- Technik
Diabetologen erwarten Zuwachs der Nutzung digitaler Anwendungen
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Diabetologisch tätige Ärzte sind Digitalisierung und Technologie gegenüber aufgeschlossen und gehen davon aus, dass beide der Diabetologie wichtige Impulse geben – das zeigt eine Umfrage unter über 400 Ärzten. Gefragt wurden die Ärzte auch danach, welche neuen Technologien und digitalen Anwendungen heute schon von Patienten genutzt werden und wie sie deren künftige Nutzung einschätzen.
Fast 80 Prozent der 422 diabetologisch tätigen Ärzte, die an einer Umfrage im Rahmen des Digitalisierungs- und Technologiereports Diabetes (D.U.T) teilgenommen haben, stehen der Digitalisierung positiv oder sehr positiv gegenüber. Den befragten Ärzten sind dabei die Themenfelder „Software zur Analyse von Glukosedaten“, „Kompatibilität mit anderen Systemen“ (konkret: die Überwindung von Interoperabilitätsproblemen) und „Systeme zur Unterstützung der Patienten bei Therapieentscheidungen“ besonders wichtig.
Aktuelle und künftige Nutzung digitaler Lösungen
Aber welche neuen Technologien und digitalen Anwendungen werden schon heute von von Patienten genutzt? Und wie schätzen die befragten Ärzte die künftige Nutzung ein? Auch danach wurde in der Umfrage für den D.U.T gefragt.
Fazit: Nach Einschätzung der befragten Ärzte werden neue Technologien und digitale Anwendungen in den nächsten 5 Jahren vermehrt von Patienten genutzt werden:
- Eine Auslesesoftware für die Analyse der Blutzucker-/Glukosedaten nutzt derzeit etwa jeder 4. Patient. Die befragten Ärzte erwarten, dass in fünf Jahren ca. jeder 2. Patient mit einer solchen Software arbeiten wird. Ein ganz ähnliches Bild zeigt sich bei der Nutzung von Diabetes-Apps durch die Patienten: Auch hier nutzt derzeit etwa jeder 4. Patient solche Anwendungen, in fünf Jahren wird es nach Einschätzung der Ärzte jeder zweite Patient sein.
- Telemedizinische Behandlungsformen in der Diabetologie nutzen aktuell nur ungefähr 3 Prozent der Patienten. Nach der Prognose der befragten Ärzte wird dieser Anteil auf etwa 20 Prozent in fünf Jahren steigen. Auch digitale Schulungsformen werden noch wenig genutzt – von ca. 16 Prozent der Patienten. Die befragten Diabetologen gehen davon aus, dass dieser Anteil in den nächsten 5 Jahren auf dann etwa 35 Prozent steigen wird. Derzeit gibt es keine explizit digitalen Schulungskonzepte im Bereich Diabetes, deshalb zählten die Befrage wahrscheinlich auch die Nutzung von Apps oder die Beteiligung von Chats, Blogs etc. zur „digitalen Patientenschulung“ hinzu.

Die Umfrage
Erstmals zeigt eine wissenschaftlich geleitete Umfrage, inwieweit digitale Anwendungen in Deutschland schon in der klinischen Praxis angewandt werden und wie Diabetologen gegenüber der Digitalisierung eingestellt sind. Teilgenommen haben 422 Ärzte, die diabetologisch tätig sind.
Durchgeführt wurde die Befragung vom Forschungsinstitut der Diabetes Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsboard Digitalisierung der Berlin-Chemie AG und mit Unterstützung des Bundesverbandes Niedergelassener Diabetologen (BVND) und des Verbandes der niedergelassenen Diabetologen Niedersachsen (VNDN).
Der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes (D.U.T)
Der erste Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes (D.U.T) ist Anfang 2019 erschienen. Darin beschreiben die Autoren die wichtigsten Fakten und Entwicklungstrends von zehn verschiedenen Aspekten der Digitalisierung und Technologisierung in der Diabetologie.
Durch die Beiträge wird deutlich, auf wie vielen und unterschiedlichen Ebenen Digitalisierung und Technologie mittlerweile in die Diabetestherapie eingreifen. Die Artikel sollen helfen, praxistaugliche Lösungen zu finden, die künftig zu einer modernen und patientenorientierten Diabetologie gehören können. Zudem ist die eingehende Analyse der Umfrageergebnisse ein Teil des D.U.T.
Künftig soll der Report mit seiner Kombination aus Umfrageergebnissen und Fachbeiträgen jährlich erscheinen, um Trends abbilden zu können. Die Umfragen für den D.U.T-Report 2020 sind bereits abgeschlossen; teilnehmen konnten wieder diabetologisch tätige Ärzte und erstmals auch Patienten. Außer den bisherigen Partnern hat dieses Mal auch der Bundesverband Klinischer Diabetes-Einrichtungen (BVKD) die Befragung unterstützt.
Der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes (D.U.T) erscheint im
Kirchheim-Verlag
, die Herausgeber sind Prof. Dr. Bernhard Kulzer und Prof. Dr. Lutz Heinemann. Unterstützt wurde der D.U.T von der Berlin-Chemie AG mit seinem Zukunftsboard Digitalisierung (zd), mit dem das Unternehmen zusammen mit führenden Experten den Digitalisierungsprozess in der Diabetologie aktiv vorantreiben will.
Die neun Mitglieder des Zukunftsboards Digitalisierung bilden zusammen mit weiteren Experten zudem die Jury für den bytes4diabetes-Award, der 2020 zum ersten Mal vergeben wird. Die Auszeichnung der besten Projekte erfolgt auf der DiaTec 2020 in Berlin. Der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes ist erhältlich über das Unternehmen Berlin-Chemie und in digitaler Form auf dut-report.de.
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thomas55 postete ein Update vor 2 Tagen, 19 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Tagen, 13 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 3 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]








Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße