- Technik
Digitale Unterstützung fördert Arzt-Patienten-Kommunikation
3 Minuten

Die Digitalisierung in der Diabetologie ist allgegenwärtig. Vor allem das Angebot mobiler Anwendungen auf dem Smartphone wird stetig größer. Mit der MyTherapy-App wurde erstmals eine Gesundheits-App unter Praxisbedingungen bei Ärzten und Patienten geprüft. Die aktuell publizierten Ergebnisse zeigen, dass die Anwendung das Selbstmanagement der Patienten stärkt und sich positiv auf die Arzt-Patienten-Bindung auswirkt.
Therapietreue und Selbstmanagement des Patienten sind wichtige Faktoren für den Erfolg der Diabetesbehandlung. Regelmäßige Blutzuckermessungen, Tabletteneinnahme, Dokumentation der Messwerte und gespritzten Insulindosen, Trainingseinheiten – die Diabetestherapie stellt hohe Ansprüche an den Alltag des Patienten.
So bietet sich das Smartphone als ständiger Begleiter für die Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung hervorragend an. Gesundheits-Apps dokumentieren, erinnern und fassen die gesammelten Daten für den nächsten Arztbesuch zusammen. Diese Transparenz kann es dem Arzt erleichtern optimal auf Unregelmäßigkeiten zu reagieren – sei es durch erneute Aufklärung oder gegebenenfalls nötige Therapieanpassungen.
Doch der Markt an Gesundheits-Apps ist unübersichtlich [1] und so fordern viele Fachkreise den Nutzen der einzelnen Angebote wissenschaftlich nachzuweisen [2, 3]. Zusätzlich würden sich auch die Patienten eine Empfehlung qualitätsgeprüfter Apps durch ihren behandelten Arzt wünschen [4].
MyTherapy-App unterstützt Arzt und Patient
Die MyTherapy-App wurde deutschlandweit evaluiert, dabei wurden bzgl. ihrer Anwendung von Patienten mit Typ-2-Diabetes in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Diabetologen und Allgemeinmediziner Daten erhoben und ausgewertet. Dabei wurde untersucht, inwieweit die Anwendung Diabetespatienten in ihrem Alltag unterstützt und welche Auswirkungen die Nutzung der MyTherapy-App auf das Arzt-Patienten-Verhältnis hat.
In die Studie wurden 40 Ärzte und 200 Patienten aufgenommen. Die Studienteilnehmer sollten mindestens drei Medikamente in Dauertherapie einnehmen und bisher die App nicht verwendet haben. Zu Beginn der Evaluation erfolgte eine Aufnahmedokumentation. Neben der Eruierung der demographischen Daten wurden die Patienten u.a. zu Medikamentenanzahl, Begleiterkrankungen, Wohlbefinden und Technikaffinität befragt. Außerdem schätzten die Patienten ihre Adhärenz anhand des Morisky-8-Fragebogens zur Therapietreue ein.
Nach dem dreimonatigen Nutzungszeitraum erfolgte die Abschlussdokumentation. Von den 200 eingeschlossenen Patienten gaben 164 Probanden an, die App verwendet zu haben.
- Insgesamt fühlten sich mehr als 60 Prozent der Patienten bei der Medikamenteneinnahme unterstützt. Studienteilnehmer, die zu Beginn eine niedrige Adhärenz aufwiesen (55 Prozent), profitierten besonders von der App (69 Prozent fühlten sich sehr gut bis gut unterstützt).
- Im Hinblick auf den Einfluss auf die Arzt-Patienten-Bindung bewerteten 59 Prozent die App als sehr gut und gut. Zusätzlich empfindet die Mehrheit der Ärzte (58 Prozent) die Nutzung der MyTherapy-App im Patientengespräch als positiv.
Mit der Evaluation ist nun wissenschaftlich bestätigt, dass die Nutzung der MyTherapy-App Vorteile für Patienten und ihre behandelten Ärzte bringen kann. Um mögliche Effekte der App auf medizinische Endpunkte, wie etwa die Reduktion des HbA1c, zu untersuchen, sind weitere Studien erforderlich. [5]
Digitalisierung fördern und vertrauensvoll mitgestalten
Die mit dem
DiaDigital
-Siegel ausgezeichnete MyTherapy-App ist Teil des digitalen Angebotes
TheraKey
der Berlin-Chemie AG im Bereich der Arzt-Patienten-Kommunikation. Das DiaDigital-Siegel wird von einem Zusammenschluss der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), dem Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsangebote in Deutschland (VDBD) und der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) vergeben.
Die Berlin-Chemie AG ist davon überzeugt, dass die Digitalisierung die Diabetologie verändern wird. Neben Telemedizin, Big Data und Künstlicher Intelligenz gewinnen vor allem mobile Anwendungen auf dem Smartphone immer mehr an Bedeutung [6, 7].
Die von der
smartpatient GmbH
entwickelte MyTherapy-App erinnert an Medikamente, Blutzuckermessungen sowie Trainingseinheiten und bietet die Möglichkeit, Angehörige mit einzubeziehen. Zusätzlich dokumentiert sie alle wichtigen Daten wie Messergebnisse, Laborwerte, sportliche Aktivität oder Symptome.
Die App generiert aus den Eingaben des Patienten einen gemeinsam mit Ärzten entwickelten Gesundheitsbericht. Hierdurch hat der Patient alle relevanten Daten beim nächsten Arztbesuch parat. Die barrierefreie und TÜV-geprüfte App ist im
Google Play Store
, sowie im
Apple App Store
kostenlos und in mehreren Sprachen erhältlich. Weitere Informationen zur App finden Sie unter www.mytherapyapp.com
Quelle: Presseinformation der Berlin-Chemie AG
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Behandlung

4 Minuten
- Aus der Community

3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
thomas55 postete ein Update vor 4 Tagen, 2 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Tagen, 20 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 5 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße