mylife Loop: Erstes System für die automatisierte Insulindosierung mit FreeStyle Libre 3

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© Ypsomed
mylife Loop: Erstes System für die automatisierte Insulindosierung mit FreeStyle Libre 3

Der FreeStyle Libre 3 Sensor von Abbott ist nun in Deutschland für die Anwendung im mylife-Loop System für die automatisierte Insulindosierung (AID) zugelassen. Dies teilt das Unternehmen Ypsomed mit. Es besteht zusätzlich aus der „mylife YpsoPump“ und dem „mylife CamAPS FX“-Algorithmus.

Die mylife-Loop-Lösung soll einen intelligenten, automatisierten Prozess für die Insulindosierung auf der Grundlage von Echtzeit-Glukosedaten ermöglichen, so Yposmed. Das System überwacht kontinuierlich den Blutzuckerspiegel, um die richtige Menge Insulin zum richtigen Zeitpunkt zu verabreichen.

Selbstbehandlung wird zur Selbstverständlichkeit

Heute verwenden Menschen mit Typ 1-Diabetes täglich viel Zeit für das Diabetesmanagement. Durch den Einsatz des CamAPS FX Algorithmus, der Teil des mylife Loop Angebotes ist, kann dieser Aufwand deutlich reduziert werden. Das schenkt den Betroffenen Zeit, in der sie nicht an ihre Krankheit denken müssen.

Ypsomed hat bereits im Frühsommer zusammen mit CamDiab die mylife Loop Lösung auf den Markt gebracht. Diese ist mittlerweile in mehreren Ländern lanciert. Die Anwenderinnen und Anwender berichten von mehr Freiheit in ihrem täglichen Leben, so der Hersteller. Demnach haben sie mehr Zeit für ihre Familien, sind aktiver und können nachts besser schlafen. Eltern von Kindern mit Diabetes soll die automatisierte und selbstlernende Lösung eine gute Übersicht und Kontrolle bieten. Sie können über das Smartphone jederzeit die Glukosewerte ihres Kindes einsehen und bei Bedarf entsprechend reagieren.

Wahlmöglichkeit für Menschen mit Diabetes – Freedom of Choice

Menschen mit Diabetes haben nun die Möglichkeit zwischen zwei Sensoren, dem Dexcom G6 und dem FreeStyle Libre 3, zu wählen. „Wir von Ypsomed Deutschland freuen uns heute mit der Erweiterung des mylife Loops mit FreeStyle Libre 3 die Pumpentherapie in Deutschland modularer und somit individueller anbieten um können. Unsere patientenzentrierte Entwicklung mit der nun erfolgten Integration des FreeStyle Libre 3 Sensors entspricht dem Wunsch unserer Patienten und Ärzte nach einer individualisierbaren Konfiguration ihres mylife Loops und somit einem „Freedom of Choice“ in der Pumpentherapie!“, sagt Dirk Scherff, Geschäftsführer Ypsomed Deutschland.

Sébastien Delarive, Chief Business Officer Diabetes Care bei Ypsomed ergänzt: „Wir sind davon überzeugt, dass die grossen Herausforderungen der Gesellschaft nur durch Partnerschaften gelöst werden können. Wir sind daher stolz darauf, unser Angebot mit Abbott zu erweitern, um Anwenderinnen und Anwendern unserer mylife YpsoPump mehr Wahlfreiheit im Umgang mit Diabetes zu geben. Unsere kompakte und einfach zu bedienende Insulinpumpe, die mit dem neusten Sensor von Abbott und der adaptiven Hybrid-Closed-Loop-App von CamDiab kompatibel ist, wird das Leben von Tausenden Menschen mit Diabetes verändern“, sagt.

Die integrierte AID-Lösung mit dem FreeStyle Libre 3-Sensor ist derzeit in Deutschland verfügbar, weitere europäische Länder folgen im Jahr 2023. Das mylife Loop Angebot ist für Android verfügbar, iOS folgt in der zweiten Jahreshälfte 2023.


von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

mit Materialien von Ypsomed

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 3 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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