als zwei Zentimeter langen, reiskornförmigen Sensor, der in einem kleinen Eingriff ambulant in einer Arztpraxis unter der Haut implantiert wird und dort 90 Tage lang verbleiben kann, um die Glukosewerte zu messen. Diese werden an die zweite Komponente des Systems übermittelt – einen Transmitter, der auf der Haut über dem Sensor angebracht wird und die Messdaten via Bluetooth an eine Smartphone-App überträgt.

Entwickelt wurde Eversense vom US-Unternehmen Senseonics; Roche wird es exklusiv in Deutschland vertreiben. „Wir bieten die Auswahl“, sagte Jager abschließend. Denn im Portfolio von Roche Diabetes Care könne jeder Diabetes-Patient das am besten zu ihm passende Produkt finden.


von Gregor Hess
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (4) Seite 12

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  • Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Tagen, 14 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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