- Technik
Ausprobiert: FreeStyle Libre 3 – klein und komfortabel
2 Minuten

Dr. Mirjam Eiswirth hat das CGM-System FreeStyle Libre 3 ausprobiert: Der Sensor liefert minütlich Glukosewerte an ein Endgerät und besticht im Alltagstest vor allem durch seine Größe.
Der Sensor FreeStyle Libre 3 ist nur noch so klein wie eine 5-Cent-Münze und sehr leicht und flach. Außerdem überträgt der Sensor die Werte in Echtzeit an ein Lesegerät beziehungsweise ein Smartphone.
Einfach und komfortabel in der Handhabung
In der Handhabung ist der FreeStyle Libre 3 denkbar einfach. Die Setzhilfe ist, genauso wie der Sensor, kleiner geworden und ist für mich komfortabler als die letzte Version. Denn beim FreeStyle Libre 3 ist deutlich weniger Druck nötig als noch beim FreeStyle Libre 2, um die Setzhilfe auszulösen.
Das Setzen fühlt sich weicher an und der Knall ist weniger laut. Ich kann mir gut vorstellen, dass das den Sensor-Wechsel für viele Menschen leichter macht. Der Sensor darf offiziell nur auf der Rückseite des Oberarms angebracht werden. Ist er gesetzt, wird er durch Scannen mit dem Smartphone oder Lesegerät aktiviert. Mit dem Smartphone habe ich teils mehrere Anläufe gebraucht, da der Sensor so klein ist – aber einmal aktiviert, läuft alles problemlos.
Klebefähigkeit: ausbaufähig
Obwohl ich die Haut gut gereinigt und wieder getrocknet habe, hatte ich große Probleme mit dem Haften der Sensoren. Ich hatte fünf Sensoren zum Testen: Der erste hielt drei Tage, der zweite acht, der dritte neun, der vierte zwei und der fünfte vier. Dabei kann der Sensor eigentlich bis zu 14 Tage getragen werden. Hier müsste ich wahlweise mit zusätzlichen Pflastern oder anderen Fixierungen arbeiten.
FreeStyle Libre 3
| Größe des Sensors: | Höhe 2,9 mm, Durchmesser 21 mm |
| Gewicht des Sensors: | 1 Gram |
| Aufwärmzeit: | 1 Stunde |
| Tragedauer: | bis zu 14 Tage |
| Übertragungsbereich des Sensors: | 10 Meter |
| Lesegerät: | Smartphone oder Lesegerät |
Wollen Sie mehr über den Glukose-Sensor FreeStyle Libre 3 wissen? Das Unternehmen Abbott informiert Sie darüber im Internet unter www.freestylelibre.de.
Hohe Genauigkeit in Studien
In Studien hat der FreeStyle Libre 3 über alle Altersgruppen hinweg eine mittlere Abweichung von 7,8 Prozent. Meine Erfahrung ist, dass die Sensorwerte meist etwas versetzt zum gemessenen Blutglukosewert liegen, wahlweise darüber oder darunter.
Die größte Herausforderung daran ist, dass der gleiche Sensor mal zu hoch und mal zu niedrig liest. Da fehlt mir persönlich die Möglichkeit, zu kalibrieren. Besonders aufgefallen ist mir dabei, dass der Sensor in der Nacht, wenn durch das Liegen Druck auf der Tragestelle des Sensors ist, häufig zu niedrige Werte liefert.
Insgesamt also ein gemischtes Bild: Mit Blick auf die Größe und Einfachheit in der Handhabung überzeugt mich der FreeStyle Libre 3, was den Kleber und die Genauigkeit angeht, ist der Sensor für mich noch ausbaufähig.
Ausprobiert: Diabetes-Technologie im Alltagstest
Neue Blutzuckermessgeräte, Pens, Insulinpumpen …: Wir probieren die Geräte aus – und beschreiben Ihnen unseren Eindruck. Eindeutig bewerten können und wollen wir sie nicht, denn jeder muss selbst entscheiden, was ihm wichtig ist und womit er am besten zurechtkommt. Auch die Genauigkeit und Zuverlässigkeit prüfen wir nicht; dies überlassen wir den dafür eingerichteten Instituten.
Mirjam Eiswirth ist promovierte Sprachwissenschaftlerin. Sie lebt seit 1996 mit Diabetes und seit 2008 mit Zöliakie. Sie war tätig als Redakteurin für das Diabetes-Eltern-Journal und hat zwei Bücher veröffentlicht. Heute arbeitet sie als Coach und Referentin.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (6) Seite 42
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lena-schmidt postete ein Update vor 6 Tagen, 10 Stunden
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Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 1 Monat
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße




