- Technik
diabetesDE warnt vor Euphorie
2 Minuten
Forschungsprojekt: Eine Kontaktlinse soll mittels Tränenflüssigkeit den Blutzuckerwert analysieren und die Daten zur Auswertung an Smartphones senden.
Regelmäßiges Blutzuckermessen gehört für Millionen von Menschen mit Diabetes zu ihrem Tagesablauf. Insulinpflichtige Menschen mit Diabetes messen bis zu siebenmal am Tag den Blutzucker. Jeder Messung geht ein Stich in den Fingerspitze voraus, um einen Blutstropfen zur Messung zu entnehmen.
Blutzuckerwert mit Hilfe der Tränen analysieren?
Ein Forscherteam vom Google X Forschungslabor stellte nun ihr Forschungsprojekt smart contact lens project vor: Eine digitale Kontaktlinse soll die Tränen von Menschen mit Diabetes sekündlich nach dem Blutzuckerwert analysieren und die Daten zur Auswertung an Smartphones senden können. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und die AG Diabetologische Technologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) begrüßen die neue technologische Entwicklung, warnen aber gleichzeitig vor Euphorie.
„Für Menschen mit Diabetes könnte eine elektronische Kontaktlinse, die den Blutzucker sekündlich misst, eine extreme Erleichterung im täglichen Selbstmanagement sein. Bis diese Technik den Weg in den Alltag von Patienten finden wird, ist es aber sicher noch ein weiter Weg. Zunächst muss die Studienlage gesichtet werden, um einschätzen zu können, ob die Kontaktlinse eine ernsthafte Alternative zum herkömmlichen Blutzuckermessen werden könnte“, sagt Prof. Dr. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE.
Kommt es zur Marktreife, dauert die Einfürung noch Jahre
Und bremst ein wenig die Euphorie: „Zwischen Prototyp und einem erstattungsfähigen Hilfsmittel für jedermann liegen meist viele Jahre. Auch wenn die Studienlage in Bezug auf den Nutzen und geringe Nebenwirkungen eindeutig wären, folgt in den meisten Fällen ein langer Verhandlungsprozess mit den Krankenkassen.“
Die Forscher von Google haben bislang einen Prototyp entwickelt, der aus einer weichen Kontaktlinse mit zwei Schichten besteht, zwischen denen sich ein Sensor sowie ein Miniatur-Funkchip befinden. Die Linse soll sekündlich die Glucose-Werte in der Tränenflüssigkeit messen und die Daten an eine begleitende Smartphone-App funken.
„Sehr interessante Idee“
Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Technologie der DDG, Prof. Lutz Heinemann, begrüßt Googles Pläne. „Es ist eine sehr interessante Idee. Google mit seinem technologischen Know-how ist sehr willkommen als ein Unternehmen, das die Entwicklung in diesem Bereich vorantreiben kann”, sagt Heineman. Geklärt werden müsse unter anderem noch, inwieweit akute Unterzuckerungen über die Tränenflüssigkeit schnell erkannt werden könnten. Auch ist derzeit völlig unklar. wie es um Datenschutzbelange bestellt ist.
Technologie-Innovation aus Deutschland: künstliche Bauchspeicheldrüse
Auch in Deutschland stehen Forscher vor bahnbrechenden Erneuerungen in der diabetologischen Technologie: Das Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult in Hannover hat als erstes deutsches Diabeteszentrum gemeinsam mit internationalen Forscherteams ein Gerät entwickelt, dessen Wirkungsweise einer künstlichen Bauchspeicheldrüse entspricht.
Bei diesem sogenannten Closed Loop, einem geschlossen Kreis, misst ein Sensor unter der Haut permanent den Blutzucker. Eine computergesteuerte Insulinpumpe übernimmt anschließend die Anpassung der notwendigen Insulindosis. Ausgehend von sehr erfolgreich verlaufenden Tests will das Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult nun weitere Tests durchführen, um die künstliche Bauchspeicheldrüse zur Serienreife zu entwickeln.
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Woche
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
